Alles umsonst, alles gut?

7. April 2009, 05:16 Uhr

Mit einem ansprechenden Geschäftsmodell will Frogsters "Runes of Magic" Spieler für sich gewinnen: Das Online-Rollenspiel ist im Grunde komplett kostenlos und darüber hinaus erstaunlich gut - bedient es sich in puncto Gameplay, Grafik und Menü doch bei den Großen des Genres.

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Runes of Magic, Free to play, Rollenspiel, MMORPG

"Runes of Magic" ähnelt nicht zufällig "World of Warcraft"©

Die Welt der Online-Rollenspiele ist bisher in klaren Bahnen verlaufen. Ein Titel musste zum Preis eines Vollpreisproduktes erworben werden und schlug darüber hinaus nach 30 Tagen Testphase mit einer monatlichen Abo-Gebühr zu Buche. Im Gegenzug wurde der Inhalt ständig um neue Level und Figuren erweitert und ein problemfreies Spielen gewährleistet.

"Runes of Magic" bricht mit diesem Modell. Weder muss für das Programm Geld bezahlt werden, noch verlangt Publisher Frogster monatliche Gebühren: "Runes of Magic" ist komplett gratis. Kein Wunder, dass sich nach Ende der Beta-Testphase Mitte März über 700.000 neugierige Spieler in den Online-Weiten von Taborea tummelten.

Der Kontinent erinnert visuell stark an "World of Warcraft", "Warhammer Online" und Co. - die taiwanesischen Designer von Runewaker Entertainment haben sich ebenfalls für eine zauberhafte, mittelalterlich-anmutende Fantasywelt entschieden. Doch gibt es Unterschiede zum großen Vorbild: Zum einen kann man alle Berufe annehmen, die es im Spiel gibt, jedoch es nur in einem zum Meister bringen. Zum anderen kann der Charakter ab Stufe zehn eine zweite Klasse wählen ...

Schwäche in den hohen Stufen

Ansonsten findet sich in Taborea nahezu alles, was es auch in der "World of Warcraft" gibt: Auf abenteuerhungrige Spieler warten zahllose Aufgaben, die mal nette Geschichten erzählen, mal in stumpfes Tot-Klicken von Monstern ausarten, aber immer mit neuen Gegenständen und Erfahrungspunkten belohnt werden. Gefechte mit anderen Zockern können ebenfalls ausgetragen werden. Allerdings ist dieses Feature bisher nur rudimentär ausgearbeitet. Zudem gibt es für höherstufige Charaktere noch etwas wenig zu tun, hier sollte Runewaker schleunigst nachbessern.

Eine Besonderheit von "Runes of Magic" ist der Shop: Hier dürfen allerlei Heiltränke, Möbelgegenstände für das eigene kostenfreie Haus oder auch Reitpferde gekauft werden - allerdings gegen echtes Geld! Dieses Zahlungsmodell, "Microtransactions" genannt, ist Frogsters einzige Einnahmequelle. Spieler können, müssen aber nicht die zugreifen. Geizige Naturen haben allerdings keine Nachteile gegenüber anderen Spielern, die sich hie und da etwas geleistet haben.

Unter dem Strich bietet "Runes of Magic" ein ausgereiftes Spielvergnügen, das in vielen Punkten einen positiven Eindruck hinterlässt. Nachbessern müsste das Team noch an den deutschen Übersetzungen, am High-Level-Content und am Player-vs-Player-Modus. Doch wem "World of Warcraft" und Co. mit den monatlichen Gebühren zu teuer ist, dem sei ein Ausflug nach Taborea durchaus ans Herz gelegt.

Runes of Magic
Hersteller/Vertrieb Runewaker Entertainment / Frogster
Genre Online-Rollenspiel
Plattform PC
Preis ca. 10 Euro
Altersfreigabe Ab 12 Jahren
Alexander Hildebrand/Teleschau
 
 
KOMMENTARE (9 von 9)
 
jsmooth (08.04.2009, 19:29 Uhr)
@mcdoerg
Ich habe kurz zum Ende der Beta gespielt und da war es noch so wie ich geschrieben hab.
Kann natürlich sein, dass zum Release einiges geändert wurde. An deinem Beispiel sogar ins Positive :).
Sorry für meine Falschbehauptung, aber meine Meinung über den Stern in dieser Rubrik bleibt trotzdem
Ciao
gw1200 (08.04.2009, 11:54 Uhr)
Kein Grinder
@Marple67
Das etwas andere Konzept bei RoM ist der europäische und amerikanische Zuschnitt. Erfahrungspunkte werden hier hauptsächlich über Quests gewonnen und nicht wie bei Asia-Grindern durch das erledigen von Mobs. Außerdem stellen die Quests zumeist ganzen Questreihen mit Hintergrundgeschichte dar.
kralli19 (08.04.2009, 11:31 Uhr)
@ schaeferstunde
10.-€, wenn man sich das Spiel im Laden mit ein paar Bonuspunkten inkl. kauft. Sie können den Game-Client auch kostenlos runterladen von diversen Anbieterseiten.
Und zum Spiel selber, da keine monatlichen Kosten auflaufen, kann man es sich ruhig für Gelegenheitszocks auf die Platte hauen. Schau auch dann und wann rein, obwohl es nicht so reizt wie andere Spiele.
Und ja, es ist nicht wirklich neu, sondern wird nur besonders gehyped, weils ein anscheinend ziemlich guter WoW-Klon ist, Aber es gibt auch zuhauf andere mit ähnlichem Konzept (Kostenlos und Itemshop). Flyff, Florensia, usw.usw.
mighty_bender (08.04.2009, 11:11 Uhr)
@mcdoerg
Mag ja sein. Aber wenn ich das richtig verstanden habe, muss man sogar für seinen "Miet"-Rucksack ständig Spielgeld nachlegen, wenn man ihn nicht für echtes Geld kauft; d.h., erspielte Items sind weg, wenn mir mal das Kleingeld ausgeht ?!? Da hab ich's dann wieder von der Platte geworfen.
schaeferstunde (08.04.2009, 10:47 Uhr)
Umsonst für 10 Euro
Sehr schön auch der Hinweis im Übersichtskasten:
Preis: ca. 10 Euro
Das nenn' ich für ein kostenloses Gratis-Umsonstspiel mal ziemlich günstig.
mcdoerg (08.04.2009, 03:46 Uhr)
@jsmooth : noch weniger ahnung
man kann für die ingame-währungen (gold und phiriusmarken) reittiere *mieten*. und das bis zu 30 tage ohne einen einzigen realen cent auszugeben.
du schriebst ja schon, das du dieses spiel nicht spielst...sollte man machen bevor man haltlose äusserungen tätigt ?
wurzelkitt (07.04.2009, 21:49 Uhr)
Was vergessen?
Muss Werbung nicht als solche durch "Anzeige" gekennzeichnet werden?
Marple67 (07.04.2009, 18:39 Uhr)
Was soll daran neu sein?
Es gibt derzeit wohl an die 100 weitere Online-Rollenspiele mit dem gleichen Geschäftmodell wie Runes of Magic, was soll denn daran so neu sein?
jsmooth (07.04.2009, 17:57 Uhr)
Keine Ahnung
Sry aber
"Geizige Naturen haben allerdings keine Nachteile gegenüber anderen Spielern, die sich hie und da etwas geleistet haben."
stimmt überhaupt nicht
Bspw. bekommt man alle 10 Level ein Reitpferd, was bei Aktivierung 24 Std. hält (Zeit läuft nach Ausloggen weiter). Will man in der zwischenzeit nicht laufen, muss man zum echtem "Gold" greifen. Denn es nervt erheblich nur zu Fuß durch die Landschaft zu reisen und man braucht auch viel länger als berittene Spieler.
Ich beschwere mich hier nicht über das Spiel selbst und dessen System. Ich mag es nicht und spiele deshalb auch nicht. Ich wende mich damit an den Stern, der wieder mal zeigt, das er von Computern, speziell aber Spielen, keine Ahnung hat.
Ciao
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