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Schiefster Turm der Welt in Ostfriesland

Der schiefste Turm der Welt steht nicht mehr in Pisa, sondern im ostfriesischen Suurhusen. Damit ist dem Gebäude ein Eintrag im "Guiness Buch der Rekorde" sicher. Allerdings bringt die Schieflage technische Probleme mit sich.

Ein Kirchtum im ostfriesischen Suurhusen ist der schiefste Turm der Welt. Der Redaktionsleiter von Guinness World Records Deutschland, Olaf Kuchenbecker, überreichte eine Urkunde über den Rekord. Demnach ist der Turm im Landkreis Aurich schiefer als der in Pisa. Die prominente italienische Konkurrenz habe nur einen Neigungswinkel von 4,95 Grad, Suurhusen habe mit 5,19 Grad einen Vorsprung.

"Wir sind sehr froh und auch sehr stolz, dass es jetzt geklappt hat mit dem Eintrag in das "Guinness Buch der Rekorde", sagte der evangelische Pastor Frank Wessels. Im September 2008 soll der Superlativ im neuen Guinness-Buch erscheinen. Sofern bis zum April kein Turm mit einem größeren Neigungswinkel nachgewiesen werde, stehe einer Veröffentlichung nichts mehr im Wege, erklärte Kuchenbecker. Suurhusen hatte sich unter anderem auch gegen einen schiefen Kirchturm in der thüringischen Stadt Bad Frankenhausen durchgesetzt.

Kirche aus dem 13. Jahrhundert

Die Kirche in Ostfriesland stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der 27,37 Meter hohe Turm wurde im Jahr 1450 integriert. Der Grund für die Schieflage des Turms: Als Fundament wurden dicke Eichenstämme benutzt. Als im 19. Jahrhundert die benachbarten Ländereien trockengelegt wurden, sank der Grundwasserspiegel, die Stämme wurden morsch. Wegen des Untergrunds sei es unmöglich, das Absinken des Turms zu stoppen. Stattdessen soll er nun mit Hilfe von hydraulischen Pressen immer wieder aufgerichtet werden.

Schon jetzt pilgern jährlich mehr als 10.000 Besucher zu dem roten Backsteingebäude. Doch der Weltrekord macht den Ort noch berühmter. Wer im Internet nach dem schiefen Turm suche, finde sogar Einträge aus Japan, berichtete Wessels.

DPA/DPA

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