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Apple-Chef empfiehlt Google Maps

Apples Kartendienst sollte der große Schlag gegen Google werden, doch es wurde ein Desaster. Jetzt hat sich Apple-Chef Tim Cook entschuldigt - und empfiehlt stattdessen die Programme der Konkurrenz.

Von Christoph Fröhlich

  Tim Cook während der Präsentation des iPhone 5

Tim Cook während der Präsentation des iPhone 5

Verpixelte Landkarten, Städte in schwarz-weiß, zweifelhaft modellierte 3D-Sehenswürdigkeiten: Apple hat in seinen neuen Kartendienst, den der iPhone-Hersteller im mobilen Betriebssystem iOS 6 eingeführt hat, große Patzer eingebaut. Seit mehr als einer Woche hagelt es Beschwerden, über 100 Millionen Mal wurde das Software-Update mittlerweile heruntergeladen. Doch es ist nicht nur die Wut der Kunden, die am Image des sonst mit hohen Qualitätsstandards verbundenen Unternehmens kratzt, sondern auch der Hohn und Spott im Netz. In Blogs und Foren werden die kuriosesten Fehler des Kartendiensts gesammelt, auf Twitter hagelt es zahlreiche höhnische Kommentare.

Jetzt meldete sich Apple-Chef Tim Cook auf der Firmenhomepage mit einem Abschnittstext offenen Brief zu Wort. Darin räumt er gleich zu Beginn Fehler ein: "Wir bei Apple sind bestrebt, Weltklasse-Produkte mit dem bestmöglichen Erlebnis für unsere Kunden zu entwickeln. Mit dem Start unserer neuen Karten vergangene Woche haben wir bei diesem Bemühen versagt, und wir tun alles dafür, den Kartendienst besser zu machen."

Der Dienst werde besser, je mehr Menschen ihn nutzten, versprach Cook. Bis eine überarbeitete Version zur Verfügung steht, empfiehlt er den Usern, alternative Programme der Konkurrenz herunterladen, beispielsweise Bing, Waze oder die Web-Anwendungen Google Maps oder Nokia Maps zu nutzen.

Apples neuer Kurs

Das öffentliche Einräumen von Fehlern und das Empfehlen von Konkurrenzprodukten ist ungewöhnlich für Apple und ist ein Zeichen für den neuen Kurs, den Tim Cook seit einem Jahr vorgibt. Unter der Leitung von Apple-Gründer Steve Jobs wäre ein solcher Schritt kaum denkbar gewesen.

2010 sorgte Apple schon einmal für Negativschlagzeilen, als das nagelneue iPhone 4 unter Empfangsproblemen litt. Statt Konstruktionsfehler zuzugeben und eine schnellstmögliche Lösung zu versprechen, schrieb Jobs in einer E-Mail an einen empörten Kunden lediglich, er würde das Telefon falsch halten. Erst nach großem Druck der Öffentlichkeit bot Apple allen iPhone-4-Käufern eine kostenlose Schutzhülle an, die das Problem beseitigte. Direkt entschuldigt hat sich Apple für das "Antennagate" getaufte Desaster aber bis heute nicht.

mit DPA

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