Im Prozess zwischen Samsung und Apple gab es eine Überraschung: Apple-Designer Christopher Stringer gewährte tiefe Einblicke in den Entstehungsprozess des ersten iPhone.
Als Apple-Designer Christopher Stringer im Prozess zwischen Apple und Samsung auftrat, wurde eigentlich erwartet, dass er im Wesentlichen die Plagiatsvorwürfe an Samsung untermauern würde. Tatsächlich sprach Stringer aber nicht nur über das tatsächlich gebaute iPhone der ersten Generation, sondern gab einen Überblick über die Entstehung des Erfolgsprodukts.
Stringer sagte in seiner Zeugenaussage, der Kern des Design-Teams des Appel-Konzerns sei nur etwa 15 Personen stark und entwickle neue Ideen gemeinsam an einem großen "Küchentisch". Das iPhone zu konstruieren und zu bauen, sei eine erhebliche technische Herausforderung gewesen, so Stringer. In einem langen Prozess seien viele Ideen verworfen worden, bis schließlich die "perfekte" Form gefunden worden sei. Während seiner Aussage zeigte der Designer Dutzende von Entwürfen wie etwa das oben abgebildete Modell mit acht Ecken. Einen so detaillierten Blick in die Kreativküche von Apple gab es noch nie.
Die Bilder aus dem Prozess sind inzwischen auf der Technikseite "The Verge" aufgetaucht. Sie beweisen, dass der Weg zur endgültigen Form des iPhone nicht geradlinig verlief. Viele Entwürfe scheinen konventioneller und weniger muitig als das tatsächlich gebaute iPhone 1.
Stringer sprach von Hunderten von verschiedenen Entwürfen und dabei seien die zahllosen Detailvarianten nicht einmal mitgezählt. Selbst als man sich schließlich für die endgültige Form entschieden habe, soll Steve Jobs nervös gewesen sein, ob das iPhone angesichts des damals ungewöhnlichen Designs angenommen werde.