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Ratgeber Tests von Stiftung Warentest

Heiße Eisen

Sie glätten das Haar, sollen es glänzend und gesund wirken lassen. Doch in Wahrheit schaden ihm einige Geräte mit hoher Hitze, andere gefährden die Anwender. 7 von 12 Haarglättern im Test sind mangelhaft.

Geschädigtes Haar, Verbrennungsgefahr für Kopfhaut, Ohren, Finger und Sicherheitsmängel, die Anwenderinnen gefährden - die Ergebnisse aus der aktuellen Untersuchung der Stiftung Warentest von Haarglättern alarmieren.

Die heißen Eisen sind oft zu heiß - für die Haare und die Anwenderinnen. Bei zwei der geprüften Haarglätter heizen sich nicht nur die inneren Platten auf, sondern auch die Gehäuse. Ihre Oberfläche wird heißer als 100 Grad. Das reicht, um Kopfhaut, Ohren und Finger zu verbrennen. Eindeutig mangelhaft deshalb: der Russell Hobbs Slimline und der Grundig Solid Ceramic Hair Styler Straight and Curls HS 4930.

Vorsicht bei chemischen Haarglättungsmitteln

Weiteres Sicherheitsproblem: fehlende Abschaltautomatik. Die Abschaltautomatik unterbricht die Stromzufuhr, wenn die Haarglätter eine Weile unbenutzt herumliegen. Das verhindert Katastrophen, die durchgeschmorte Kabel oder glühend heiße Platten anrichten können. Aber bei fünf der 12 Geräte im Test fehlte diese Automatik. Urteil: Mangelhaft.

Täuschend: Der Remington S9950 Shine Therapy. Auf der Höchststufe 230 Grad glättet er das Haar schnell und lässt es sehr stark glänzen. Der Preis dafür ist hoch - er macht die Haare kaputt. Doch das merkt man nicht sofort. Die Temperatur ist für Haare nämlich viel zu heiß. Dabei reißt die Schuppenschicht auf, innere Haarfasern können verschmelzen und nicht mehr repariert werden. Da hilft auch keine Therapie. Nur: Finger - und vor allem Haare - weg davon.

Damit die Haare das Glätten unbeschadet überstehen, ist die Temperatureinstellung wichtig. Für gesundes, kräftiges Haar maximal 200 Grad. Für gefärbtes, gebleichtes, feines oder vorgeschädigtes Haar nicht mehr als 180 Grad.

Vorsicht: Aus dem Ausland und im Internet kursieren neuartige chemische Haarglättungsmittel. Die Produkte können krebserregendes Formaldehyd enthalten, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Alle Informationen über den Test finden sie auf test.de sowie in der Ausgabe 06/2011 der Zeitschrift "test".

Stiftung Warentest
 
 
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