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Vorne Smartphone, hinten Kindle

Das spannendste Smartphone des Jahres kommt aus St. Petersburg: Das Yotaphone hat vorne ein HD-Display und auf der Rückseite einen E-Ink-Screen. Damit soll es stromsparender als die Konkurrenz sein.

  Interessantes Konzept: Das Yotaphone hat zwei verschiedene Bildschirme.

Interessantes Konzept: Das Yotaphone hat zwei verschiedene Bildschirme.

Moderne Smartphones haben Full-HD-Displays, Stereolautsprecher, hochauflösende Kameras und ultraschnelles Internet an Bord. Die Kehrseite der Medaille: Die Akkulaufzeit ist meist sehr kurz. Selbst gut ausgestattete Telefone halten bei durchschnittlichem Gebrauch nicht länger als zwei Tage durch. Genau hier setzt das russische Unternehmen Yota Devices an: Auf dem Mobile World Congress (MWC) in Barcelona präsentierte das Unternehmen einen Prototyp des Yotaphones, einem Smartphone mit zwei völlig unterschiedlichen Displays.

Auf der Vorderseite befindet sich ein 4,3 Zoll großer LCD-Bildschirm mit einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln. Als Betriebssystem dient die neue Android-Version 4.2. Im Inneren steckt ein Dualcore-Prozessor mit 1,5-Gigahertz-Taktung, dem zwei Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite stehen. Mit 32 Gigabyte Speicherplatz gibt es reichlich Platz für Multimedia-Inhalte und Apps. Das Yotaphone unterstützt außerdem das ultraschnelle mobile Internet LTE.

Kindle auf der Rückseite

Auf der Rückseite befindet sich ein weiteres 4,3-Zoll-Display, das allerdings auf der aus Kindle und Co. bekannten E-Ink-Technologie basiert. Wie bei Amazons E-Book-Reader benötigt das elektronische Papier kaum Strom. Dadurch wird der 2100 Milliamperestunden umfassende Akku geschont. Die Ersparnis dürfte beachtlich sein: Mehr als die Hälfte des Stroms wird von den riesigen HD-Displays verbraucht.

Bedient wird die E-Ink-Fläche nicht über eine Touch-Steuerung, wie sie beispielsweise der Kindle Paperwhite erlaubt, sondern mit Gestern auf einer berührungsempfindlichen Fläche unterhalb des Screens. Mit einem Wisch kann der Bildschirminhalt des LCD-Screens auf das E-Ink-Display geschoben werden. Der Nachteil: der graue Bildschirm zeigt alle Inhalte statisch an. Google Maps beispielsweise aktualisiert sich nicht, wenn sich der Nutzer bewegt.

Vorinstalliert sind bereits Facebook, Twitter und ein Programm zum Lesen von E-Books. Yota Devices stellt Entwicklern speziell angepasste Apps bereit, mit denen sie ihre Apps für den Bildschirm-Zwitter anpassen können. Dadurch ist es möglich, dass sich Twitter- oder RSS-Feeds automatisch aktualisieren, ohne dass der Nutzer ständig das Display an- und ausschalten muss. Praktisch: Wird das Smartphone auf die LCD-Fläche gelegt, zeigt das E-Ink-Display eingegangene Nachrichten und verpasste Anrufe an.

Das Yotaphone soll Ende des Jahres in den Handel kommen und wird rund 500 Euro kosten.

cf

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