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Beinchen

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Kinderorthopädie
Kinderorthopädie
Hilfe für eine gesunde Haltung

Wenn Kinder einen krummen Rücken, Plattfüße oder einen schiefen Hals, haben, ist das ein Fall für die Kinderorthopädie. Denn auswachsen werden sich diese Probleme nicht. Hier finden Sie Informationen zu den häufigsten Beschwerden und deren Behandlung.

Kultur
Kultur
Neu auf DVD: «Der gestiefelte Kater»

Keiner ist cooler im Märchenland als der gestiefelte Kater. Da war ein eigener Film für den Freund des grünen Ogers Shrek nur eine Frage der Zeit. Jetzt ist das Animationsabenteuer auf DVD/Blu-ray erschienen.

Die Sportwoche
Die Sportwoche
Schwindelerregende Kunstsprünge

Wenn Turmspringerinnen kopfüber mit dem Zopf wedeln, Tennisprofis am Kopfballspiel arbeiten und ein Nascar-Fahrer selbst die Zielflagge schwenkt, ist klar: Die Sportwoche hatte wieder einiges zu bieten.

Erdbeben im Osten der Türkei
Erdbeben im Osten der Türkei
Die Dramen von Ercis

Hoffnung und Trauer liegen nah beieinander im Erdbebengebiet der Türkei. Der 13-jährige Yunus, dessen Bilder gestern um die Welt gingen, ist tot. Derweil konnte ein Baby lebend geborgen werden.

Finale der
Finale der "Alm"
Manni Ludolf holt die Siegerglocke

Nach 15 Tagen zwischen Muh und Mäh steht fest: Schrotthändler Manni Ludolf ist Almkönig. Wird er deshalb bald für Nacktbilder posieren? Und wird Carsten Spengemann bald Adoptivpapa einer Kuh? Das trashige TV-Spektakel hinterlässt Fragen ? und zeigte zum Finale fast nur "Aufgewärmtes".

iPhone-Junkie
Blog "iPhone-Junkie"
Jump Out!: Käfer brechen aus dem Gefängnis aus!

Diese armen Käfer! Fiese Forscher haben sie in einen Pappkarton gesteckt. Hier sind sie nun sich selbst überlassen. Möchten sie nicht verhungern, so müssen sie in zurzeit 60 Leveln den Ausbruch wagen. Jump Out! sieht sich in bester Tradition von Spielen wie Cut the Rope. Und macht mit einer ganz eigenen Spielidee auch genauso viel Spaß. Jump Out ist das neue Spiel von Avallon Alliance , die bereits die App-Bestseller Doodle God, Doodle Devil und Crazy UFO verzapft haben. Nun also Jump Out. Das Spiel erinnert mit seiner niedlichen kunterbunten Optik sehr an Cut the Rope, auch der Niedlichkeitsfaktor der armen gefangenen Käfer ist ähnlich hoch angesiedelt. Zurzeit gibt es im Spiel 60 Levels, die auf zwei Level-Packs mit unterschiedlicher Kulisse aufgeteilt sind. Neue Level-Sets sind bereits in Vorbereitung und werden demnächst über kostenfreie Updates in das Spiel nachgepflegt. Das ist eine Vorgehensweise, die sich zum Wohl der Kunden immer häufiger durchsetzt. Für nicht einmal einen Euro bekommt man so immer wieder neuen Spielspaß serviert: Bei welchem anderen Konsolensystem gibt es schon so viel Leistung füs Geld? Doch worum geht es? In jedem Level sind immer zwei kleine Käfer in einer Pappkiste gefangen. Weit entfernt von den Käfern klafft ein Loch in der Pappe. Dieses Loch gilt es nun schnell zu erreichen. Wenn auch nur einer der Krabbler es schafft, lebend durch das Loch ins Freie zu gelangen, so gilt der Level als gemeistert. Anderenfalls muss er noch einmal neu begonnen werden, was auch kein Drama ist. Unterwegs können bis zu drei gelbe Sterne eingesammelt werden. Das ist natürlich toll für den Punkte-Score. Die beiden Käfer hocken zunächst auf einem kleinen roten Rädchen, das sich um die eigene Achse dreht. Der Spieler kann nun einen der Käfer mit dem Finger am Hintern packen. Sobald der Finger nach hinten gezogen wird, holt der Spieler Schwung - wie mit einem Gummiband. Wird der Finger vom Display genommen, fliegt der Käfer mit Schmackes in die entgegengesetzte Richtung. Eine Strichellinie zeigt vorher den Kurs an - das hilft beim Zielen. Wie bei Cut the Rope, so legt auch dieses Spiel größten Wert auf eine korrekte Berücksichtigung der Physik. Das bedeutet, dass die Käfer physikalisch korrekt durch den Parcours sausen und einmal aufgekommen, noch weiter über den Boden schliddern und rumpeln. Hoffentlich genau ins Loch. Das größte Problem bei diesem Spiel ist, dass die Käfer nicht zu Boden fallen dürfen. Sobald sie "herunterfallen", strecken sie alle sechs Beinchen in die Luft, schließen theatralisch die Augen und hauchen mit einem leisen Seufzer ihr digitales Leben aus. Zum Glück hängen überall in der Luft weitere Rädchen und andere Hindernisse. Sie müssen gezielt angesprungen werden, um sich durch den Level zu bewegen. An diesen Hindernissen bleiben die Käfer sofort kleben - und hier kann ihnen nix passieren. Dieses Spielprinzip hat man auf jeden Fall schnell verinnerlicht, sodass man sich ganz auf das Spiel und einen guten Score konzentrieren kann. Der Schwierigkeitsgrad nimmt im Spiel stetig zu. Schon bald gibt es Luftströme vom Fön, die den Käfer sofort mitreißen. Und es kommen Blitzbarrikaden zum Einsatz, die besser nicht berührt werden. Dafür erhält der Spieler neue Käferarten zur Verfügung gestellt, die sich in Form und Farbe von den grünen Allerweltskrabblern unterscheiden. Jede Käferart hat ihre ganz eigene "Power", die es in Eigenregie herauszufinden und zum Knacken des Levels einzusetzen gilt. Fazit: Jump Out! ist ein weiteres Klassespiel aus dem App Store, das gerade einmal 79 Cents kostet und Spielspaß satt bietet. Mit dem Spiel kann man richtig Spaß haben. Und es ist ja auch ein schönes Ziel, den Käfern ihre Freiheit zu schenken. So steht das Game in einer Reihe mit den jüngsten Kultspielen wie Burn it All oder Air Penguin. Die Spieler sollten freilich schon mit einem Auge auf das erste Update schielen. Die Entwickler versprechen dann Retina-Grafiken, Support für das Game Center, mehr Lokalisierungen in andere Sprachen und natürlich neue Levels. ( Carsten Scheibe ) Jump Out! 1.0 Anbieter: Avallon Alliance Größe: 13,6 MB Preis: 0,79 Euro Sprache: Englisch Wertung: ***** (5 von 5) Link zur Homepage Link zum AppStore Wichtig : Das ganze Wochenende über sind zahllose Big Fish Games von zT 7,99 Euro auf 0,79 Euro reduziert - für iPhone und iPad. Mehr Infos dazu HIER auf Allemeineapps.de .

Der getrennte Papi
Blog "Der getrennte Papi"
Aua, sehr (49.)

Oder: Einige Beobachtungen von Mann zu Männlein - und wohl retour. Worum es heute geht: Das Abschiednehmen, der Sohn, der Bruder, der Nervfaktor, die bisweilige Ungeduld des getrennten Papi, Bettgeflüster, das Wachsen, die Schmerzen, die Unwiderstehlichkeit - und Miles Davis' und Gil Evans' Directions. Es ist immer wieder merkwürdig, von den Kindern Abschied-Zu-Nehmen, besonders wenn man die Ferien über miteinander verbracht hat, fast 24 Stunden rund um die Uhr zusammen war, ziemlich viel gereist ist, was allerdings mit Alexander und Marie fast immer null Problemo ist. Sie sind coole Reisekinder und finden es spannend, Orte zu wechseln, liebe Menschen hier und dort zu treffen, neue Orte auszukundschaften und an bekannten Orten zu verweilen. Ja, so ist denn das erneute vorübergehende Voneinander-Abschied-Nehmen merkwürdig und passiert bei dem getrennten Papi immer zackzackzacko. Gemeinsam holten wir Drei die Mama vom Flughafen ab und die Drei brachten den getrennten Papi dann in die Stadt und der verabschiedete sich fix - weil er nie so recht weiß, was er in den Sekunden der fallenden Abschieds-Worte noch sagen soll. Außer der durchaus wichtigen Feststellung, man sehe sich ja doch bald wieder, etwa beim Schul-Gottesdienst in dieser Woche und dann hole der getrennte Papi zuerst Alexander vom Kindergarten ab und dann kämen die Zwei in die Kirche, um zu sehen wie Marie die Schneeflocke spielt und singt und das sei schon wieder in drei Tagen, also, man sähe sich ja doch bald wieder. Ist dies nun ein lässliche, sagen wir, sprachliche Ungenauigkeit (den Begriff einer kleinen Schwindelei gilt es an dieser Stelle zu vermeiden), um den Kindern immer wieder und immer wieder und immer wieder und...zu sagen: "Bald haben wir uns wieder" . (Klammer auf: "Auch wenn nur einige Tage ganz schön lang werden können, für Euch & für mich" , Klammer zu). Gerade, wenn der getrennte Papi bei seinem Sohn das Gefühl hat, er könne täglich beobachten wie der sich weiterentwickelt von einem kleinen Kind zu einem echten Jungen wird. Dabei hat er sich gegen eine doch gerne das letzte Wort habende Schwester durchzusetzen, die allerdings in letzter Zeit ihrem Bruder öfters sagt, dass sie ihn sehr lieb hat und ziemlich cool und seinen trockenen Witz lässig findet. Aber natürlich kann das Männlein auch zwischendurch alle just Anwesenden verdammt-noch-nerven. Etwa als wir uns etwa auf einer der Zug-Rückfahrten in den Ferien befanden und die Deutsche Bahn sich einmal mehr Hunderttausende von Verfluchungen gefallen lassen musste, weil zehnmal mehr nichtsundnichts funktionierte, was von einer funktionierenden Deutschen Bahn eigentlich in einem hoch industrialisierten Land in Mitteleuropa, das überall in der Welt doch immer mehr Verantwortung übernehmen will, zu erwarten wäre. Also, wir waren in einem Abteil, der Zug hielt dauernd irgendwo, ohne das uns jemand verriet, warum und wenn es jemand versuchte, dann konnten die Fahrgäste nichts verstehen außer einem Knistern, das entfernt an eine vorderasiatische Sprache erinnerte. Alexander hatte super durchgehalten, aber die letzte der fünf Stunden reichte es ihm und seinen verständlichen Protest äußerte er indem er 60 Minuten lang den Schnupfen in seiner hübschen Nase hochzog - lamentierend, laut, lästig. Die anderen drei Fahrgäste (ein Elternpaar, das sich hätte beschweren können und deren einjähriges Kind, das sich noch nicht beschweren konnte) liessen es erstaunlich klaglos, wenn auch pikiert über sich ergehen. Allein dem getrennten Papi platzte nach schätzungsweise über dreihundert-oder-so leisen und verständigen Ermahnungen, Alexander möge bitte auf die übrige Besatzung des Abteiles Rücksicht nehmen, laut und sehr vernehmlich der Kragen. "Verdammt noch eins: jetzt ist Schluss damit". Selbstverständlich war bis Hamburg mitnichten Schluss damit, Alexander war durch mit sich, der Bahn, seinem Vater und überhaupt. Das sind dann die Momente, in denen der Nervfaktor die Oberhand gewinnt, dem getrennten Papi der Engelsgeduldsfaden reisst, was ihm natürlich in derselben Zehntelsekunde total, unendlich und zweifelsohne leid tat. Aber als das Sohnemännlein sich schließlich weigerte, nach Verlassen des elenden Zuges nur das leichteste Gepäckstück mitzunehmen (während Marie sich wirklich abbuckelt), fällt die Stimmung zwischen Senior und Junior auf den Gefrierpunkt - ganz als reichte es nicht, dass es draußen schon eine Eiseskälte um sich gitff und uns allen die Hände abfroren. Zuhause ging es bald und eher zweckmäßig ("Wascht bitte Eure Hände, putzt Euch die Zähne, wo sind die Kuscheltiere, ab in die Kiste!") zu und nach kurzem Bettgeflüster der großen Schwester mit dem kleinen Bruder und umgekehrt, senkte sich nach weniger als zehn Minuten kindlich-selige Schlafensruhe über die Wohnung. Die hat es zwar meistens unter weniger angespannten Verhältnissen ebenfalls, aber der getrennte Papi genoss sie doch sehr. Die Nacht fiel weniger entspannend aus, Alexander wächst gerade und wenn er wächst, dann tut das Wachsen in seinen Beinen weh: Aua, sehr. Schmerzen, die der getrennte Papi ein jedes Mal vollkommen nachvollziehen kann, denn ihm ging es ebenso und es fühlt sich derart echt an als wäre es gerade erst gestern mit ihm und in seinem Körper geschehen. Also wurde sechs- oder siebenmal aufgewacht, die zarten Beinchen wurden gestreichelt und nochmals gestreichelt und noch mehr gestreichelt, das hilft nicht, aber es beruhigt, immerhin, mitten in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Am folgenden Morgen scheint dann kaum etwas vorgefallen zu sein, Alexander ist wieder bester Dinge und teilt als erstes dem getrennten Papi erleichtert und fröhlich mit: "Meine Beine tun nicht mehr weh". Ausserdem fiel uns Beiden gleichzeitig auf, dass wir uns gestern keinen gegenseitigen Gutenachtkuss gegeben hatten, allerdings weniger aus bilateraler Wut als aus Erschöpfung über die saublöde Zugfahrt. Also geben wir uns einen liebsten Gutenmorgenkuss (den er, wie der getrennte Papi früher auch, hinterher rasch abwischt) und wir finden uns (wie fast immer) unwiderstehlich und beschließen (logisch), uns wieder zu vertragen, obwohl wir uns gar nicht zerstritten hatten. Puh, das ging wieder gut und ich habe wieder gute Gründe, über pädagogische Grundkonzepte in Praxis und Theorie nachzudenken. Er hört dabei Directions von Miles Davis mit dem Gil Evans Orchestra und freut sich riesig auf ein Wiedersehen mit seinen Kindern, sind ja nur  noch drei Tage. Dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...

Der getrennte Papi
Blog "Der getrennte Papi"
Füsse, lachend (37.)

Oder: Im Winter ist Vergangenheit näher, im Sommer die Gegenwart. Worum es heute geht: Dicke Sachen (warm), laufende Nasen (kalt), anderes Zeitgefühl (fremd), Kekse backen (lecker), Weihnachtskalender (dreifach), Wachstums-Schmerzen (aua), Füsse anmalen (lustig) & Neil Young (weise). Dem getrennte Papi war zum ersten Male in diesem Herbst fröstelig, in Hamburg wird es kalt, die ersten Schneeflocken stehlen sich vom Himmel, unten angekommen verwandelen sie sich in schmuddeliges Wasser, das an Bordsteinen zerfliesst. Ich bin kein Winter-Mensch, nicht, das dieser Umstand nun für Sie ein bedeutsamer Umstand zur Einordnung wäre, allein, ich bin überhaupt und überhaupt und überhaupt kein Winter-Mensch. Womöglich mögen Sie den Winter, freuen sich sogar drauf, ja, Sie wünschen sich jede Menge Schnee? Okay, dann sind wir ausnahmsweise eben nicht auf einer Wellenlänge, "mir doch egal" (würde Alexander trotzig sagen) oder "das ist jetzt unfair" (würde Marie sagen). Ich kann es, Himmelherrgottnochmal, nicht ändern: Der Winter kann dem getrennten Papi gestohlen bleiben. Sich und die Kinder muss man nun permanent dicke Sachen anzwängen, eher zu viel als zu zu wenig, weil es es sonst zu warm wird oder eher zu wenig als zu viel, weil es sonst zu kalt wird oder irgendwas in der blöden Mitte. So oder so, laufende Nasen tröpfeln sich draussen dauernd weg, Hände frieren sich rissig trotz Handschuhen, Füsse dampfen vor sich hin in zu dicken Socken und selbst Alexander friert erstmal im Kinderkarussell auf dem Weihnachtsmarkt, der Innenminister rät uns Bürgern ja dazu, in demokratischer Bürgerpflicht dorthin zu gehen. Wir trotzen mit Glühwein und Lebkuchen " islamistischer Terrorgefahr" , die allenthalben beschworen wird. Und wer Widerstand leistet gegen Atomkraft, Castor-Transporte oder unverantwortliche Endlagerung von Atommüll (was für ein Euphemismus, dieser Begriff), durchaus mit dem Hinweis, dass unsere Kinder eine bessere denn eine strahlende Zukunft verdienen, wird vorsorglich mal in die bürgerschreckige Ecke geschoben. Sind wir wieder eine kleine radikale Minderheit? Ja, das war jetzt ein weiter Bogen vom Kinderkarussell nach Gorleben und anderswo, aber dem getrennten Papi reicht die Debatte um die innere Sicherheit, wo doch die künftige Gesundheit unserer Kinder ohne restlaufzeitiges Wimpernzucken riskiert wird und der dauergefährlichste Atomdreck jetzt etwa nach Russland exportiert wird. Genau dahin, wo ohnehin schon viele Kinder an Leukämie erkrankt oder gestorben sind oder sterben werden. Der Vorteil ist, dass deren elendiges Ende weit, weit weg passiert; die Schmerzensschreie verhallen irgendwo zwischen den Korridoren der Macht und den Niederungen der Ohnmacht, das ist praktisch, schreit uns nicht in die Ohren, bohrt sich nicht in unser eher mediales denn kollektives Gedächtnis. Ach, der Winter vertieft dieses drückende Gefühl der Fremdbestimmtheit, die schwerelose Gegenwarts-Magie des Sommers scheint auf immer dahin zu sein, die wunderbare von-Tag-zu-Tag-Nonchalance ist früher Dunkelheit und später Helligkeit gewichen. Der getrennte Papi weckt die Kinder und versteht, dass Marie und Alexander sich nur schwer aus dem Bett herausschälen mögen. Die eine oder andere Aussicht hilft dann, etwa Kekse backen beim Kindergarten-Freund und der Stolz in den Augen, wenn der getrennte Papi seinen Sohn abholt und der kleine Mann sagt: "Guck' mal Papi, die habe ich gemacht und die schmecken wirklich lecker." Und die schmecken wirklich lecker und der getrennte Papi bedauert, dass er nur "zwei, na gut, drei" abbekommt, besser wie nix. Dann wird Marie abgeholt, sie war mit der Omi in der Stadt unterwegs und wie sie da so steht mit dem Ranzen auf dem Rücken, eingemummelt und kauernd in ihrer Winterjacke, "Paaapi" ruft, wirkt sie zu gleichen Teilen wie ein halbes Kind, das schneller als erwartet zum ganzen Teenager wird. Auf der Bus-Fahrt nach Hause zum getrennten Papi wird beschlossen, drei Schoko-Weihnachtskalender zu kaufen, damit wir für den ersten Dezember (und ff). auch bloß gewappnet sind. Nicht auszudenken, wir könne kein Türchen öffnen, rechtzeitig. Sehr wohl auszudenken sind allerdings die Beinchen von Alexander, der über "Wachstumsschmerzen" klagt (das sagt er wirklich), die wiederum hat er vom getrennten Papi geerbt, der sich daran noch lebhaft erinnern kann, immerhin einige Jahrzehnte später. An dieses unbestimmte Ziehen und Zerren, das auf und ab pulsierte und dem man sich hinzugeben hatte, aber wer wollte schon blechtrommlig wie Oskar Matzerath enden, also gab man dem Aua-Spüren des Wachstums nach und es wurde wenigstens etwas besser. Eine weitere Methode des Weg-Spürens ist die Ablenkung: Der getrennte Papi hat dieses Mal eben jene Methodik gewählt und Alexander und Marie vor dem Einschlafen lachende Gesichter und Herzen auf ihre Füsse gemalt (ist mit dünnen Filzstiften gar nicht einfach, kitzelt nämlich und die Linien wollen oft nachgezogen sein). Logo, dass die Kinder dem getrennten Papi auch ein fröhliches Gesicht auf den Fuss gezaubert haben, das er mit ins Bett genommen hat, später, nicht ohne vorher dieses Werk im Photo festgehalten zu haben, you never know. Nun reisst der Papi trotz der Kälte das Fenster nochmals auf, die trockene Luft macht etwas dösig, dazu singt Neil Young, dieser weise Rocker: "Prairie Wind Blowin Through My Head/ Prairie Wind Blowin Through My Head/ Tryin To Remenber What My Daddy Said / Prairie Wind Blowin Through My Head" (auf der Must-Have-CD "Prairie Wind" ). Und ich vermisse meinen Vater gerade, einmal mehr, verdammt und ich fühlt mich auf einmal doppelt zerlegt, wie die Assistentin des Zauberers, die immer diese unsichre Ahnung hat, dass sie doch mal zersägt werden könnte. Aber dazu alsbald mehr vom getrennten Papi...

Games Check - das Spielemagazin
Games Check - das Spielemagazin
Ein Igel hat das Laufen satt

Statt seine Beinchen zu benutzen, schwingt sich der berühmte Igel Sonic nun lieber ins Auto. Ins Ziel schafft es der Fun-Racer "Sonic & Sega All-Star Racing" aber nur als Zweiter. Außerdem in Games Check: "Heavy Rain" und "Silent Hill: Shattered Memories".

"Machinarium"
Viel Blech, noch mehr Herz

Das skurrile Adventure "Machinarium" erzählt die Geschichte eines kleinen Roboters, der einen Bombenanschlag vereiteln und seine große Liebe wiederfinden will. Sein rostiger Industrielook verleiht dem PC-Spiel eine seltsame Melancholie. Leider stimmen auch einige spielerische Makel traurig.

Schulprojekt
Schulprojekt
Bienenschwarm im Klassenzimmer

Wissenschaftler der Universität Würzburg haben zwei Bienenstöcke verkabelt und mit kleinen High-Tech-Kameras versehen. Dadurch können künftig Schüler den 40.000 Insekten rund um die Uhr beim Arbeiten zuschauen.

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