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Zoff bei den Wetter-Apps

Kann eine App das "Wetter" für sich beanspruchen? Platzhirsch "wetter.de" hofft auf den Bundesgerichtshof - angesichts einer Reihe von Nachahmer-Apps.

wetter.de gegen wetter-de: Zoff bei den Wetter-Apps

wetter.de gegen wetter-de: Zoff bei den Wetter-Apps

Wie schützenswert ist die Bezeichnung "wetter.de" für eine Smartphone-App? Das prüft der (BGH) anhand eines Namensstreits (Az.: I ZR 202/14). Im vorliegenden Fall hat der Anbieter von "wetter.de" einen Konkurrenten mit sehr ähnlichen App-Bezeichnungen ("wetter-de", "wetter DE" und "wetter-DE") unter anderem auf Unterlassung und Schadenersatz verklagt. Vor dem Landgericht Köln wie auch später vor dem Oberlandesgericht war die Klage erfolglos.

Aus Sicht der Kölner Richter ist "Wetter" ein allgemein beschreibender Begriff, der nicht geschützt werden kann. Der Zusatz "de" werde als bloße Länderzuweisung und Abkürzung für Deutschland verstanden. Zwar könnten Bezeichnungen für oder Domainnamen grundsätzlich unter den Werktitelschutz fallen - "wetter.de" fehle aber die notwendige Kennzeichnungskraft.

Bei der mündlichen Verhandlung vor dem BGH sah dies der Anwalt der verklagten Mowis GmbH (Inhaber der Internet-Domainnamen "wetter.at" und "wetter-deutschland.com") ebenso.

Der Vertreter von interactive - Anbieter von "wetter.de" - sah hingegen seine Titelschutzrechte an dem Domainnamen verletzt und verwies auf die Verwechslungsgefahr. Auch ärgert man sich, dass die eigene Werbung nun der Gegenseite zugutekommt. Schließlich war die RTL-Tochter schon seit 2009 mit ihrer Wetter-App unter der Bezeichnung "wetter.de" auf dem Markt - und damit zwei Jahre früher als die nun verklagte Konkurrenz.

Ob "wetter.de" dies etwas nützt, ist zweifelhaft: Es sei fraglich, ob auf dem jungen App-Markt von "Verkehrsgewöhnung" des Verbrauchers die Rede sein könne, meinte der Vorsitzende BGH-Richter Wolfgang Büscher in der Verhandlung. Mit einem Urteil des BGH wurde noch am Donnerstag gerechnet. 

cf/DPA

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