Sortieren nach: Relevanz | Aktualität |
Nach einem Einbruch in seine Wohnung hat der französische Komponist Charles Dumont die Täter angefleht, ihm wenigstens seine Erinnerungsstücke an die Chanson-Sängerin Edith Piaf zurückzugeben.
Norbert Röttgen, von der Unionsfraktion ohnehin nicht heiß geliebt, hat sein Standing nochmal verschlechtert, weil er nicht nach NRW gehen will. "Feigling" ist ein noch harmloses Schimpfwort.
Ein Schreibset von Adolf Hitler ist in den USA für 423.
Sony hat auf der IFA 2011 sein Tablet S vorgestellt. Das Gerät, das vorher unter dem Arbeitsnamen S1 bekannt war, ist das erste Tablet des Elektronikkonzerns.
Wie würde das "Super Mario"-Universum für Erwachsene aussehen? Der Illustrator Mike Puncekar unterzieht in seinen Entwürfen Marios Feinden ein angsteinflößendes Horror-Lifting, wie es nicht einmal Tim Burton gelingen würde.
Jahrelang präsentierte Weinguru Hardy Rodenstock immer neue sensationelle Funde aus vergessenen Kellern. Seinen größten Coup, die Jefferson-Weine, hat ein US-Milliardär analysieren lassen. Ergebnis: Die Flaschen sind gefälscht. Nun ermittelt das FBI.
Was schenkt man Menschen zur Hochzeit, die alles haben? Die schwedische Antwort darauf lautet: Topflappen. Das Prinzenpaar Victoria und Daniel wurde jedenfalls damit überhäuft. Eine Ausstellung zeigt jetzt ihre Hochzeitspräsente.
Oder: Manchmal helfen, tatsächlich, vorübergehend, Gummischnuller Worum es diesmal geht: Menthe Verte, ein schlechtes Gewissen, ein Tief, meine Eltern, meine Kinder, meine Gefühle, eine Hochzeit, ein Bild aus New York, Christo und Jeanne-Claude, ein Bild im Kopf, ein Buch, einige sehr schöne Muscheln, ein Cover von "W" und ein alter Porsche, dem die linke Fahrertür fehlt. Jetzt hab' ich eine Kerze angemacht, Menthe Verte, eine alte Diptyque, riecht so frisch, draußen ist es kühler, drinnen soll es wärmer sein, dazu passen Iron & Wine ("Live in Lollapalooza 2006"), danach William Fitzsimmons ("The Sparrow And The Crow"). Ach, Sie können es ja ruhig wissen: heute ist's eher melancholisch, die Kinder sind seit vorgestern für eine Weile nicht mehr im (besagten) schmalen Bettchen, allein schläft es sich jetzt ein wenig platziger, allein schläft es sich aber ein wenig traumloser, merkwürdig. Oder eben auch nicht. Auf jeden Fall plagt den getrennten Papi ein schlechtes Gewissen: in einem Süßigkeits-Verwöhn-Dich-Selbst-Anfall hat er die letzten Haribo-Gummischnuller, die sich eigentlich Sohnemann Alexander beim nächsten Besuch hätte gönnen wollen, vor dem Blog-Schreiben vernascht (euphemistisch, das suggeriert eher Wohlanständigkeit beim Konsum). Ach, heute ist so einer dieser Tage, in denen die Melancholie doch regiert und sich durch den Tag in den Abend zieht, "Peace Beneath The City" intonieren Iron & Wine, drängend und drängender, wer kann da schon weghören. Es helfen Blicke auf Bilder meiner Eltern, die schon lange nicht mehr leben, jedoch stets gegenwärtig sind, meine Schwester hat die Schwarz/Weiß/Bilder vor langer, langer Zeit gemacht, fein, klar und konturiert. Ach, wie sehr und sehr gern hätten sie meine Kinder gesehen und wie sehr und sehr gern hätten meine Kinder sie gesehen. "Nur einmal", hat Marie einmal gesagt, "nur einmal." Als sie sich das mit einem tiefen Blick ihrer braunen Augen wünschte, hätte ich sie noch fester drücken können als ich es schon tat, ohne ihr dabei ganz die Luft zu nehmen vor lauter Liebe. Ach, vor lauter Liebe: ein sehr guter Freund wird morgen seine Liebste heiraten. Gibt es schon noch, das Ja-Wort für den Rest des Zusammenlebens, romantisch wird es werden, eine Trauung in einem herrlichen Park. Der Blick des getrennten Papi fällt auf ein Photo aus New York, Mitte der neunziger Jahre, aufgenommen von einem Dach in SoHo, die Sicht wird freigegeben auf den Broadway und nach Innen wird der Blick gerichtet auf eine andere Hochzeit vor knapp elf Jahren, auch in New York City, damals ein Traum, heute ein gewesener Traum. Irgendwie scheint es heute der NYC-Memorial-Day zu sein, kam doch der Brief von Christo, das von Jeanne-Claude (1935-2009) und ihm seit dreizehn Jahren verfolgte Projekt "Over The River" (www.overtheriverinfo.com) - es befindet sich ein einer kritischen Phase - zu unterstützen, etwa durch eine Mail an das Bureau of Land Management im US-Bundesstaat Arkansas, dort ist der Colorado River zuhause (co_otr_comments@blm.gov). Christo habe ich am Vorabend zum Memorial für seine geliebte Jeanne-Claude im Metropolitan Musuem of Art gesehen, wir waren mit Freunden gemeinsam essen, er war geistreich, humorvoll, klug wie immer und bemerkte: "Viele fragen: wie geht es Dir? Was für eine dumme Frage, wie soll es mir gehen, wenn die Frau, die ich seit 50 Jahren liebte, nicht mehr da ist?" Und mir ist ein Bild im Kopf verhaftet wie der getrennte Papi die Eheringe bei Tiffany kaufte, eine Freundin hat sie dann nach deren Gravur bis zur Hochzeit aufbewahrt, ja/ja/ja, es geht heute zu melancholisch zu im Papi-Blog. Da hilft dann, rasches Ablenken, noch ein Buch, "Fifth Avenue, 5 A.M. - Audrey Hepburn, Breakfast At Tiffany's, And The Dawn Of The Modern Woman", höchst amüsant und geistreich, Holly Golightly Forever , muss den Film doch mal wieder/zum x-ten Mal schauen und die Truman Capote-Novelle zum dritten Mal lesen. Es gibt so Bücher, Filme oder Platten, die werden immer besseer je älter sie sind oder werden. Schätze mal, das gilt auch für die Muscheln, die der getrennte Papi von seiner Tochter geschenkt bekommen hat. Sie liegen auf einem der wunderbarsten Magazin-Cover überhaupt: es ist eine "W"-Art Issue, es zeigt Linda Evangelista, irgendwo in Manhattan, sie hält ein Pappschild - "It Must Be Somebody's Fault". Ironie, wütend fragte mich vor einigen Tagen Alexander, wer die linke Tür an seinem Porsche-Spielzeugauto kaputt gemacht habe, selbstverständlich kam er selbst "tausendprozentig" nicht in Frage, höchstens der ab und zu "blöde Papi" oder "die doofe Schwester", selbstverständlich ist das weniger so ernst gemeint als es ernst so formuliert und ernst so herausgesagt wurde. Am Ende der Tage liegen wir uns immer zu Dritt in den Armen, wissen um unsere zwei Heimaten, eine im Herzen, eine in der Zukunft. War etwas melancholisch heute, alsbald trotzdem mehr vom getrennten Papi...
Die "Jefferson-Flaschen" machten Hardy Rodenstock weltbekannt. Aber fand er sie wirklich in Paris, wie er behauptet? stern-Reporter sind auf Graveure im Westerwald gestoßen, die behaupten: Moment, solche Flaschen haben wir doch gemacht!
"Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker", hat Che Guevara angeblich mal gesagt. Ähnlich lyrisch sieht man das auch in Angela Merkels Kanzleramt. Dort hatte ich schon vor ein paar Monaten auf Basis des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) Einsicht in die Akten verlangt, aus denen hervorgeht, was für Geschenke die Mitglieder der Bundesregierung in den vergangenen 12 Jahren erhalten haben – und was mit diesen geschehen ist. Präsente, die die Kanzlerin und ihre Minister „mit Bezug auf ihr Amt erhalten“, dürfen sie nämlich nicht einfach behalten. Vielmehr entscheidet das Bundeskabinett, was mit den milden Gaben geschieht. Den Antrag hatte ich übrigens gestellt, nachdem wir die Meldung über ein kostenloses Upgrade für den niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) gelesen hatten. Das bekamen Wulff und seine Frau von Air-Berlin-Chef Joachim Hunold, erstatteten den Differenzbetrag dann aber lieber wieder zurück. Jetzt schickte mir das Kanzleramt die Antwort auf meinen Antrag. Leider, leider wurde er abgelehnt. Kanzleramtschef Ronald Pofalla (auch CDU) will sich nicht in die Akten gucken lassen. Warum nicht? Die Beamten brauchten sechs Seiten und schwangen sich zu einer Politpoesie auf, angesichts der Ernesto Che Guevara vor Neid erblassen würde. „Über die Verwendung der Geschenke wird nach entsprechender Mitteilung im Kabinett beraten und entschieden“, entnehmen wir dem Schreiben. „Dabei geht es um gewichtige und teilweise politisch heikle Entscheidungen. Der Austausch von Geschenken insbesondere beim Besuch anderer Staaten hat eine große historische Tradition und ist Teil des zwischenstaatlichen Zeremoniells. Diplomatische Geschenke sind Symbole des kulturellen Austauschs zwischen Völkern und Nationen. Meist genießen sie höchste Wertschätzung beim Beschenkten und sind Anknüpfungspunkte für kulturübergreifende Beschäftigung mit dem Anderen.“ Mit dem Anderen! Schön, dass unsere Regierungsmitglieder im harten Alltag der internationalen Beziehungen auch mal innehalten und die Begegnung suchen mit dem Gegenüber! Jedenfalls „meist“. Und wer weiß, vielleicht erfahren sie in der Konfrontation mit dem Mitmenschen aus der fremden Kultur auch etwas über sich? „Was wollte mir Kasachstans Präsident Nursultan Nasarbajew über das goldene Teeservice mit Kamelkanne mitteilen?“, wird Kanzlerin Merkel im Januar 2007 gegrübelt haben. Tee! Kamel! Rätselhafte zentralasiatische Steppe! Oder diese schwere ledergebundene Sammlung mit CDs und DVDs aus Hollywood, mit goldener Gravur, von George Walker Bush damals im Jahr 2006. Ja, auch der Amerikaner hat Kultur – man sieht das an der Goldgravur. Von diesen beiden Beispielen wissen wir dank des Politikchefs der Illustrierten „Bunte“, Tobias Lobe. Der, in der Tradition des Blattes stark aufs genaue Hingucken orientiert , durfte vor zwei Jahren in die Asservatenkammer im dritten Stock des Kanzleramtes, wo all die Pretiosen aufgebahrt sind. Aber zurück zum leider negativen Bescheid des Kanzleramtes, den wir heute bekommen haben. Abgelehnt wurde er auch, weil die Entscheidungen über all die Teetassen und CDs nun mal zum „innersten Bereich der Willensbildung der Bundesregierung“ gehörten und „damit Bestandteil des Kernbereichs exekutiver Eigenverantwortung“ seien. Der sei auch laut IFG vom neugierigen Zugriff des Bürgers ausgenommen. Dieser ist nach der Gesetzesinterpretation des Kanzleramts nämlich nur bei „den öffentlich-rechtlichen Verwaltungsaufgaben“ möglich. Genau das gilt zwar nach dem von den Kanzleramtsleuten - falsch - zitierten Paragraphen ausdrücklich gerade nicht für Behörden wie die ihre. Aber was soll auch all die staubige Juristerei, wo es doch um Staubfänger – Pardon, um höhere Güter geht, um Geschenke als „Ausdruck der Hochachtung gegenüber den Repräsentanten Deutschlands“. Denn „sie symbolisieren und verkörpern die Wertschätzung anderer Staaten, eines Vertreters einer Institution oder einer Privatperson für den Beschenkten“. Und „mit der Entscheidung durch die Bundesregierung über die Verwendung wird dem Geschenk ein besonderer Stellenwert eingeräumt“. An dieser Stelle des amtlichen Bescheids folgen zwei Sätze, die für sich genommen rätselhaft erscheinen mögen: „Allerdings“, so das Kanzleramt, könne die Entscheidung über die Geschenkeverwendung „aufgrund der vielfältigen Beziehungsverflechtungen unterschiedliche Auswirkungen auf das Verhältnis zum Gebenden oder zu Dritten haben. Eine Herausgabe der Entscheidung über die Verwendung der Geschenke kann sich deshalb nachteilig auf die (internationalen) Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und einzelnen Staaten oder Institutionen auswirken“. Was will uns die Regierungszentrale damit sagen? Sind die Schund-CDs von George Bush am Ende doch auf dem Flohmarkt gelandet? Das kasachische Teeservice im Müll? „Geht mir aus den Augen mit der Kamelkanne!“ Hat das Angela Merkel etwa gerufen? Leider nicht ganz ausgeschlossen. Bereits seit einigen Jahren ist die Regierung dazu übergegangen, einen Teil all des diplomatisch bedeutsamen Nippes’ ganz schnöde per Internet-Auktion zu verscherbeln. So schrieb es zumindest im Dezember 2004 die Deutsche Presseagentur. Kein schöner Zug der Regierung, gewiss. In Kasachstan könnte das manchen schmerzen. Aber weiß nicht auch der Zentralasiate, dass die Begegnung mit dem Anderen durchaus scheitern kann? Und die Erinnerungsstücke bei Ebay enden? Vielleicht ist das dem Kasachen vertraut, vielleicht auch nicht. Aber eins ist sicher: Der interkulturelle Dialog, er muss weitergehen.
Hinter diesem Link steckt ein RSS-Feed, über den Sie bequem in ihrem Newsreader informiert werden, wann immer ein neuer Artikel auf stern.de zu Ihrem Suchbegriff erscheint.
Was sind RSS-Feeds?
von Monster:
Ich liebe Tassen mit Gravur. Weiß jemand von euch, wo man sich einen Satz Tassen individuell gravieren lassen kann? Kann gerne auch ordentlich was kosten.
von Maters2764:
Woher bekommt man einen Edelstahlbecher mit Gravur?
von fischersphilippfischt:
Schmuck mit Gravur ist ja neuerdings in Mode. Was könnte man sich eingravieren lassen? Kennt jemand Zitate auswendig?
von Erica Ludwig:
kann man eigentliche auch gebrauchte grabsteine kaufen? wenn ja, wie machen die das? entfernen die die gravur wieder?
von Elke Werner:
Ich möchte Bettwäsche mit Namen auf dem Kissen zur Geburt verschenken. Wo bekomme ich sowas in Kiel?
Einbrecher Flasche Hardy Rodenstock Haustiere Horror Kolumne Legende Maserati Quattroporte Nico Rosberg Nürnberg Platte Queen Mum Sandy Meyer-Wölden Sony Super Mario Tablet Weine
Andre Agassi Bernd Schneider Diana Spencer Donald Trump Flavio Briatore Frank Williams Franz Beckenbauer George Bernard Shaw George Washington Gerhard Schröder Gregor Gysi Horst Seehofer Jesus Christus John F. Kennedy Matthias Platzeck Mel Gibson Pontius Pilatus Thomas Jefferson Thomas Oppermann Tommy Haas
Dann stellen Sie sie in unserer Wissenscommunity "Noch Fragen".