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Hacker sorgen für horrende Telefonrechnungen

Unbekannten ist es offenbar gelungen, Fritzbox-Router zu hacken und die Telefonrechnung der Betroffenen in die Höhe zu treiben. stern.de erklärt, wie Sie sich schützen können.

  Wurde Ziel von Hackern: die Router der Marke Fritzbox

Wurde Ziel von Hackern: die Router der Marke Fritzbox

Mitten in der Nacht auf den Falkland-Inseln anrufen oder mittags in Katar, und zwar immer wieder, alle paar Minuten. So treibt man seine Telefonrechnung ziemlich zuverlässig in die Höhe. Zwei Männern aus Hamburg und aus Moers im Ruhrgebiet ist genau das passiert, wie "Spiegel Online" und "Der Westen" berichten, allerdings ungewollt. Denn die Router der Marke Fritzbox, die die beiden für ihren Internetzugang benutzen, wurden von Hackern gekapert und für Telefonate ins Ausland missbraucht.

Im Hamburger Fall installierten die Angreifer auf dem Gerät zwei virtuelle IP-Telefone, die sie Hunderte Male in Südamerika anrufen ließen. Dem Betroffenen aus Moers bescherten sie innerhalb einer halben Stunde eine Telefonrechnung von mehr als 4200 Euro. Möglicherweise mithilfe von zwei Trojanern, die er später auf seinem Rechner fand.

Hacker verdienen an Anrufen mit

Sowohl die in Moers zuständige Kriminalpolizei als auch Unitymedia, der Provider des Hamburger Opfers, und der Fritzbox-Hersteller AVM haben die Angriffe bestätigt. AVM spricht von einigen Dutzend Fällen deutschlandweit und hält einen Zusammenhang mit dem vor zwei Wochen bekannt gewordenen, millionenfachen Diebstahl digitaler Identitäten für möglich. Die Polizei und Unitymedia gehen davon aus, dass die Angreifer die Router auf ausländischen Nummern anriefen ließen, an deren Gebühren sie selbst mitverdienen.

AVM erklärt auf seiner Firmen-Website Schritt für Schritt, wie man die eigene Fritzbox vor Angriffen schützen kann:

  • Nutzer sollen die Liste ihrer virtuellen IP-Telefone überprüfen und alle unbekannten Geräte sofort löschen. Das gleiche gilt für Rufumleitungen zu Nummern, die der User nicht kennt.
  • AVM empfiehlt, eine Rufsperre für Telefonate ins Ausland einzurichten - sofern man nicht regelmäßig in andere Länder telefoniert.
  • Außerdem ist es sinnvoll, den Dienst "HTTPS-Internetzugriff", mit dem das Gerät online ferngesteuert werden kann, zu deaktivieren oder zumindest dessen Passwörter zu ändern.
  • Zu guter Letzt sollte die Software "Fritz!OS", das Betriebssystem des Routers, immer auf dem aktuellsten Stand gehalten werden.

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Timo Brücken
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