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SIM-Karten-Sicherheitslücke betrifft deutsche Nutzer kaum

Deutsche Kunden können sich entspannen: Die deutschen Mobilfunknetz-Betreiber teilten mit, die von ihnen ausgegebenen SIM-Karten seien von der entdeckten Sicherheitslücke nur sehr selten betroffen.

  In Deutschland werden offenbar kaum SIM-Karten mit alter Verschlüsselung eingesetzt.

In Deutschland werden offenbar kaum SIM-Karten mit alter Verschlüsselung eingesetzt.

Handykunden in Deutschland müssen sich wegen der in den vergangenen Tagen bekannt gewordenen Sicherheitslücke bei SIM-Karten kaum Sorgen machen: Die vier deutschen Mobilfunknetz-Betreiber teilten auf Anfrage mit, die von ihnen ausgegebenen Chipkarten für Handys seien von dem Problem nicht oder nur in geringem Maß betroffen. Durch die Sicherheitslücke, von der weltweit Millionen Handys betroffen sein könnten, lassen sich Handys weitgehend manipulieren.

Die Berliner Firma Security Research Labs hatte in den vergangenen Tagen gezeigt, wie mit bestimmten SMS-Nachrichten die Verschlüsselungen von Handy-SIM-Karten geknackt und damit die Geräte gekapert werden können. Dem Unternehmen zufolge besteht eine Vielzahl von Möglichkeiten, die gekaperen Geräte zu missbrauchen. So können etwa SMS verschickt oder Standortdaten ausgelesen werden. Außerdem sei es möglich, SIM-Karten zu klonen und gespeicherte Zahlungsdaten auszulesen: Kriminelle könnten dann auf Kosten anderer telefonieren, SMS verschicken und im Internet surfen.

Branchenkenner gehen davon aus, dass Kunden in Deutschland praktisch nicht von der Sicherheitslücke betroffen sind. Bei neueren SIM-Karten sind Kunden durch eine stärkere Verschlüsselung geschützt. Bei älteren Karten können die Netzbetreiber nach Branchenangaben per Funk die Karten-Software aktualisieren und so die Sicherheit erhöhen. Der Kunde merkt davon demnach nichts.

"Unsere SIM-Karten sind von dem Problem nicht betroffen", sagte eine Sprecherin der Deutschen Telekom in Bonn. Bei der Telekom sei selbst auf älteren SIM-Karten ein stärkerer Standard zur Verschlüsselung der Daten genutzt worden als bei jenen Karten, die von der Sicherheitslücke betroffen seien. Ob Kunden der Auslandstöchter der Telekom betroffen seien, prüfe der Konzern derzeit. Die Telekom ist Marktführer unter den Handynetzbetreibern in Deutschland. Rund 37 Millionen Verbraucher nutzen das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom.

Die Nummer zwei der Branche, die deutsche Tochter des britischen Konzerns Vodafone, will betroffene SIM-Karten von Mobilfunkkunden mit neuer Software aktualisieren und dadurch gegen die Gefahr von unbefugten Zugriffen sichern, wie ein Vodafone-Sprecher sagte. Diese Aktualisierung erfolge automatisch. Damit müssten sich Kunden selbst mit alten SIM-Karten, die weniger gut verschlüsselt seien, "keine Sorgen machen".

Auch die Nummer drei der Netzbetreiber, E-Plus, sieht ihre Kunden in Deutschland nicht durch das Problem gefährdet. "Der überwiegende Teil unserer SIM-Karten ist neueren Datums und deswegen nicht betroffen", sagte ein E-Plus-Sprecher. Bei diesen Karten werde eine stärkere Verschlüsselung genutzt. "Aber auch unsere älteren Karten sind nicht korrumpierbar."

Der viertgrößte Netzbetreiber, die deutsche Tochter des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica mit der Marke O2, rechnet allenfalls mit einer geringen Zahl betroffener Kunden. Das Unternehmen prüfe derzeit, bei wie vielen Karten die Sicherheitslücke bestehe, sagte eine Telefónica-Sprecherin. Das Problem könne es bei "sehr alten Karten" geben, wahrscheinlich aber seien die O2-Kunden "größtenteils nicht betroffen". Sobald das Unternehmen nähere Informationen habe, werde es seine Kunden informieren.

san/AFP/AFP

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