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Lenovo Yoga Tab 3 Pro im Test: Dieses Tablet ersetzt den Fernseher

Um sich von der Tablet-Masse abzusetzen, kommt das Lenovo Yoga Tab 3 Pro mit einem eingebauten Beamer daher. Hat der Fernseher ausgedient? Wir haben es ausprobiert.

Lenovo Yoga 3 Pro im Test

Das Lenovo Yoga Tab

3 Pro im Test: Kann das ungewöhnliche Tablet überzeugen?

Das Lenovo Yoga Tab 3 Pro ist kein gewöhnliches Tablet, das fällt bereits auf den ersten Blick auf. Während die meisten Hersteller ihre Tablets möglichst dünn gestalten, hat das Yoga Tab 3 Pro eine dicke Wulst an der Seite. Darin versteckt sich das Highlight des Geräts: ein eigener Videobeamer. Mit dem kann das Yoga Tab 3 Pro seinen Bildschirm-Inhalt direkt an die Wand werfen - und sich so von der Masse der Konkurrenten absetzen. Doch taugt es auch als Tablet? Und ersetzt es wirklich den Fernseher? Wir haben es ausprobiert.

Das tadellos verarbeitete Gehäuse aus Metall und Leder des Lenovo Yoga Tab 3 Pro ist im Vergleich zu Tablets der Konkurrenz durchaus ungewöhnlich. Wie die Vorgänger hat es eine dicke Wulst am Rand. Bei den Vorgängern beherbergte die nur den Standfuß und die Kamera, nun hat Lenovo hier auch den Beamer eingebaut. Obwohl sie zunächst etwas merkwürdig aussieht, gewöhnt man sich sehr schnell an die ungewöhnliche Bauform. Vor allem beim Lesen im Hochformat liegt das Yoga Tab dadurch hervorragend in einer Hand, die Hand verdeckt durch den breiten Rand auf der Seite der Wulst an keiner Stelle das Display. Legt man das Tablet auf den Tisch, liegt es aber nicht flach auf. Hier ist klar das Querformat besser zum Lesen oder Videoschauen geeignet. Sehr praktisch: Durch den einklappbaren und sehr stabilen Standfuß kann man das Yoga Tab immer in einem passenden Winkel aufstellen.

Lenovo Yoga Tab 3 Pro Test: Das kann das Beamer-Tablet
Lenovo Yoga Tab 3 Pro im Test

Bei Tageslicht ist der Beamer des Lenovo Yoga Tab 3 Pro etwas schwach. Für PowerPoint-Präsentationen ist er daher nur mäßig geeignet, als Fernseher-Ersatz in der Küche reicht es aber.

Portabler Fernseher

Vor allem als portabler Fernseher kann das Yoga Tab überzeugen. Wer regelmäßig iPad und Co. beim Spülen oder Gemüseschnippeln laufen hat, wird mit dem Yoga Tab eine wahre Freude haben. Zum einen, weil sich das Tablet mit seinem Standfuß ohne Aufwand platzieren lässt. Vor allem aber auch wegen des Beamers. Der wirft die Comedy-Serie bei Netflix oder den Youtube-Clip unkompliziert auf die Küchenwand - und ersetzt so locker einen eigenen Küchen-Fernseher.

Das liegt allerdings auch daran, dass man bei der Küchenarbeit nicht konzentriert auf das gezeigte Bild schaut. Wer sich vom Beamer echtes Kino-Feeling erhofft oder den Beamer im Büro ersetzen wollte, wird nämlich enttäuscht. Mit 800 x 480 Pixeln ist die Auflösung des Beamers dafür schlicht zu gering. Hinzu kommt die relativ schwache Helligkeit. In hell erleuchteten Räumen ist das Bild schlecht zu erkennen. Für PowerPoint-Präsentationen im Büro und echten Filmgenuss eignet er sich damit nur sehr eingeschränkt. Im Dunkeln ist es zwar deutlich besser, echtes Kino-Feeling kommt aber immer noch nicht auf. Das ist angesichts der kleinen Bauweise zwar durchaus nachvollziehbar, schade ist es trotzdem.

Games gehören auf's Display

Spiele über den Beamer zu spielen, macht überhaupt keinen Spaß. Bei Games, die auf Touch-Steuerung angewiesen sind, schaut man lieber gleich auf den knackigeren Bildschirm als auf die Raufasertapete. Und Bewegungssteuerung macht durch das schwankende Bild an der Wand eher seekrank, als dass es Freude bereitet.

Dann doch lieber auf das tolle 10-Zoll-Display schauen. Das hat nicht nur eine sehr hohe Auflösung von 2560 x 1600 Bildpunkten, sondern kann sich dank toller Farben, sehr guter Helligkeit und starkem Kontrast wirklich sehen lassen. Alles ist knackscharf, auch bei hellem Tageslicht ist das Bild immer gut zu erkennen. Und abends auf der Couch kann man durchaus auch mal einen Film darauf schauen, wenn der Fernseher gerade anderweitig benutzt wird.

Flinke Hardware

Technisch kann sich das Yoga Tab 3 Pro sehen lassen. Der Vierkernprozessor aus dem Hause Intel leistet die meiste Zeit gute Arbeit und reagiert in der Regel sehr flott. Nur manchmal hat man eine kurze Verzögerung bei der Eingabe. Für den Alltagseinsatz und auch für Spiele ist das Tablet damit hervorragend geeignet. Der Speicher ist mit 32 Gigabyte in Ordnung. Nach Abzug der Systemdateien bleiben für den Nutzer etwa 23 übrig. Wer mehr braucht, kann per microSD-Karte bis zu 128 GB nachrüsten. Als Betriebssystem kommt das leicht veraltete Android 5.1 zum Einsatz.

Eine echte Wucht ist die Akku-Laufzeit. Das Tablet läuft und läuft. Ganze 18 Stunden Laufzeit verspricht Lenovo. Im Beamerbetrieb erreicht man die natürlich nicht, im Alltagseinsatz kamen wir aber durchaus in die Nähe. Für einen Durchschnittsnutzer dürfte das Yoga Tab also durchaus 3-4 Tage durchhalten, bis es an den Strom muss. Da es auch noch recht schnell lädt, ist das wirklich eine tolle Leistung.

Fazit: Der Fernseher darf bleiben

Das Lenovo Yoga Tab 3 Pro ist ein toll verarbeitetes, gut gestaltetes Tablet mit eigenwilligem Design, langer Laufzeit, tollem Display und flinker Hardware. Der Beamer ist gleichzeitig Highlight und Manko des Geräts. Denn einerseits stellt er ein echtes Alleinstellungsmerkmal dar und erweitert die Funktion des Tablets ungemein. Andererseits kann er wegen der beschränkten technischen Möglichkeiten aber nicht im selben Maße überzeugen wie der Rest des Tablets. Wer ihn aber nur zum Nebenbeischauen bei der Hausarbeit nutzen möchte, dürfte zufrieden sein. Mit einem Preis von etwa 480 Euro ist es im Vergleich zu anderen Android-Tablets zwar relativ teuer, die haben aber auch keinen Beamer an Bord.

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