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In der chinesischen Kunming sind einige Apple-Geschäfte, die ohne Lizenz arbeiteten, geschlossen worden. Überraschend: Der komplett gefälschte Apple Store, der vergangenene Woche für Aufsehen gesorgt hatte, ist aber nicht darunter.
Dass China der weltgrößte Hersteller von gefälschten Waren ist, ist längst bekannt. Doch damit nicht genug: Eine US-Amerikanerin hat in Südchina die Imitation eines kompletten Apple Store entdeckt.
Ein Großaufgebot von Polizei und Zoll hat auf der Cebit die Stände von über 50 Ausstellern durchsucht und große Mengen mutmaßlicher Plagiate sicher gestellt. Belangt wurden vorwiegend asiatische Unternehmen, aber auch deutsche Firmen sind betroffen.
Produktpiraten haben Hochkonjunktur. Wurden früher zumeist teure Uhren und Textilien gefälscht, sind es heute genauso Lebensmittel, Kinderspielzeug oder Werkzeuge.
Produktfälscher haben einen neuen, fast unsichtbaren Gegner: Ein blauer Tesa-Film in der Größe von einem Quadratmillimeter soll Markenprodukte "garantiert fälschungssicher" machen.
Die Flut der Plagiate ebbt nicht ab - im Gegenteil: Die Produktpiraten vor allem aus Asien scheinen immer dreister zu werden. Nach China und Taiwan gehört inzwischen auch Indien zu den Nachbauern. Und das ist erst der Anfang.
Die Bundesregierung verschärft den Kampf gegen die Produktpiraterie. Geschädigte sollen in Zukunft ihre Rechte leichter als bisher einklagen können.
Die Angst der deutschen Wirtschaft vor Produktpiraten aus China ist groß. Um der Kopiergefahr zu entgehen, wählen immer mehr Unternehmen einen ungewöhnlichen Weg: Sie verzichten auf die Anmeldung von Patenten.
Produktpiraten verdienen Milliarden und vernichten damit zehntausende von Jobs. Im Interview mit stern.de sagt Anti-Piraterie-Experte Marcus von Welser, was gegen die boomende Fälscherbranche getan werden kann.
Die Flut der Plagiate ebbt nicht ab - im Gegenteil: Die Produktpiraten vor allem aus Asien werden immer dreister, doch zunehmend kupfern auch europäische Hersteller ab. Mit dem "Plagiarius" werden die frechsten Produktfälschungen bedacht.
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