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Warum Google das iPhone an der falschen Stelle kopiert - und so seine Fans verärgert

Mit dem Pixel 2 und dem Pixel 2 XL hat Google spannende Smartphones vorgestellt. An zwei entscheidenden Stellen hat man sich klar vom iPhone inspirieren lassen - und kassiert dafür nun mächtig Ärger.

Google Pixel 2 XL

Mit dem Google Pixel 2 XL und vielen weiteren Geräten hat Google heute sein Hardware-Lineup für 2017 vorgestellt

Als am Mittwoch seine neuen Smartphones zeigte, waren die meisten Fans verzückt - eigentlich. Das Pixel 2 und das Pixel 2 XL haben einen markanten Look, schießen Spitzenfotos und haben Dank künstlicher Intelligenz einige clevere Tricks parat. Zwei kleine Entscheidungen spalten allerdings die Fans - und beide hat sich Google vom iPhone abgeschaut.

Google wird noch teurer

Als erstes ist da der enorm hohe Preis. Mit 799 Euro für die kleinste Variante ist das Pixel 2 genauso teuer wie das 8 (hier finden Sie unseren Test). Das Pixel 2 XL ist gar erst für 939 Euro zu bekommen - und damit noch teurer als iPhone 8 Plus. Wer mehr Speicher möchte, muss sogar noch draufzahlen. Das teuerste Modell mit 128 GB Speicher kostet satte 1049 Euro. So teuer war noch kein Mainstream-Smartphone mit Android.

Das stößt vielen Android-Fans sauer auf. Früher waren Googles Nexus- eine preiswerte Alternative zu den teuren Geräten der anderen Android-Hersteller, schon letztes Jahr knackte Google ganz knapp die 1000-Euro-Marke. Insgeheim hatten wohl viele gehofft, dass sich der Internetriese wieder dem alten Preis zuwenden würde. Sie wurden herbe enttäuscht. Eigentlich liegen die hohen Preise aber klar im Trend: Auch das Samsung Galaxy Note 8 (hier bei uns um Test) kam zu einem UVP von 999 Euro auf den Markt, viele weitere Hersteller dürften ebenfalls ausprobieren, wie viele Geräte sie zu solch hohen Preisen noch absetzen können.

Wie war das mit der Klinke?

Der zweite Kritikpunkt ist da schon deutlich schwerer zu entkräften: Wie letztes Jahr beim iPhone 7 hat Google bei seinen beiden neuen Pixeln den Klinkenanschluss gestrichen. Dabei hatte Google bei der Vorstellung des ersten Pixels noch gegen Apples Entscheidung gestichelt. Als Rechtfertigung für den Schritt erklärte der Konzern nun, man wollte ein "kabelloses Smartphone" schaffen. Konsequent ist man dabei aber nicht: Kabelloses Laden per Induktion unterstützen die neuen Pixel im Gegensatz zu den älteren Nexus-Geräten nicht. Viele Fans schäumen.


Google liefert ihnen noch zusätzliche Munition: Während Apple für den Lightning-Anschluss und einen Klinken-Adapter beilegt, spart sich Google den Kopfhörer, packt nur den Adapter für USB-C ins Paket. Bei einem 1000-Euro-Smartphone wirkt das etwas knausrig. Verlieren sollte man den Adapter lieber nicht: 20 Euro verlangt Google für den Ersatz-Adapter, bei Apple sind es nur 9 Euro. Viele potenzielle Käufer fühlen sich dadurch vor den Kopf gestoßen, beschweren sich in Foren, bei Reddit und Twitter.

Kein Platz für die Klinke

Manche machen sich aber lieber darüber lustig. "Wegen der Künstlichen Intelligenz war einfach nicht genug Platz", witzelten gleich mehrere Internetnutzer. Google hatte bei der Vorstellung vor allem Wert auf die durchaus beeindruckenden KI-Fähigkeiten seines Assistant gelegt. Dass deswegen aber kein Platz für die Klinke sein soll, ist natürlich Quatsch.

Warum Google den Anschluss aber tatsächlich eingespart hat, weiß man wohl nur intern. Nachdem Apple letztes Jahr mit der Entscheidung für viel Aufregung gesorgt hatte, verzichteten viele Hersteller wie Samsung oder Huawei lieber auf den Rotstift - und punkteten damit tatsächlich bei den Fans. Die Koreaner von HTC, die in Googles Auftrag auch das kleine Pixel 2 fertigen, kappten dagegen bei ihrem Spitzenmodell HTC U11 den Anschluss. Die Wut hielt sich in Grenzen. Vielleicht ebbt sie auch beim Pixel 2 schnell wieder ab. 

mma

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