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Sprachlautsprecher HomePod: Apples Weg aus der iPhone-Falle?

Apples HomePod ist ein technisch ausgefeilter Lautsprecher. Vor allem aber ist er ein Hebel, die Abonnentenzahlen für Apple Music in die Höhe zu treiben. Damit will Tim Cook den Druck von der iPhone-Sparte nehmen.

Von Christoph Fröhlich, San José

Apples HomePod gibt es in Schwarz und Weiß.

Apples HomePod gibt es in Schwarz und Weiß.

Wo spielt die ? Diese Frage treibt Technikkonzerne seit vielen Jahren um. Während vor einem Jahrzehnt im Wohnzimmer vielleicht eine Stereoanlage stand und in der Küche ein altes Radio dudelte, wollen Menschen heute, im Zeitalter von Streamingdiensten, überall Musik hören. Am besten in jedem Raum etwas anderes. Firmen wie Sonos, die sich frühzeitig auf entsprechende Wlan-Lautsprecher spezialisiert hatten, wurden dadurch groß. Und zahlreiche Nachzügler legten mit Bluetooth-Boxen nach.


Die nächste Evolutionsstufe war Amazons Echo, ein Lautsprecher, der mit Sprachbefehlen gesteuert werden kann. Viele Experten befürchteten einen Datenschutzskandal, doch es war der wohl größte Überraschungshit der letzten Jahre. Google legte im vergangenen Jahr mit dem Home-Lautsprecher nach, auch die Windows-Assistentin Cortana ist auf einigen Geräten präsent. Nur ein Unternehmen hielt sich bislang auffällig bedeckt: .

Das hat sich nun geändert. Auf der Entwicklerkonferenz WWDC im kalifornischen San Jose hat Apple nun HomePod vorgestellt, einen Lautsprecher mit Siri-Unterstützung. Das Gerät ist technisch bemerkenswert (lesen Sie hier unseren ausführlichen Bericht). Vor allem aber ist es ein Hebel, mit dem sich Apple ein Stück aus der iPhone-Falle befreien könnte.

Siri als Treiber der Services-Sparte

Ob Tim Cook den Druck der Anleger zu spüren bekommt oder nicht, hängt genau von einem Produkt ab: dem . Mit einem Löwenanteil von 70 Prozent am Gesamtumsatz entscheidet das Smartphone maßgeblich über Wohl und Wehe des Konzerns. Angesichts der gigantischen Umsätze, die das Telefon in die Kassen spült, ein Luxusproblem. 

Dennoch sucht ständig nach neuen Erlösquellen, am lukrativsten erscheint die Services-Sparte. Das Geschäft mit Diensten wie iTunes, Apple Pay oder der iCloud wächst im Schnitt um 20 Prozent pro Quartal. Von solchen Werten könnten Bereiche wie die zuletzt schwächelnden iPad- und Mac-Sparten nur träumen. Schon jetzt setzen die Services sieben Milliarden Dollar pro Quartal um.

Apple lebt wie wenige andere Firmen von der engen Verschränkung von Hard- und Software. Jedes Gerät, das Apple verkauft, kurbelt somit auch das Software-Geschäft an. Besonders Hardware, die quasi auf einen Service geschneidert wurde - im Fall des HomePod ist das der Musikstreamingdienst Apple Music. Für Apple ist das besonders attraktiv, weil so dauerhaft Geld verdient wird und nicht nur einmalig beim Gerätekauf. Apple Music hat derzeit 27 Millionen Kunden. Ein beachtlicher Wert, wenn man bedenkt, dass es den Dienst nicht einmal zwei Jahre gibt. Spotify hat aber doppelt so viele (50 Millionen) zahlende Kunden. Um gleichzuziehen muss sich der Konzern also etwas einfallen lassen - und setzt neben mehr Video-Content für Apple Music auf den HomePod.

Ob HomePod auch andere Streamingdienste wie Spotify, Deezer oder Tidal unterstützt, ist derzeit noch unklar. Davon dürfte am Ende aber auch abhängen, wie gut sich das Gerät verkauft. Der HomePod kommt Ende des Jahres für 349 US-Dollar auf den Markt, hierzulande ist der Marktstart aber erst 2018. 

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