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26. Januar 2008, 13:46 Uhr

T-Mobile verkauft 70.000 iPhone

Einer internen Mitteilung von T-Mobile-Chef Philipp Humm zufolge wurden bisher 70.000 Exemplare von iPhone verkauft. Diese Zahl wurde in Frankreich bereits nach vier Wochen erreicht. Allerdings verdient T-Mobile gut an Apples Telefon: iPone-Besitzer verursachen ein Vielfaches der Datenübertragungsgebühren eines Normaltelefoniers.

Der Vertriebschef der Deutschen Telekom, Philipp Humm, beim Verkaufsstart des iPhone in Köln© Rolf Vennebernd/DPA

Die Deutsche Telekom hat sich zufrieden über den Absatz des Multimedia-Handys iPhone von Apple gezeigt. "In den elf Wochen seit dem 9. November haben wir 70.000 iPhone-Verträge geschlossen, davon etwas mehr als die Hälfte mit Neukunden", sagte der Chef von T-Mobile Deutschland, Philipp Humm, in einem im Intranet der Telekom-Tochter veröffentlichten Interview. Das Apple- Mobilfunkgerät sei mit Abstand das meistverkaufte Multimedia-Endgerät im Portfolio von T-Mobile.

T-Mobile hat von dem US-amerikanischen Technologiekonzern die deutschen Exklusivrechte für das iPhone erhalten und verspricht sich einen Schub für das Geschäft mit dem mobilen Internet. Laut Humm geht die Strategie auf: "Die durchschnittliche Internetnutzung eines iPhone-Kunden übertrifft bei weitem unsere Erwartungen", heißt es in dem der DPA vorliegendem Interview. Sie liege um das 30-fache über der Nutzung des durchschnittlichen Vertragskunden. Das mobile Internet sei damit bei den Kunden angekommen. "Der Trend, selber Inhalte zu produzieren und diese ins Internet zu stellen, wird 2008 weiter anhalten", wird Humm zitiert.

Das iPhone sieht der Manager als einen Katalysator für das Thema. "Durch die starke öffentliche Diskussion um das iPhone wollen immer mehr Kunden mehr als nur mobil telefonieren." Er gehe davon aus, dass auch andere Hersteller von diesem Trend profitieren wollten und daher vergleichbare Daten-Endgeräte entwickeln würden. Details nannte Humm nicht.

Datennutzung gut für die Bilanz

Die hohe Datennutzung schlägt sich positiv in der Bilanz des größten deutschen Mobilfunkanbieters wieder: Der monatliche Durchschnittsumsatz der iPhone-Kunden betrage das Dreifache des durchschnittlichen privaten Vertragskunden. In den ersten drei Quartalen vergangenen Jahres lag dieser Wert insgesamt bei 33 Euro - ein Minus von knapp 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang hängt vor allem mit dem harten Preiskampf in Deutschland zusammen. Die iPhone-Tarife liegen bei monatlich 50 bis 90 Euro. Nach Angaben aus Kreisen erhält der US-Konzern rund ein Drittel der Umsätze.

Mit einem Absatz von 70.000 Apple-Handys bleibt der Absatz in Deutschland hinter dem in Frankreich zurück. Der französische Apple- Kooperationspartner France Télécom verkaufte nach eigenen Angaben alleine im ersten Verkaufsmonat 70.000 Geräte. Allerdings wird das iPhone anders als in Deutschland auch ohne Vertragsbindung verkauft, was in Branchenkreisen als Grund für die höheren Verkaufszahlen in Frankreich genannt wurde.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
dist-bln (28.01.2008, 11:11 Uhr)
Positive Bilanz
mal abgesehen von der extrem niedrigen Gesamtzahl von ca. 70.000 Geräten...
...ein iPhone Kunde mit ca. 90 €/mtl. Umsatz- davon geht 1/3 also ca. 30 € an Apple, dann müßte für die behauptete Subventionierung auch noch ein Betrag abgezogen werden- event. ca. 10€/mtl. (eigentlich müßte man dann auch noch die Beträge für Werbekampanie etc. mit betrachten) bleibt da wirklich viel für die Telekom..?
Ereichle (26.01.2008, 22:37 Uhr)
Wer veräppelt hier wen?
Kaum zu glauben wie Manager und Marketinger Ihre Flops auch noch als Erfolg verkaufen (wollen). Bis 70.000 iPhoner - wenns mal wirklich so viel sind und nicht einige tausend der teuren Gimmiks in den Tee-Punkten gehortet werden - die Millionen für die Exclusivrechte, die Abermillionen für die Werbung und die 399 € pro Stück an die Apples durch Trafic eingespielt haben vergehen Jahrzehnte. In den genannten drei Monaten haben - ganz nebenbei - Daimler, BMW und Audi zahlenmässig fast das doppelte an S, 7er und A8er in Deutschland verkauft.
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