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Exotisches One-Hit-Wonder

Es wird nicht in Deutschland vertrieben und hat mit Meego ein Betriebssystem, das in der Mobilfunkbranche bedeutungslos ist. Ein Dilemma: Das Nokia N9 ist eines der besten Geräte, das die Finnen je auf den Markt gebracht haben - und ein Traum für Individualisten.

Von Björn Maatz

  Nokias N9 - wegen Meego ein Außenseiter

Nokias N9 - wegen Meego ein Außenseiter

  • Björn Maatz

Post von Nokia zu bekommen lief bislang bei mir so ab: Ein bisschen voreingenommen öffnete ich die Kartons, entnahm die Testgeräte, probierte sie ein paar Tage aus und kam zu dem Schluss: Die Konkurrenz hat's einfach besser drauf. Doch diesmal war alles anders - der Wow-Faktor ist zurückgekommen. Bei Nokia? Bei Nokia!

Das N9 mit seinem 3,9 Zoll großen Bildschirm wirkt kompakt, hat ein blaues Gehäuse aus Polykarbonat und ein Betriebssystem, das das Gerät aus der Masse von Android-Handys und iPhones herausragen lässt. Mit dem vor knapp zwei Jahren beim Mobile World Congress in Barcelona vorgestellten Meego wollten Intel und Nokia den Markt für mobile Endgeräte neu definieren. Spätestens seit sich die Finnen unter der Regie des ehemaligen Microsoft-Managers Stephen Elop dem Betriebssystem des weltgrößten Softwarekonzerns verschrieben haben, fristet Meego jedoch nur noch ein Schattendasein.

Gute Ideen, schlau umgesetzt

Schade drum: Meego macht richtig Spaß, ist detailverliebt wie sonst nur iOS von Apple und mindestens genauso intuitiv zu bedienen. Es gibt nur einen An- und Ausschalter sowie Tasten für die Lautstärke an der rechten Seite des Geräts. Knöpfe auf dem Touchscreen hingegen sind nicht vorhanden und auch überflüssig: Alle Anwendungen lassen sich einfach zur Seite wischen. Das Telefon bemerkt bei Applikationen, die eine Internetverbindung benötigen, nicht erst umständlich, dass es diese noch nicht gibt, sondern springt gleich ins entsprechende Menü.

Es zeigt sowohl auf dem Startbildschirm als auch auf dem gesperrten Hintergrund die derzeitige Online-Erreichbarkeit mit einem prägnanten grünen Punkt und ebenfalls auf dem gesperrten Startscreen, welche Art von E-Mails und Facebook-Meldungen eingegangen sind. Die wichtigsten Symbole für zum Beispiel Posteingänge und die Uhrzeit werden auch angezeigt, wenn der Bildschirm schwarz wird. Dieser ist gerade noch groß genug, um Soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter komfortabel zu bedienen.

Auf dem Startbildschirm finden sich ähnlich wie bei Android- und Symbian-Geräten alle Programme und Apps, auf einem weiteren die aktuellen Benachrichtigungen und auf einem dritten eine Übersicht der zuletzt angeschauten Anwendungen. Auch an die mobilen Online-Spieler hat Nokia gedacht: Populäre Games wie "Angry Birds", "Need for Speed" und "Galaxy of Fire" sind bereits vorinstalliert.

Hardware-seitig liegt das Meego-Gerät auf Wettbewerbshöhe: Das gebogene Amoled-Display fällt nur leicht zu Apple- und Samsung-Geräten ab. Neben einer Frontkamera ist auf der Rückseite eine 8-Megapixel-Kamera mit Carl-Zeiss-Optik verbaut. Zudem integriert das N9 einen NFC-Chip für mobiles Bezahlen, den bislang nur wenige Konkurrenten wie etwa das Samsung Galaxy Nexus an Bord haben.

Apps sind Mangelware

Größtes Manko des N9 ist das extrem beschränkte App-Angebot: Mehr als ein paar Hundert dürften es nicht sein. Offizielle Zahlen nennt Nokia nicht. Zum Vergleich: Für das Betriebssystem Android von Google gibt es rund 350.000 Apps, iPhone-Besitzer können aus mehr als 500.000 Software-Anwendungen wählen.

Fazit: Meego ist minimalistisch aufgebaut, intuitiv zu bedienen und gut durchdacht. Wem Individualismus über alles geht und Apps nicht so wichtig sind, sollte sich das Gerät definitiv anschauen - zum Beispiel beim nächsten Urlaub in Österreich oder der Schweiz, wo es offiziell erhältlich ist. Und zum ersten Mal seit Langem muss ich bei einem Nokia-Gerät sagen: ein Jammer, dass die Testphase schon abgelaufen ist.

FTD

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