HOME

Fliegende Erdbeeren für MacGyver

Vier Maschinenbaustudenten tüfteln im Namen von US-Serienheld MacGyver. Ihre Mission - eine Vitaminmaschine für den Ideenwettbewerb der Technischen Universität Braunschweig. stern.de berichtet über Erdbeeren, die ihnen dabei um die Ohren fliegen.

Von Kathrin Warncke

Sie werkeln, kleben, konstruieren: das Bastler-Quartett Phoenix-Foundation hat zum dritten Mal den MacGyver-Ideenwettbewerb an der Technischen Universität Braunschweig gewonnen. Ihre Idee: eine Vitaminmaschine, die ein Fruchtdessert zaubern kann. Seit einigen Jahren veranstaltet die Universität jährlich einen Wettbewerb, bei dem die besten Konstruktionen gekürt werden. 19 Schüler- und 22 Studenteams traten mit ihren Entwicklungen an.

Die Aufgabe der Juroren war eine Herausforderung für die jungen Maschinenbauer: Die Konstruktion einer Vitaminmaschine, die innerhalb von drei Minuten ein Fruchtdessert herstellt. Dafür stehen den Teams zwei Wochen Zeit und lediglich 20 Euro Budget zur Verfügung. Unter den Maschinen wurden im Juli die Sieger in den Kategorien der einfachsten, chaotischsten und genialsten Konstruktion gekürt. Zum dritten Mal konnte "Phoenix Foundation" einen Sieg in der Kategorie "Schönster Servier-Vorschlag"erringen.

Fruchtschale nach Opas Rezept

Die Maschinenbau-Studenten Sebastian Stoffregen, Tim Koch, Jens Plättner und Alexander Pototzky, alle im Alter zwischen 21 und 25 Jahren, haben sich schon mehrere Male als die Erben MacGyvers hervorgetan. Angus MacGyver, der Held einer US-Serie aus den Achtziger Jahren, der Atombomben mit einer Sicherheitsnadel entschärft, steht als Vorbild für die jungen Nachwuchskonstrukteure und den Wettbewerb. Sie haben in seinem Namen bereits eine Eierwurf- sowie eine Cocktailmaschine entworfen. In diesem Jahr lautete die Mission: "Serviere uns eine Fruchtschale - baue eine Vorrichtung, die selbstständig Früchte auf einem Teller anrichtet und serviert."

Die Maschine der Sieger wirkt zunächst unscheinbar. Doch wie viel Arbeit hinter der Konstruktion aus Klebeband und Plexiglas steckt, ist nicht sichtbar: "Eigentlich jeden Tag nach der Uni haben wir daran gebaut, und noch am Wochenende bis abends gebastelt", erinnert sich Sebastian Stoffregen, Student im vierten Semester. Auch Alexander Pototzky hat seine Freizeit kurzfristig der Maschine gewidmet: "Wir haben die zwei Wochen Bauzeit voll ausgenutzt. Die letzten Arbeiten vor der Präsentation gingen dann auch immer bis nach Mitternacht."

Ihre Maschine enthält trotz der einfachen Bauteile eine komplexe Technik. In dem Gerät haben sie Metall, Plexiglas, Messer und andere Teile verarbeitet. Für einen Arbeitsgang war auch ein mechanisches Getriebe notwendig. Eine große Planung war für die Freizeit-Bastler nicht nötig, eine Skizze zur Produktion musste reichen. Dem Fruchtdessert widmeten sie mehr Aufmerksamkeit. Der 21-jährige Tim Koch wählte dafür ein Rezept von seinem Opa aus. Gemeinsam kreierten sie ein Obstmenü, das farblich und geschmacklich möglichst gut harmonieren sollte.

"Ohne Probleme macht es keinen Spaß"

Die Frage, wie das Obst dekorativ auf den Teller gelangen soll, hat die Nachwuchs-Entwickler richtig Nerven gekostet: "Der Erdbeerschneider, zum Beispiel, der wollte überhaupt nicht so wie wir. Er hat die Erdbeeren überall hingeschmissen, nur nicht auf den Teller", erzählt Alexander. Doch ohne Probleme und Fehltritte mache das Ganze keinen Spaß, meint sein Teamkollege Jens Plättner. "Es sind gerade die Fehler, die das Bauen so amüsant machen."

In letzter Zeit haben die vier auch eine Menge "privater" Projekte gebaut. Das Prinzip des Tüftelhelden MacGyver gefällt ihnen: "Beim Basteln bietet es sich an, Dinge zweckentfremdet zu nutzen. Man spart dadurch meist Geld, wenn man die Teile nicht kaufen muss", lobt Alexander die Strategie. Durch sein Hobby als Segelflieger ist er es gewohnt, zu konstruieren und zu basteln.

Alle vier bauen in ihrer Freizeit an Maschinen oder tüfteln in der Holzwerkstatt. Stellenangebote von Unternehmen wie dem Sponsor Siemens oder ThyssenKrupp haben sie noch nicht erhalten. Jedoch steigen ihre Chancen mit jedem weiteren Sieg beim MacGyver-Ideenwettbewerb. Bis dahin werden sie weiterhin Maschinen entwickeln. Und wie sieht ihre Traummaschine aus, die noch gebaut werden müsste? "Ein Hausroboter wär was Feines. Bügeln, waschen, putzen, aufräumen. Wenn das einem eine Maschine abnehmen würde, wär das schon Luxus."

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.

Partner-Tools