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Start-up stellt die Machete als Nachfolger der A-10 vor

Am Boden werden US-Truppen von der A-10 Warthog unterstützt. Doch das Schlachtross wird alt und ist im Betrieb sehr teuer. Die Machete soll genauso gewaltig zuschlagen können – aber sie ist viel genügsamer.

Die SM-27 folgt einem anderen Konzept als die A-10, soll aber die gleiche Schlagkraft haben.

Die SM-27 folgt einem anderen Konzept als die A-10, soll aber die gleiche Schlagkraft haben.

Das "Warzenschwein", die A-10 Warthog, gilt als das gefährlichste und gewaltigste Flugzeug der Welt für Angriffe auf Bodenziele. In jedem Krieg der USA wird die A-10 eingesetzt – sie ist ein wahres Arbeitstier. Ihr Geheimnis ist die ungeheure Feuerkraft der 30-mm-Maschinenkanone und ihre Unverwüstlichkeit. In diesem Punkt deklassierte die A-10 selbst das russische Gegenstück die Suchoi Su-25.

A-10 wird ausrangiert

Allerdings sind die Tage des hässlichen Vogels gezählt. Das Pentagon will dieses Urvieh des Luftkrieges mit der F-35 ersetzen. Experten bezweifeln allerdings, dass der High-Tech-Jet F-35 die Rolle des Frontkämpfers ausfüllen kann. Die A-10 hingegen wird immer älter und der Betrieb der alten Maschinen aufwändiger. Inzwischen wohl zu aufwändig, denn als Hauptnachteil der A-10 zählten schon immer verhältnismäßig hohe Kosten pro Flugstunde.

Stavatti, ein kleines Start-up in Minnesota, hat nun einen Flugzeugentwurf als Nachfolger für das Warzenschein ins Rennen geworfen: die Machete. Die Machete wurde gleich in zwei Varianten vorgestellt: Die SM-27 wird von einem Propeller und die SM-28 von einem Düsentriebwerk angetrieben. Auffällig ist vor allem die SM-27, bei ihr sitzt der Propeller am Heck. Im zweiten Weltkrieg wurde die Dornier Do 335 von einem Heck- und einem Frontpropeller angetrieben. Heutzutage wird diese Bauweise bei der Piaggio P.180 verwandt. Ungewöhnlich bleibt der rückwärtige Propeller allemal.

Stavatti hat gleich mehrere Varianten des Entwurfs vorgestellt.

Stavatti hat gleich mehrere Varianten des Entwurfs vorgestellt.

Propeller ist günstiger

Bei der Machete macht es der Heckantrieb möglich, einen Jet mit zwei Motoren anzubieten. Im Vergleich zu der gewaltigen A-10 erinnert das Design der Machete eher an ein leichtes Angriffsflugzeug wie die Raytheon AT-6 oder die Embraer A-29 . Dazu passt, dass die Machete auch nur Platz für eine Person bietet und nur ein Triebwerk besitzt. Eine massive Abweichung: Eine Besonderheit der A-10 sind die beiden weit oben angebrachten Triebwerke. Das Warzenschwein kann den Ausfall eines Triebwerks locker überstehen.

Design eines leichten Angriffs-Flugzeugs

Der Blog "War is boring" schätzt allerdings, dass der günstige Turboprop-Antrieb nur zehn Prozent der Flugkosten der A-10 produzieren würde – anstelle von 10.000 Dollar könne man mit 1000 Dollar auskommen. Die Machete ist daher eine Kreuzung von leichtem Angriffsflugzeugen und der schweren A-10. Im Vergleich zu früheren Designs von Stavatti ist sie mächtig gewachsen. Die Machete ist deutlich größer als ihre Konkurrenten AT-6 und A-29 und soll eine Kampfkraft wie die A-10 entwickeln. Selbst die gewaltige Kanone der A-10, die GAU-8/A Avenger, soll ihr Rumpf tragen können. Durch den Propellerantrieb könnte die Machete allerdings auch von frontnahen Behelfspisten starten und würde längere Zeit mit minimaler Wartung auskommen können.

Besser geschützt als die A-10

Vor allem aber soll die Machete feindlichem Beschuss noch besser als das Warzenschwein trotzen können. Besonders stolz ist Chris Beskar, CEO von Stavatti, auf ein neuartiges Panzermaterial: Die Machete besteht aus einem leichten, besonders schusssicheren Metallschaum. Asaneh Rabiei, von der North Carolina State University, rühmt die Fähigkeiten des Schaums. "Wir können ein Geschoss mit weniger als 25 Millimeter Schaum stoppen."

Fraglich bleibt allerdings, ob sich der Außenseiter gegen die großen Rüstungskonzerne durchsetzen kann. 


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