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14. Februar 2008, 05:08 Uhr

Flossen hoch!

Findet Nemo: Der Unterwassertrip "Endless Ocean" ist mehr Bildschirmschoner als Spiel.

Das Vorweg: Wer sich eine temporeiche Handlung erhofft, der wird definitiv enttäuscht. Das Spielprinzip hat mehr mit Meditation gemein als mit Action. Den größten Teil der Zeit verbringen geneigte Wii-Spieler damit, in zeitlupenartiger Ruhe kontemplativ durch das Meer zu tauchen, während im Hintergrund Musik läuft, die einer Entspannungs-CD aus dem Supermarkt entstammen könnte.

Statt Kämpfe gegen Haie steht dann auch eher das Kennenlernen von diversen Fischarten auf der Agenda. Zwar gibt es Aufträge per eMail, die man annehmen kann, doch diese sind meist eher geruhsamer Natur - etwa Fotos von Fischen schießen oder einem Tauch-Anfänger eine bestimmte Gattung präsentieren. Ebenfalls Teil des Plots ist eine Nebenfigur an Bord des Segelschiffes: eine wasserscheue Meeresbiologin, mit der man zusammenarbeitet und die man im Laufe der Zeit näher kennenlernt. Ganz zu schweigen von den Pinguinen, die sich gern an Deck sonnen.

Die Steuerung ist intuitiv erlernbar. Benötigt wird dazu lediglich die Fernbedienung, die geneigt und gehoben und seitlich gekippt wird, um die Protagonistin zu bewegen. Durch Füttern, Antippen oder Streicheln von Fischen gewinnt man das Vertrauen der Tiere. Und je mehr man sich mit den Meeresbewohnern beschäftigt, desto mehr Wissenswertes taucht als Lektüre in Popup-Fenstern auf. Gerade jüngere Nintendo-Besitzer lernen so spielend und dürfen sich später sogar mit einem Delfin anfreunden und ihm Kunststücke beibringen. Wer will, kann den großen Tümmler auch als Gefährten auf seine Tauchgänge mitnehmen oder ihn gar als biologischen Propellerantrieb nutzen, indem man sich an seinen Rumpf hängt und ziehen lässt. Apropos Gefährten: Per WiFi können sich reale Spieler zu Tauchgängen unter Wasser treffen, was dem Ganzen eine neue Dimension eröffnet, aber den Beigeschmack des Unsinnigen nicht ganz los wird.

"Endless Ocean"-Spieler brauchen vor allem Geduld, denn in dieser virtuellen Unterwasserwelt ist definitiv der Weg das Ziel. Dafür wird man mit einer für Wii-Verhältnisse gelungenen Optik belohnt, die dafür sorgt, dass der Tauchgang halbwegs realistisch wirkt. Eine Zoomfunktion erlaubt, die maritime Flora und Fauna aus nächster Nähe zu inspizieren.

Hut ab vor dem Eifer der Spieledesigner: Man merkt sehr deutlich, mit wie viel Leidenschaft und Liebe zum Detail sie an die Aufgabe gingen, das Leben unter Wasser für den Spieler so plastisch und real wie möglich erlebbar zu machen. Sogar Plankton schwimmt, vom Rhythmus des Wassers bewegt, zwischen den Felsenriffs. Um Spieler motiviert zu halten, werden erfolgreiche Tauchgänge mit neuen Hilfsmitteln, Infos und Fundstücken belohnt.

Bleibt zum Schluss die Frage: Taucht das was? Junge Unterwasserfreunde und ozeanaffine Casual Gamer dürften ihre Freude an "Endless Ocean" haben. Alle anderen können das Game im Aquariumsmodus zumindest als Bildschirmschoner nutzen ...

Endless Ocean
Hersteller/Vertrieb Nintendo/Nintendo
Genre Sonstiges / Besonderes
Plattform Wii
Preis ca. 40 Euro
Altersfreigabe o.A.
Michael Eichhammer/Teleschau
 
 
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Star Trek
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