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Dieses Smartphone kostet nur 3,29 Euro - und ist dafür erschreckend gut

Ein Smartphone für knapp drei Euro? Das kann ja nichts drauf haben, denkt man instinktiv. Doch das Freedom 251 ist erschreckend gut ausgestattet. Geht jetzt die Smartphone-Preisschlacht erst richtig los?

Freedom 251 3,29 Euro

Das Freedom 251 des indischen Herstellers Ringing Bell ist mit gerade einmal 3,29 Euro das billigste Smartphone der Welt.

Der Smartphone-Preis hat seinen vorläufigen Tiefpunkt erreicht: Für gerade einmal 251 Rupien bietet der indische Hersteller Ringing Bells sein Smartphone Freedom 251 an. Das sind nach aktuellem Kurs gerade einmal 3,29 Euro. Wer jetzt nur Schrott erwartet, liegt mächtig daneben. Denn die Ausstattung ist tatsächlich erschreckend gut.

Das nach seinem Preis benannte Freedom 251 bringt nämlich keine Uralttechnik mit, auch wenn es natürlich gegenüber Premium-Smartones extrem abgespeckt ist. Das Display ist zum Beispiel mit vier Zoll nicht riesig, das iPhone ist aber auch erst seit anderthalb Jahren größer. Auch der Prozessor ist natürlich nicht der potenteste, immerhin ist schon ein Vierkerner an Bord. Der Arbeitsspeicher fällt mit 1 Gigabyte eher mager aus, wer ein etwas älteres Smartphone hat, dürfte trotzdem weniger haben. Der Datenspeicher ist mit 8 GB ebenfalls überraschend groß ausgefallen und lässt sich sogar per microSD-Karte noch um 32 GB erweitern. Als Betriebssystem ist das veraltete Andoid 5.1 Lollipop installiert.

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  Beamer: Epson ETH-TW5300  Kurz vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich liebäugeln viele Fans mit dem Kauf eines Beamers. Ein guter Tipp ist der ETH-TW5300 von Epson. Der Full-HD- und 3D-Beamer bietet gutes Bild für vergleichsweise wenig Geld (580 Euro).

Beamer: Epson ETH-TW5300

Kurz vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich liebäugeln viele Fans mit dem Kauf eines Beamers. Ein guter Tipp ist der ETH-TW5300 von Epson. Der Full-HD- und 3D-Beamer bietet gutes Bild für vergleichsweise wenig Geld (580 Euro).

Magerer Akku, miese Knipsen

Die beiden größten Schwachstellen sind sicher der magere Akku und die schlicht miserablen Kameras. Während der Akku mit 1450 Milliamperestunden durchaus bei vielen Menschen einen ganzen Tag schaffen dürfte, sind von den Kameras mit ihren 3,2 Megapixeln hinten und gar 0,3 MP vorne eher Bilder wie aus der Anfangszeit der Kamerahandys zu erwarten.


Trotzdem: Für den Preis eines sehr günstigen Döners bekommen Käufer ein vollwertiges Smartphone. Das muss dem Anbieter erstmal jemand nachmachen.

Smartphone Apps Nutzung Android iPhone Kaufda

Die Echtzeit-Grafik zeigt, wie Menschen ihr Smartphone wirklich nutzen.

Das Smartphone für die Ärmsten

Ab morgen ist das Freedom 251 in Indien erhältlich, hierzulande wird es wohl nie zu kaufen sein. Und auch dort kann es nur so billig angeboten werden, weil die indische Regierung den Verkauf subventioniert. Das Freedom 251 soll nämlich dabei helfen, auch die arme Bevölkerung ans Netz zu bringen. Deshalb sind neben Facebook, Whatsapp und Co. auch eher untypische Apps installiert. Sie sollen Bauern und Fischern helfen, Gesundheitstipps geben und auch die Sicherheit von Frauen fördern.

Bemerkenswert ist das Freedom 251 allemal. Es taugt regelrecht als Symbol dafür, wie schnell Smartphones vom Luxusgut zum Alltagsgegenstand wurden. Denn noch vor wenigen Jahren hätte man nach einem Smartphone unter 500 Euro nicht einmal suchen müssen. Jetzt kostet eines weniger als eine Zigarettenschachtel. Deutlich weniger.

Update 25. Februar 2016: Zu gut, um wahr zu sein?

In den letzten Tagen häufen sich Anzeichen, dass das Freedom 251 nie seine Käufer erreichen könnte. Wie die Zeitung Times of India berichtet, soll das indische Ministerium für Elektronik und Informationstechnik sich mit dem Smartphone beschäftigen. Die Behörde hat den Wert der Einzelteile berechnet und kommt zu dem Schluss, es müsste zu einem knapp zehn mal so hohen Preis verkauft werden, um Gewinn zu machen. Auch Testgeräte für Journalisten sorgten für Zweifel. Sie scheinen von einem Konkurrenten hergestellt worden zu sein, zudem sahen sie völlig anders aus als die Geräte auf den Werbeaufnahmen.

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