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0190-Nummern sind nicht immer böse

Für die in Verruf geratenen 0190er-Service-Rufnummern gibt es auch seriöse und sinnvolle Beispiele. Der Verein 'Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V.' nutzt seit einigen Monaten mit Erfolg eine solche Nummer, um Spenden zu sammeln.

"Ein einziger Anruf und Sie helfen krebskranken Kindern in Frankfurt mit 3 Euro. Helfen Sie: 0190-061000" oder "Nur 15 Sekunden Ihrer Zeit für einen einzigen Telefonanruf: 0190-061000 - Sie spenden damit 3 Euro an krebskranke Kinder in Frankfurt. Danke." Mit diesen Worten wirbt der Verein "Hilfe für krebskranke Kinder Frankfurt e.V." in Anzeigen, die gratis in überregionalen Tageszeitungen geschaltet werden, für die einfache und komfortable Spendenmöglichkeit.

Vorteil: Bankinformationen werden nicht gebraucht

Der Betrag wird automatisch über die Telefonrechnung eingezogen, die Zahlung muss lediglich mit Eingabe einer weiteren Tastenkombination bestätigt werden. Dieses Verfahren sei "einfach, sicher, schnell und bequem", erläutert Ralf Kohl, Pressesprecher des auf Service-Rufnummern spezialisierten Dienstleisters Deutsche Telefon- und Marketing-Services - dtms AG in Mainz, einem seriösen Anbieter mit rund 4.800 Geschäftskunden. Überzeugend findet Kohl vor allem den Sicherheitsvorteil für den Spender: "Der Anrufer muss keine Bankverbindung angeben und somit nicht befürchten, dass damit Schindluder getrieben wird."

Ein innovatives Zahlungsinstrument gegen den Spendenschwund

Der Verein hofft, seine rückläufigen Einnahmen mit dieser neuen, zeitgemäßen Spendenmöglichkeit zumindest teilweise kompensieren zu können. Da der Staat und die Krankenkassen die explodierenden Kosten unseres Gesundheitswesens immer weniger bewältigen können, wird jeder Spenden-Euro dringend gebraucht. Denn in Deutschland erkranken jährlich ungefähr 2.000 Kinder und Jugendliche an Krebs, das heißt an Leukämie oder einem bösartigen Tumor, erläutert der Verein auf seiner Website www.hfkk.de. Viele dieser kleinen Patienten werden in der Klinik für Kinderheilkunde III (Kinderkrebsklinik) der Universitätsklinik Frankfurt am Main behandelt. Sechs Ärzte, die dort arbeiten, werden mittlerweile ausschließlich aus Vereinsmitteln finanziert.

Hilfe für den Klinikalltag

Ziel des Vereins ist es, den jungen Krebspatienten, ihren Familien und Freunden zu Hause und im Klinikalltag zu helfen. Dafür wurde bereits 1993 in unmittelbarer Nähe zur Kinderkrebsklinik ein Familienzentrum eröffnet, das mit Übernachtungsmöglichkeiten und vielfältigen Angeboten eine wichtige Anlaufstelle für Familien mit einem krebskranken Kinde sowie für krebskranke Jugendliche und junge Erwachsene geworden ist. "Wir möchten den Eltern und den jungen Patienten die Angst vor der bedrohlichen Krankheit nehmen und ihnen das Vertrauen geben, das sie brauchen, um die Behandlungen, die bis an die Grenze des gerade noch Erträglichen gehen, durchzustehen", erläutert Vereinsgeschäftsführerin Eva-Maria Hehlert.

Über die Spenden-Hotline wurden bisher zwar erst rund 250 Euro akquiriert. Aber die dtms will dem Verein die 0190er-Nummer weiterhin kostenfrei zur Verfügung stellen.

Detlev Spierling
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