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Sony-Chef erklärt das Ende der Smartphones

"Keine wesentlichen Innovationen mehr": Sonys Chef Kazuo Hirai geht mit der Technikbranche hart ins Gericht und verkündet das Aus der Smartphones. Doch ein Nachfolger steht noch nicht bereit.

Sony-Chef Kazuo Hirai präsentiert ein Xperia-Smartphone

Sony-Chef Kazuo Hirai präsentiert ein Xperia-Smartphone

Die Technik-Welt befindet sich im stetigen Wandel. Wer heute einen Markt dominiert, kann übermorgen schon in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sein - das zeigt etwa der Aufstieg und Fall von Nokia oder Blackberry. Auch andere Unternehmen mussten in den letzten Jahren Federn lassen, darunter Smartphone-Pionier HTC oder Sony. Beide Konzerne dümpeln im einstelligen Prozentbereich bei den Smartphone-Marktanteilen herum.

"Es gibt keine wesentlichen Innovationssprünge mehr"

Doch für Sony-Chef Kazuo Hirai ist das kein Grund zur  Sorge. Im Gespräch mit der "Welt am Sonntag" erklärte er, dass die Tage des Smartphones sowieso gezählt seien: "Ich bin überzeugt, dass wir an einem Scheidepunkt stehen, wie wir ihn vor zehn Jahren beim Übergang von normalen Handys zu Smartphones gesehen haben." Hirai zufolge gibt es "keine wesentlichen Innovationssprünge mehr", die die Technik grundlegend vorantreiben.

Tatsächlich veränderten sich Smartphones in den vergangenen Jahren nur marginal: Die Displays wurden immer größer und schärfer, die Prozessoren schneller, die Geräte dünner. Dennoch stecken mit biegbaren Displays, Dual-Kameras oder wechselbaren Modulen wie beim LG G5 spannende Technologien in der Pipeline, die in den kommenden Monaten und Jahren die Smartphone-Nutzung entscheidend verändern könnten.

Dass ausgerechnet der Sony-Chef die fehlende Innovationskraft der Branche kritisiert, ist bezeichnend. Sein Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren kaum Akzente bei den Neuerungen setzen, sowohl was die Funktionen als auch das Design betrifft.

Was kommt nach dem Smartphone?

Dass der Smartphone-Boom aber nicht ewig anhalten wird, wissen auch die Konkurrenten. Die gesamte Technik-Branche sucht derzeit fieberhaft nach neuen Kommunikationsgeräten, das nächste große Ding wurde bislang aber noch nicht gefunden. Sowohl Smartwatches als auch Technologien wie Virtual-Reality-Brillen sind bislang nur Nischenprodukte, doch auch hier konnte Sony bislang nicht punkten.

"Wir haben noch nichts gesehen, was wirklich eine revolutionäre Veränderung bringt", sagte Hirai der "Welt am Sonntag". "Wir überlegen bei Sony ständig, was nach dem Smartphone kommt." Daher überrascht es kaum, dass der Konzern auf dem Mobile World Congress in Barcelona neben einem neuen Smartphone - dem Xperia X - auch viele neue Prototypen zeigte, darunter das Xperia Ear (eine Kombination aus Headset und Navigationsgerät) und die Xperia Eye, eine Kamera im iPod-Format, die automatisch Bilder macht, sobald sie ein Lächeln erkennt.

Sonys Mobile-Chef Hiroki Totoki sagte zu den neuen Geräten: "Wir wollen Intelligenz in die Geräte bringen und das Verhalten der Smartphone-Nutzer verändern."

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