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Robust und tödlich - Kampfjet aus Schweden wird zum Exportschlager

Länder, die die sich nicht von den USA oder Russland abhängig machen wollen, können mit dem Gripen E aufrüsten. Brasilien feiert die partnerschaftliche Zusammenarbeit und Indien denkt über eine Riesenbestellung nach.

Der Gripen E bei der Präsentation.

Der Gripen E bei der Präsentation.

Schweden ist ein kleines Land und dennoch leisten sich die Skandinavier die Entwicklung eines eigenen Kampfjets. Mit Erfolg. Der Gripen E beschämt andere Rüstungsprojekte. Der Start der amerikanischen F-35 wird von Kostenexplosionen und Pannen begleitet, die Entwicklung des Militärtransporters Airbus A400M kann man nur mit dem Wort Trauerspiel zusammenfassen. Der Gripen E nimmt dagegen planvoll Gestalt an, nach dem Roll-out im Mai kommt nun Kooperationspartner Brasilien zum Zuge. Mittlerweile soll Indien Interesse an dem schwedischen Kampfjet haben.

Kampfstark, robust und günstig

Der Grund für den Erfolg ist relativ einfach: E wurde als robustes und kostensensibles Flugzeug entwickelt. Es baut auf seinem Vorgänger auf und basiert auf keinem kompletten Neudesign. Damit ähnelt das schwedische Projekt der russischen Vorgehensweise: Die aktuellen Kampfjets Russlands basieren letztlich auch auf älteren Grundmustern. 

So kommt man zu Flugzeugen mit sehr guten Flugeigenschaften, die keine Kinderkrankheiten kennen. Allerdings gelingt so nicht der Einstieg in die Tarnkappenwelt der Stealth-Jets.

Umstritten ist allerdings, ob die Stealth-Technik die immensen Kosten und Kompromisse wert sei. Die Ingenieure und Testpiloten von äußern sich jedenfalls extrem selbstbewusst über ihr Baby und sind zuversichtlich, dass der Gripen E jedem Gegner gewachsen ist.


Militär-Portale in Brasilien begeistert

In Brasilien wird der Einstieg in das Gripen-Programm auf dem Militärportal Defesanet begeistert aufgenommen. Der Gripen E soll die veraltete Luftwaffe Brasiliens modernisieren und erstmals das Konzept des Multirole Fighters umsetzen. Die ersten Jets werden in Schweden gebaut, dann geht die Produktion nach Brasilien. Die ersten Jets sollen 2019 ausgeliefert werden. 2024 soll die Produktion enden.


Die Teilhabe an der Montage ist schon mehr, als das Lieferland USA seinen Kunden traditionell zugestehen möchte. Die Schweden sind kooperativer und binden ihre Partner stärker in die Entwicklung ein. Der zweisitzige Gripen F wird bislang ausschließlich für Brasilien gebaut. Der Zweisitzer soll offenbar nicht allein als Trainingsflugzeug eingesetzt werden. Der Gripen F könnte auch als Kampfflugzeug mit zwei Mann Besatzung für schwierige Missionen umgebaut werden. Gedacht ist an Einsätze über Gebieten, die von starker Luftverteidigung geschützt werden.

Dazu will Brasilien die Elektronik im Cockpit optimieren. Ein riesiges großen Panel soll eine weit bessere Interaktion zwischen Piloten und den Sensoren des Jets ermöglichen als beim schwedischen Original. Diese Variante soll auch bei Exportversionen angeboten werden.

Absatzmarkt Indien

Die Partnerschaft und der damit verbundene Technologietransfer macht den Gripen E selbst für Indien interessant. Und Indien plant in ganz anderen Stückzahlen. Zur Erinnerung: 1975 galt es als Deal des Jahrhunderts, als General Dynamics 348 F-16 Jets an vier Nato-Staaten verkaufen konnte. Und die Zahl der Jets in den einzelnen Luftwaffen ist seitdem massiv zurückgegangen. The Diplomat hält nun eine Menge von 200 Gripen E für Indien für möglich. Das wäre der Durchbruch des Gripen E im internationalen Waffengeschäft.


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