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Strichcode

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Kalifornien
Kalifornien
Deutscher SAP-Manager klaut Hunderte Lego-Boxen

Was treibt einen gutbezahlten Manager dazu, Legosteine in großem Stil zu stehlen? Spaß, vermutet die Staatsanwaltschaft. Einem Deutschen in Kalifornien drohen deswegen mehrere Jahre Haft.

Strichcode
Strichcode
60 Jahre Strich und Ziffer

In Deutschland erschien er 1977 zum ersten Mal auf einer Gewürzmischung, erfunden wurde der Strichcode aber bereits 1949. Inzwischen liegen seine besten Tage hinter dem Strichcode, denn nach 60 Dienstjahren bedrängen neue Technologien seine Vormachtstellung.

Strichcode
Strichcode
Erfolg mit Strich und Ziffer

Als er 1977 auf einer Gewürzmischung zum ersten Mal in Deutschland erschien, löste er noch Erstaunen aus. Inzwischen liegen seine besten Tage hinter dem Strichcode, denn nach 30 Dienstjahren bedrängen neue Technologien seine Vormachtstellung.

Nachrichten-Ticker
Gesichts- und Iriserkennung soll Boarding bei Airlines erleichtern

Das eindeutige Identifizieren von Fluggästen soll für Fluggesellschaften künftig einfacher und sicherer werden: Das US-Unternehmen AOptix aus der Hightech-Region Silicon Valley stellte dazu am Montag auf dem Flughafen im kalifornischen San Jose eine neue Gesichts- und Iriserkennung vor.

Pfandregelung
Pfandregelung
Alles neu macht der Mai

Das Pfandsystem wird einfacher, endlich können Verbraucher ihren Getränkeabfall in jedem Laden abgeben - zumindest theoretisch. Denn es gibt etliche Ausnahmen - und teurer wird's auch.

Nachrichten-Ticker
Blinde können Anspruch auf Barcodelesegerät haben

Blinde können Anspruch auf ein sogenanntes Barcodelesegerät haben, das den auf nahezu allen Produkten aufgedruckten Strichcode erkennt.

Gefälschte Medikamente
Gefälschte Medikamente
Wie Patienten geschützt werden sollen

Arzneien in der EU werden fälschungssicherer. Erstmals schreibt die EU einen Sicherheitscode für Pillenschachteln vor. Zertifizierte Online-Apotheken sollen ein Logo bekommen. Was Patienten künftig wissen müssen.

Amazons Logistikzentrum
Amazons Logistikzentrum
Chaos mit System

Früher kamen die Geschenke vom Weihnachtsmann, heute von Amazon. Rund um die Uhr packen fleißige Helfer Päckchen ? und verlassen sich dabei vor allem auf eines: das totale Durcheinander.

Post am Pranger
Post am Pranger
Porto-Aufschlag für bunte Briefe

Wussten Sie, dass ein Standardbrief bei der Post nicht farbig sein darf? Ist aber so. Dumm nur, dass es lediglich in den AGBs steht und für die "abnormen" Umschläge ein saftiger Porto-Aufschlag fällig wird. Die Monopolkommission schimpft.

Schöne neue Welt
Blog "Schöne neue Welt"
Die Wüste lebt

Während die Wall Street in Depression versinkt, glaubt das Silicon Valley weiter an die Zukunft - und ruft unverdrossen neue Firmen ins Leben. So kurz vor dem Weltuntergang, sollte man meinen, steht nicht vielen der Sinn danach, neue Firmen zu gründen oder sich für diejenigen zu interessieren, die es trotzdem versuchen. Doch die Schlange vor der "Mighty"-Bar war lang, und am Ende drängten sich in dem schummrigen Schuppen mehr als 200 Menschen, um Präsentationen anzuhören, die genau fünf Minuten dauern durften. Das ist das Format, in dem "SF New Tech" einmal im Monat hoffnungsvollen Jungunternehmern die Chance gibt, ihre Ideen einem kritischen Publikum vorzustellen. Mich interessierte in diesem Fall, wie sich Freunde von mir mit ihrem neuen Dienst "Snappr" schlagen würden - aber auch, ob die Apokalypse-Stimmung an der Börse bereits den ewigen Optimisten im Silicon Valley aufs Gemüt schlägt. Meine Kollegin Helene Laube von der Financial Times Deutschland hat dazu gerade ein sehr lesenswertes Stück geschrieben, das ein eher düsteres Bild vermittelt. Denn natürlich kann das Tal der Technik nicht ewig weiter seine Web 2.0-Party feiern, während der Rest der Welt in den Abgrund rauscht. Am Mittwochabend war von alledem allerdings noch wenig zu spüren. Anders als nach dem Dot-com-Crash, der das Silicon-Valley in eine kollektive Sinnkrise stürzte, scheint die Lust, etwas Neues zu wagen, vorerst ungebrochen. Was es in den Fünf-Minuten-Präsentationen zu sehen gab, reichte aus meiner Sicht von spannend bis (ein paarmal zu oft) "kommt mir irgendwie bekannt vor". Den Auftakt machte das Startup "Apture" , das sich vorgenommen hat, das Ansehen von Pop-up-Fenstern zu retten. Meist kennt man die ungefragt aufspringenden Dinger ja nur als elenden, aufdringlichen Werbetrick. Doch Apture will aus Pop-ups etwas Nützliches machen: Beim Lesen eines Artikels könnten Zusatzinformationen - etwa Fotos, YouTube-Clips oder Wikipedia-Artikel - direkt mit auf der Seite erscheinen, ohne dass man sich alles selbst zusammensuchen muss. Klingt nicht unbedingt bahnbrechend, zugegeben, aber es ist clever umgesetzt, wie ein Test bei der BBC zeigt, der Appetit auf mehr macht. Wer sich schon immer danach sehnte, seiner Website ganz simpel ein eigenes Forum zu spendieren, kommt mit "Lefora" auf seine Kosten, und "Chi.mp" verspricht allen, die sich anmelden, eine Website mit eigener Internet-Adresse - nach dem Schema "www.jschre.mp", ohne dass man etwas zahlen müsste. Dort kann dann zentral alles an Informationen und Profilen zusammenfließen, was der Online-Nomade sonst auf Facebook, Twitter, Hotmail & Co. verteilt. "Reframe It" wiederum hat sich einen Weg ausgedacht, dass man Anmerkungen auf jeder beliebigen Webseite hinterlassen und diese Kommentare mit anderen diskutieren kann. "Goldmail" schließlich bietet einen Service, der es erlaubt, Sprachnachrichten mit anderen Informationen zu kombinieren und als Multimedia-E-Mail zu verschicken - ohne dass das Eingangskörbchen des Empfängers verstopft wird. Denn selbst wenn die Nachricht auf viele Megabyte angeschwollen ist, bleibt sie auf dem Goldmail-Server liegen; verschickt wird nur ein Link, den der Empfänger anklickt, um die Nachricht zu sehen. Etwas weiter abseits der ausgetretenen Pfade bewegt sich "Snappr" - für mich die interessanteste neue Idee an diesem Abend (aber wie gesagt, ich bin da vorbelastet). Hinter Snappr steht der Gedanke, dass ich mit einem simplen "Klick!" des Fotohandys Informationen über die Wel vor meinen Augen aus dem Internet holen kann - zum Beispiel, wenn ich wissen will, ob der Fernseher, der beim Media Markt als Sonderangebot im Laden steht, anderswo noch billiger zu haben ist. Oder wenn ich vor einem Restaurant stehe und mich frage: Taugt das was? Der Trick sind Barcodes: Snappr nutzt den Strichcode, den wir seit vielen Jahren von jeder Verpackung kennen, um ein Produkt genau zu identifizieren, und liefert dann Informationen aus diversen Datenbanken, unter anderem von Amazon. Die Zukunft liegt allerdings in sogenannten " 2D-Barcodes" , die immer häufiger auf Flugtickets, FedEx-Lieferungen und allerlei anderen Dingen auftauchen. Man erkennt sie daran, dass sie aussehen wie eine Kombination aus Pacman und Picasso: eine Ansammlung von bröseligen schwarzen Punkten im Quadrat, die es erlaubt, viel mehr Informationen direkt im Barcode selbst zu speichern als bisher (also nicht nur eine Zahlenfolge, die zur Sicherheit immer noch unter dem herkömmlichen Strichcode steht, damit die Kassiererin im Supermarkt sie notfalls auch per Hand eingeben kann, wenn der Scanner mal wieder versagt). Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich vorzustellen, dass solche Barcodes künftig überall auftauchen, damit man mit einem Lesegerät schnell mehr erfahren kann - Asien ist da schon weiter, aber Europa und die USA holen schnell auf. Längst sind auch andere Startups auf ähnliche Gedanken gekommen wie Snappr, und wer sich am Ende durchsetzt, wird man sehen. Auf jeden Fall entsteht da gerade etwas, das unseren digitalen Alltag bereichern wird - ganz egal, wie es an der Börse weitergeht. "Natürlich muss es irgendeine Auswirkung haben, wenn der Häusermarkt zusammenbricht und die Finanzmärkte in Aufruhr sind", erzählte mir der "SF New Tech"-Organisator, Myles Weissleder, am Ende des Abends. "Aber ich bin optimistisch. Diese Gegend hat sich bisher als ziemlich widerstandsfähig erwiesen, es gibt immer noch viele, die bereit sind, etwas zu wagen. Die Restaurants sind voll, unsere Veranstaltungen quellen über vor Teilnehmern, überall spürt man viel Energie." Fast wie zu Hoch-Zeiten des Dot-com-Booms - obwohl anderswo Katerstimmung herrscht, weil gerade wieder eine Spekulationsblase geplatzt ist, der Traum vom Reichtum für Millionen Häuslebauer. "Aber diesmal", sagt Weissleder, "war's nicht unsere Bubble." So kann man es natürlich auch sehen, und selbst wenn irgendwann, schon bald oder etwas später, auch die Party im Silicon Valley endet - es dürfte sich lohnen, gerade dann genauer hinzusehen. Oft entstehen die erfolgreichsten Firmen im tiefsten Tal: wenn Mieten billig sind, Löhne niedrig und talentierte Mitarbeiter leicht zu finden. Hauptsache, die Ideen sprudeln, und irgendwer ist bereit, auf Risiko zu spielen. Historisch gesehen, tut sich die Gegend zwischen San Francisco und San Jose damit um einiges leichter als der Rest des Landes - und als Deutschland ohnehin. Oder sehe ich das falsch?

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