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Keine Luft an Bord - US-Piloten droht Ohnmacht durch Sauerstoffmangel

Der US-Stealthjet F-35 hat ein großes Problem: Die Piloten an Bord bekommen zu wenig Sauerstoff und klagen über Schwindel und taube Gliedmaßen. Ihnen droht eine Ohnmacht mitten im Einsatz.

Christine Mau ist die erste Frau, die eine F-35 fliegen konnte.

Christine Mau ist die erste Frau, die eine F-35 fliegen konnte.

Die F-35  ist das neue Standardflugzeug der US-Streitkräfte und soll - wenn es nach Präsident Trump geht - zum Exportschlager werden. Die Geschichte der F-35 wurde bisher von Kostensteigerungen, Verzögerungen und Pannen begleitet. In diesem Sommer kam eine neue unheimliche Bedrohung hinzu: Die Piloten der F-35 drohen im Einsatz ohnmächtig zu werden. Wegen dieser Gefahr wurden auf der Luke Air Force Base in zeitweise Flugsperren für 55 F-35-Maschinen angeordnet.

Phänomen auch von anderen Jets bekannt

Eine Ohnmacht während eines Einsatzes könnte extreme Folgen haben - im Kampfeinsatz wäre die Katastrophe programmiert. Über die körperliche Ursache der Symptome einer nahenden Ohnmacht besteht kein Zweifel. Eine Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff - Hypoxie - ist ein bekanntes Problem von Piloten. Auch die Besatzungen des Stealthjet F-22 waren 2008 damit konfrontiert. Erst ein verbesserter Druckanzug und ein anderer Luftfilter konnten das Problem der F-22 lösen. Probleme mit der Sauerstoffversorgung wurden auch beim T-45 Trainerjet und den Kampfjets F/A-18 der Marine bekannt.

Die Situation der Piloten fördert diese Probleme. Sie sitzen extrem eng eingequetscht in der Pilotenkanzel. In der F-35 konnten sie zeitweise nicht einmal den Kopf wenden. In dem unförmigen Druckanzug müssen sie stundenlang aushalten. Allein diese Haltung kann zu Taubheit und Kribbeln in Fingern und Zehen führen. Zusätzlich führen die Beschleunigungswerte der Jet zu extremen Belastungen - die Piloten sind zeitweise dem neunfachen der Erdanziehungskraft ausgesetzt.

Schwierigkeiten im Beatmungssystem

Nicht nur mit körperlicher Fitness sondern auch mir sehr viel Technik versucht die Airforce dieser Probleme Herr zu werden. Dazu gehört ein ausgekügeltes Beatmungssystem, das den Piloten immer mit der richtigen Menge versorgen soll. Der Anzug kann Druck auf verschiedene Körperregionen ausüben, so soll er den Wirkungen von Beschleunigung und Querbeschleunigung beikommen. Irgendetwas in dem komplexen System ist offenbar nicht optimal aufeinander abgestimmt. "Das ist ein vielschichtiges Problem, und ich fürchte, dass das Zusammenwirken einer Unzahl an kleinen Faktoren diese Ereignisse verursacht", sagte der Befehlshaber der Luke-Airbase, Brook Leonard, auf einer Pressekonferenz. Immerhin fünf seiner Piloten klagten über Schwindel und Taubheit von Fingern und Zehen.

Software-Update

Mittlerweile hat der Hersteller des Beatmungssystems, Honeywell, eine neue Steuerungssoftware aufgespielt. Außerdem können die Piloten einen weiteren Sensor benutzen, der exakt analysieren kann, was die Piloten einatmen und was sie ausatmen. Doch eine neue Abstimmung des Systems wird dauern. "Wired" berichtet, dass die Airforce bis dahin auf Training und körperliche Ertüchtigung der Piloten vertraut. In Druckkammern werden die Piloten gezielt einer Unterversorgung mit Sauerstoff ausgesetzt. Mit der brachialen Methode sollen sie lernen, auch in einer solchen Situation angemessen zu reagieren.

Problemserie der F-35

Ist die F-35 nun ein Pannenflugzeug? Jein, die Probleme mit der Sauerstoffversorgung haben auch andere Maschinen. Fairerweise sollte man betonen, dass die F-35 zu den wenigen Stealth-Jets gehören, die überhaupt einsatzbereit sind. Frankreich und Deutschland haben bislang nur vage Absichten geäußert, so ein Kampfflugzeug zu entwickeln. Und die russischen und chinesischen Projekte sind noch nicht im Einsatz bei den Streitkräften, sondern befinden sich in einer Erprobungsphase. Man darf auch vermuten, dass Pannen, die nicht zu spektakulären Ereignissen führen, in Russland oder China schlicht nicht an die Öffentlichkeit dringen.


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