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Lesen mit den Ohren

Es ist eine perfekte Kombination: Dank Internet und MP3-Musikplayern werden Hörbücher zur Unterwegs-Literatur.

Von Thomas Borchert

Wer soll das noch bewältigen? 27 CDs! Was auf Papier gerade mal ein mittelschweres Buch ist, nämlich "Harry Potter und der Orden des Phönix", wird als Hörbuch zum unhandlichen Riesenpaket - wenn auch genial vorgelesen von Rufus Beck. Das Problem ist typisch für Hörbücher: Entweder werden die gedruckten Originale so gekürzt, dass sie auf zwei oder vier CDs passen - dann bleibt oft nicht viel übrig von dem, was der Autor erzählen wollte. Oder es wird eine CD-Sammlung daraus, für deren Abtransport man einen Laster braucht.

Doch es gibt eine Lösung

Und die passt perfekt in den Zeitgeist: Hörbücher aus dem Internet, zur Wiedergabe auf MP3-Musikplayern. Die kleinen Abspielgeräte sind perfekt, um digitalen Lesungen beim Autofahren, in der Bahn oder auf dem Sofa zu lauschen. Über das Internet lassen sich die Hörbuch-Dateien schnell und einfach auf den Rechner und von dort auf den Player laden - ganz ohne CD-Stapel. Das macht sie oft sogar einige Euro billiger als die CD-Versionen, denn schließlich entfallen Produktion, Transport und Lagerung der Silberscheiben.

So ist es folgerichtig, dass zur diesjährigen Buchmesse gleich mehrere neue "Download-Portale" für Hörbücher eröffnet haben. Schließlich verzeichnet gesprochene Literatur steile Wachstumsraten im ansonsten kränkelnden Buchmarkt. Claudio.de startet mit 800 Belletristik- und Sachbuchtiteln. Hoerbie.de wendet sich ausschließlich an Kinder - mit etwa 400 Titeln, darunter die Dauerbrenner Benjamin Blümchen und Bibi Blocksberg. Auch der Medienhändler libri.de verkauft neuerdings rund 500 Hörbücher online. Und schon länger im Markt ist soforthoeren.de mit etwa 800 Büchern. Auch die Online-Musikläden iTunes und Musicload fangen an, Bücher anzubieten - ganz vorn ist derzeit wohl iTunes in den USA, weil die Site gerade die englischsprachigen Hörbuchausgaben von Harry Potter herausgebracht hat (die deutschen Ausgaben gibt es noch nicht).

Der Riese am Markt

Das ist gegenwärtig audible.de mit über 10 000 Titeln, mehr als 1000 davon in deutscher Sprache. Weil Audible aus Amerika kommt, steht eine große Auswahl an US-Hörbüchern auch den deutschen Kunden zur Auswahl. Fast alle Anbieter verkaufen die Download-Bücher in Form von MP3-Dateien, wie sie auch für Musik verwendet werden. Einen Kopierschutz gibt es meist nicht; einzig ein digitales "Wasserzeichen" soll sicherstellen, dass der Käufer einer Datei zurückverfolgt werden kann, wenn sie als Raubkopie auftauchen sollte.

Nur Audible setzt auf ein eigens entwickeltes Dateiformat mit bislang ungeknacktem Kopierschutz, das zudem noch mehr Platz spart als MP3. Nachteil: Es kann nur auf kompatiblen MP3-Playern abgespielt werden, zu denen aber der Marktführer Apple mit seinen iPods gehört. Vorteil: Diese Player haben alle auch die technische Fähigkeit, exakt dort weiter abzuspielen, wo man zuletzt aufgehört hat. Diese Lesezeichen-Funktion ist bei Büchern besonders wichtig - und sie fehlt manchen Musikplayern, mit denen das Hören von MP3-Büchern dann zur Qual wird. Weitere Besonderheit von Audible: Ein Abo erlaubt den Download von zwei beliebigen Büchern für 15 Euro pro Monat. Die übrigen Portale bieten ihre Bücher einzeln an.

Bücher sind im Übrigen nicht das Einzige, was viele Portale verkaufen: Ebenso sind Radiosendungen, die Tonspuren von TV-Dokus oder vorgelesene Zeitungs- und Zeitschriftenartikel zu haben, manche schon für weniger als einen Euro. Was auf der morgendlichen Bahnfahrt zur Arbeit aus den Ohrstöpseln des Nachbarn kommt, muss also nicht immer Musik sein.

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