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Whatsapp: Die Geheimdienste haben es auf Ihre Chats abgesehen

Mit Whatsapp lassen sich Nachrichten verschlüsselt versenden, nicht mal die Betreiber können mitlesen. US-Geheimdiensten wie dem FBI ist das ein Dorn im Auge. Nur was genau sie unternehmen sollen, wissen sie noch nicht.

  Whatsapp verschlüsselt die Nachrichten seiner Nutzer.

Whatsapp verschlüsselt die Nachrichten seiner Nutzer.

Der Messenger Whatsapp gehört weltweit zu den beliebtesten Kommunikationsmitteln. Milliarden Nachrichten werden jeden Tag verschickt, dazu Fotos, Videos und Sprachnachrichten. Die Kunden schätzen die unkomplizierte Einrichtung und die weite Verbreitung. Dass ihre Nachrichten auch noch außergewöhnlich sicher sind, haben aber wohl die wenigsten auf dem Zettel. Es könnte sich auch bald ändern.

Denn die US-Bundespolizei FBI will Whatsapp knacken, das berichtet die "New York Times". Denn auch Kriminelle und Terroristen nutzen den Messenger. Und die Polizei und Geheimdienste können nicht mitlesen. Der Grund: Alle Gespräche über den Messenger sind mittlerweile verschlüsselt. Selbst Whatsapp kann die Milliarden Nachrichten, Fotos und Co. nicht mehr sehen. Man könne den Behörden schlecht Daten übergeben, die man gar nicht hat, sagte ein Unternehmenssprecher vor wenigen Wochen. Vorher hatte die brasilianische Polizei einen Facebook-Manager in Brasilien verhaftet, weil er Ermittlungen behindert habe. Er konnte Whatsapp-Gespräche zwischen Drogendealern nicht der Polizei übergeben.

Selbst Whatapp kann nicht mitlesen

Bereits Ende 2014 kündigten die Whatsapp-Betreiber an, die Nachrichten in Zukunft verschlüsseln zu wollen. Davor gingen persönliche Gespräche und peinliche Fotos offen sichtbar über die Whatsapp-Server. Mitarbeiter des Unternehmens hätten einfach reinschauen können. Und auch Geheimdienste weltweit machten gerne Gebrauch davon. Whatsapp half aus, wenn etwa Gerichte entschieden, dass die Daten benötigt wurden. Das geht jetzt schlicht nicht mehr.

Wie genau das FBI an die Whatsapp-Daten kommen will, weiß es selbst noch nicht. Zum einen ist auch den Geheimdienstlern klar, dass eine Hintertür für sie auch von Kriminellen und den Geheimdiensten anderer Staaten genutzt werden kann. Zum anderen wissen Kriminelle natürlich, wie sie sichere Gespräche führen können. Die FBI-Offiziellen plädieren deshalb für eine Zwischenlösung. Wie genau die aussehen soll, verraten sie bislang aber nicht. So einfach, wie ein Telefon abzuhören, wird es für die Schnüffler wohl so bald nicht mehr.

Auch Apple hat Ärger

In den letzten Wochen hatte vor allem der Kampf des FBI gegen Apple für Schlagzeilen gesorgt. Weil ein Attentäter ein verschlüsseltes iPhone bei sich hatte, verlangt das FBI von Apple, das Gerät zu entsperren. Dazu müsste der Konzern aber die Sicherheit aller iPhones aushebeln. Und weigert sich deswegen.

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