Startseite

Der Elektro-Gaul kam aus Deutschland

Die "Titanic" war ein britisches Schiff mit einer größtenteils britischen Besatzung. Und doch gab es überall deutsche Bezüge.

Von Cornelia Fuchs, London

  Vor allem Passagiere aus der ersten Klasse ließen sich gerne auf dem Elektrogaul durchrütteln

Vor allem Passagiere aus der ersten Klasse ließen sich gerne auf dem Elektrogaul durchrütteln

Einer war ein notorischer Spieler, der andere ein bayrischer Priester. Der eine saß beim Kartenspiel, als die "Titanic" den Eisberg rammte. Der andere nahm auf dem sich aufbäumenden Schiff Beichten ab bis zum bitteren Ende. Ersterer rettete sich zwischen Frauen und Kindern und telegrafierte vom herbeieilenden Kreuzer Carpathia an seine Kölner Familie: "Bin völlig geld- und mittellos." Der andere verweigerte einen Platz in einem Rettungsboot und ging unter mit den Menschen, denen er versuchte, Trost zu spenden. Die Leiche von Benediktinermönch Josef Peruschitz, 41, wurde nie gefunden. Der Kartenspieler und falsche Baron von Drachstedt alias Alfred Nourney erzählte noch in den 70er Jahren von seinen Erinnerungen an den Untergang der "Titanic".

Mindestens zehn Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder der "Titanic" waren deutsch. Alle drei Reisenden der ersten Klasse überlebten. Alle drei Passagiere der zweiten Klasse bezahlten die Überfahrt mit ihrem Leben. Sie alle waren sicher zum Abfahrthafen in Southampton gelockt worden von den großen Versprechungen des neuen Kreuzfahrtschiffes der Reederei White Star Line, die ihre Werbung in ganz Europa verbreitete. Größer, luxuriöser, grandioser sollte das Boot sein - die Namen der Schwesternschiffe "Olympic" und "Gigantic", nach der Katastrophe umbenannt in "Britannic", waren Programm. Sogar in der dritten Klasse gab es Kellner und jeden Tag ein Drei-Gänge-Menü. Zwischen den Etagen-Betten der Kabinen waren Waschbecken mit fließendem Wasser angebracht, ein unerhörter Luxus.

Filigrane Fliesen

Für den Komfort an Bord hatte die Reederei keine Kosten und keine Entfernung gespart. So hatten auch deutsche Zulieferer Anteil am Bau und am Unterhalt der "Titanic". Schon im Dock in Belfast hievte ein riesiger Schwimmkran der Düsseldorfer "Benrather Maschinenfabrik AG" die tonnenschweren Kessel in den Bauch des Schiffes. Im Innenausbau war "Villeroy&Boch" für die filigranen Mosaikfliesen verantwortlich, die Steinway-Klaviere in den Salons stammten aus Hamburg. Im damals hochmodernen Gymnastikraum waren die Fitness-Räder sowie das elektrische Pferd aus Wiesbaden von der Firma "Rossel, Schwarz&Co" hergestellt worden. Passagiere der ersten Klasse ließen sich auf dem Elektro-Gaul zur Gaudi der Zuschauer durchrütteln.

In den Restaurants trank man das deutsche Mineralwasser "Apollinaris", Spatenbier aus München und in der ersten Klasse auch Sekt der Marke Mumm aus Mettlach. Nach langen Recherchen stieß "Titanic"-Experte Andreas Pfeffer auf den Mosel-Wein, der von White Star an Bord genommen worden war: Er stammte von den Gütern der Familie Langguth und von Reichsgraf von Kesselstat. Der Riesling "Josephshöfer" wurde in den britischen Unterlagen ohne den Umlaut geführt. Wolfgang Langguth, 88, erinnerte sich in Gesprächen mit Pfeffer an Lieferungen nach Großbritannien bis zur Schließung der Reederei White Star im Jahr 1951: "In unserer Familie wurde oft über die Titanic gesprochen. Mein Großvater erklärte mir, dass zwei besondere Weine, das Piesporter Goldtröpfchen und der Trabener Würzgarten, von unserem Gut für die Restaurants an Bords bestellt wurden."

  "Villeroy & Boch" lieferte die Fliesen für die "Titanic", die vor 100 Jahren sank

"Villeroy & Boch" lieferte die Fliesen für die "Titanic", die vor 100 Jahren sank

Erfolglos, aber am Leben

Orgelbauer Karl Bockisch-Welte hatte jedoch wenig Glück mit seinen Geschäften mit der Reederei. Was ihm wohl das Leben rettete. Seine Firma "Welte&Söhne" aus Freiburg hatte für das Kreuzfahrtschiff eine gigantische Orgel herstellen lassen, und die Reederei hatte den Firmeninhaber auf die Jungfernfahrt eingeladen. Mithilfe eines Lochkarten-System konnte die Mechanik bis zu zwanzig Minuten Lieder abspielen lassen. Dies sollte das Salon-Orchester bei den stundenlangen Abendessen entlasten.

Doch beim Einbau in Southampton soll ein Bauteil gefehlt haben. Außerdem erkrankte ein Familienmitglied der Weltes in Deutschland schwer. Herr Bockisch brach den Einbau überstürzt ab und reiste zurück nach Freiburg. Die Orgel sollte in Southampton auf die Rückkehr der "Titanic" warten - und wurde verkauft, nachdem das Schiff auf den Meeresboden gesunken war.

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools