HOME

US-Justizministerium verklagt Apple

Apple bekommt Ärger wegen der Preise in seinem amerikanischen E-Book-Shop. Das US-Justizministerium geht mit einer Klage gegen den Elektronikkonzern vor, weil der sich mit Verlagen abgesprochen haben soll.

Wegen des Verdachts auf Preisabsprachen für E-Bücher hat das US-Justizministerium am Mittwoch ein Kartellverfahren gegen den Technologiekonzern Apple und zwei große Verlagshäuser eingeleitet. Dem Ministerium zufolge richteten sich die Absprachen vor allem gegen die Preispolitik des Online-Händlers Amazon. Als Konsequenz hätten die Verbraucher für E-Bücher "Dutzende Millionen Dollar zusätzlich" zahlen müssen.

Den in einem New Yorker Bezirksgericht eingereichten Dokumenten zufolge wird den Unternehmen "Verschwörung zur Begrenzung" des Preiswettbewerbs vorgeworfen. Die Klage richtete sich zunächst gegen Apple und fünf Verlage, von denen dann jedoch drei einlenkten. Durch die angeblichen Preisabsprachen sei es Amazon erschwert worden, E-Bücher verbilligt anzubieten, hieß es in der dem gericht übergebenen Klageschrift.

Absprachen zu Ungunsten von Amazon

Vor dem Verkaufsstart des iPad von Apple hatte Amazon, Anbieter des E-Book-Readers Kindle, elektronische Ausgaben vieler Bestseller für den Preis von 9,99 Dollar verkauft. Mit dem Erscheinen des iPad setzte Apple ein neues Preissystem für E-Bücher durch, bei dem die Verlage die Preise festsetzen und Apple 30 Prozent davon einbehält. In der Folge stiegen die Preise für E-Bücher. Amazon musste daraufhin die Konditionen mit den Verlegern neu aushandeln.

Das US-Justizministerium hatte zunächst gegen Apple und fünf Verlagshäuser ermittelt - die US-Tochter der deutschen Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, Simon & Schuster (USA), Harper Collins (USA), Penguin (Großbritannien) und Hachette Livre (Frankreich). Die europäischen Wettbewerbshüter hatten bereits im Dezember ein Kartellverfahren gegen Apple und die fünf Verlage oder ihre Mutterhäuser eingeleitet.

Apple und zwei Verlage bleiben hart

Am Mittwoch teilte US-Justizminister Eric Holder mit, Hachette Livre, Harper Collins und Simon & Schuster hätten einer Änderung ihrer Preispolitik angesichts der Klage gegen die sechs Beschuldigten grundsätzlich zugestimmt. Gegen Apple, Georg von Holtzbrinck und Penguin werde die Klage aufrecht erhalten. Die EU-Kommission erklärte, außer Penguin hätten alle Kartellverdächtigen Vorschläge zur Beendigung des Brüsseler Verfahrens unterbreitet, über die verhandelt werde.

E-Bücher sind Bücher, die auf elektronischen Geräten gelesen werden. Es gibt spezielle E-Book-Reader, die nur diesem einen Zweck dienen - wie den Amazon Kindle. Daneben lassen sich E-Bücher mit Geräten lesen, die auch andere Anwendungen erlauben. Hauptkonkurrenten für die klassischen E-Book-Reader sind Tabletcomputer wie das iPad von Apple.

kng/AFP/DPA/DPA

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.

Partner-Tools