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Vorsicht, Kostenfalle! Wie E-Plus die Internet-Flat abschafft

Die E-Plus-Marke Base hat ihre Vertragsbedingungen geändert und die Internetflat für Handys abgeschafft. Wer beim Surfen nicht aufpasst, zahlt jetzt ordentlich drauf.

Von Christoph Fröhlich

  Die neuen Base-Tarife können für Vielsurfer teuer werden

Die neuen Base-Tarife können für Vielsurfer teuer werden

Knapp die Hälfte aller Deutschen hat mittlerweile ein Smartphone. Wenig überraschend ist es daher, dass die meisten Nutzer auch mobil im Internet surfen wollen. Doch wer derzeit auf der Suche nach einem neuen Vertrag ist, sollte das Kleingedruckte genau lesen: Die E-Plus-Marke Base hat ihre Konditionen geändert - zum Nachteil des Kunden.

Bislang waren alle Tarife mit einer Internetflat ausgestattet, man konnte also rund um die Uhr surfen, nach Überschreiten eines bestimmten Datenvolumens nur nicht mehr mit der vollen Geschwindigkeit. Die neuen Smartphone-Tarife enthalten nun ein festes Datenvolumen, dieses beträgt je nach Tarif zwischen 50 und 2000 Megabyte.

Wird das festgelegte Datenvolumen überschritten, wird nicht wie üblich die Surfgeschwindigkeit gedrosselt, sondern automatisch weiteres Datenvolumen kostenpflichtig dazugebucht. So heißt es im Kleingedruckten des Base-Pur-Vertrags: "Sobald das enthaltene Datenvolumen von 50 MB in einem Kalendermonat zu 100% ausgeschöpft ist, erweitert die Datenautomatik das Datenvolumen für bundesweite Datenverbindungen um jeweils weitere 50 MB für den laufenden Monat automatisch für jeweils 1,50 Euro." Kein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass der gesamte Monatstarif inklusvie Freiminuten und -SMS 7,50 Euro kostet. Konsequenterweise verzichtet E-Plus im Vertrag auf die Bezeichnung "Flat".

  Im Kleingedruckten wird auf die Kostenfalle Internet hingewiesen

Im Kleingedruckten wird auf die Kostenfalle Internet hingewiesen

Kundenfreundlichkeit geht anders

Besonders dreist wird es beim Base-Tarif "Smart". Dort bucht der Kunde 200 MB pro Monat, bei Überschreiten gibt es noch einmal 50 MB für 1,50 Euro. Der Kunde erhält also nur ein Viertel des Volumens, während Pur-Kunden zum selben Preis noch einmal das komplette Basisvolumen erhalten.

In einer All-Net-Flat mit 500 MB Datenvolumen kostet eine Nachbuchung von 100 MB zwei Euro. Diese Nachbuchung erfolgt bis zu dreimal monatlich. Erst dann wird bis zum Ende des Monats auf GPRS-Geschwindigkeit gedrosselt. Allzu oft sollte man die Datengrenze nicht ausreizen, denn wer drei Monate hintereinander nachbucht, bekommt automatisch das nächsthöhere Inklusivvolumen für seinen Grundtarif verpasst - gegen ein höheres Entgelt, versteht sich. Beim All-In-Tarif liegt das nächstgrößere Volumen bei zwei Gigabyte und kostet zehn Euro im Monat zusätzlich.

Zwar wird der Kunde über jede Abbuchung per SMS informiert. Dennoch: Wer einen All-In-Tarif bucht, kann normalerweise erwarten, dass keine weiteren Kosten auf ihn zukommen. Base begründet die neue Option damit, dass so die umständliche Zubuchung entfalle und automatisch immer die passende Option genutzt werde. Doch das stimmt so nicht: Wer etwa drei, vier Monate unterwegs mehr surft, weil man beispielsweise durch einen Umzug noch keinen DSL-Anschluss hat, kann anschließend nicht wieder zum Ursprungstarif zurückwechseln. Bis zum Ende der Mindestvertragslaufzeit steckt man dann im teureren Vertrag fest. Kundenfreundlichkeit geht jedenfalls anders.

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