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Bischof Mixa ist ein feiner Kerl, die SPD hat klar die Wahl in NRW gewonnen und Schalke 04 wird immer Meister. Die Erde ist ja auch eine Scheibe, richtig? Zeit für den Abwasch.
Im Zuge der Wulff-Affäre nehmen die Ermittler den Filmproduzenten David Groenewold stärker ins Visier: Der Freund des ehemaligen Bundespräsidenten ist in den Verdacht geraten, eine falsche eidesstattliche Erklärung abgegeben zu haben.
Ok, es waren 1,54 Promille. Da war diese rote Ampel und die Polizei. Und in der Folge der zeitweise Entzug des Führerscheins. Aber noch mehr Bischöfe scheinen ähnliche Begegnungen mit der Polizei gehabt zu haben. Das Problem nicht nur an der Causa Käßmann: an jeder Ecke lauern Unklarheiten und Schleier des Verschweigens. . Die, die bleiben sollten, gehen . Und die die gehen sollten, bleiben. So ist es wohl oft im Leben. Aber zu welchen Konsequenzen bestimmte Verhaltensweisen führen, scheint doch sehr unterschiedlich. Auch, wie und ob Verfehlungen ans Licht kommen. Also, es ist Samstag Nacht. Die Polizei stoppt den VW Phaeton der Bischöfin. Dass die Polizei Wagen anhält, passiert recht häufig. Wie nun gelangte aber gerade der Namen Margot Käßmann an die Öffentlichkeit? Ein Anruf bei der Hannöverschen Polizeipressestelle. Ich frage Sprecherin Anja Gläser, ob denn die Polizei den Namen weitergegeben hat. Die Antwort ist klar und kurz. "Nein". Hat Hannover eigentlich digitalen und damit abhörsicheren Polizeifunk? "Nein". Aha. Ist es also wie so häufig, dass irgendein leichenfleddernder Blaulichtreporter mithört, den Namen Käßmann aufschnappt und daraufhin die Sache weiterverfolgt? Dafür spräche, dass ja über den Beifahrer, der mit im Auto saß, nichts bekannt wird. Der Name ging einfach nicht über Funk. Dann aber muss man sich fragen, wie denn der Umstand, dass überhaupt jemand weiteres im Auto saß, an die Öffentlichkeit gelangt - und wie die Staatsanwaltschaft auf die Idee kommt, dass durch die Alkoholfahrt nicht noch jemand gefährdet worden sein soll. (Schöne Diskussion auf rp-online hier übrigens). Also, wenn man schon alles mögliche an die Öffentlichkeit zerrt, würde das dann schon auch noch interessieren. Alle oder keiner, Gleichbehandlung wäre gut. Oder ist der Beifahrer vielleicht einer der Gründe des schnellen Schlussstrichs? Und hier ist etwas seltsam. Ich bin mir sicher, dass die Polizei nicht gleich in der Nacht den Innensenator Hamburgs (derzeit Christoph Ahlhaus) anruft, wenn sie einen x-beliebigen Hamburger abstoppt. Nicht so in Hannover. Da war es offenbar so, das noch in der Nacht der Innenminister über den Vorgang informiert wurde. Wieso? Weil sich die beiden kennen? Was ist denn bitte so brisant daran? Wer hat da vielleicht in vorauseilendem Gehorsam gehandelt? Und wer war denn nun der ominöse Beifahrer, wenn es schon einen gab? Nachtrag 1.3.: Ein Gespräch mit dem Sprecher des Innenministeriums klärt einiges ein wenig auf: Entgegen der Angaben oben sei der Minister nicht noch in der Nacht, sondern erst am nächsten Morgen vom Lagezentrum informiert worden. Und eine solche Information geschehe auch bei anderen Prominenten, "auch zu deren Schutz", außerdem sei der Minister ja der oberste Dienstherr der Polizei. Die polizeiliche Kontrolle soll auch nicht unmittelber an der Kreuzung stattgefunden haben, sondern erst vor Käßmanns Haus. Zum Vergleich der Vorgänge schwenken wir von der evangelischen mal zur katholischen Kirche. Auch hier gab es im bischöflichen Bereich offenbar mal einen Führerscheinentzug. Nur: warum, das bleibt gewollt unklar. Die Süddeutsche Zeitung schrieb in ihrer vergangenen Mittwochsausgabe, dass auch mal Walter Mixa den Führerschein aufgrund Alkohols am Steuer hatte abgeben müssen. Fressen für Atheisten und Erzkatholiken (die lustigerweise gleich unter ihrem Artikel auf die Leserbriefredaktion der Süddeutschen verlinken). Der Beißrefelex des Bistums Augsburg ließ nicht lange auf sich warten. In einer Presseerklärung ließ sich das Bistum wie folgt dazu ein: (Das Word-Dokument wurde übrigens am Mittwoch, dem 24. Februar um 11:46 Uhr von Hans Mustermann erstellt, wirft Word unter "Eigenschaften" aus) Bistum Augsburg: Unwahre Behauptung über Bischof Mixa Gegendarstellung zum angeblichen Führerscheinentzug Augsburg, 24.2.2010 (pba). Die Pressesprecherin des Bistums Augsburg, Kathi Marie Ulrich, hat einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom 24. Februar 2010 widersprochen, wonach der Augsburger Bischof Walter Mixa seinen Führerschein nach einer Alkoholkontrolle habe abgeben müssen. Die Süddeutsche Zeitung hatte darüber im Zusammenhang mit der Trunkenheitsfahrt der EKD-Ratsvorsitzenden Margot Käßmann berichtet. „Die Behauptung der Süddeutschen Zeitung stellt eine üble Nachrede dar und ist schlicht unwahr. Bischof Mixa hat zu keinem Zeitpunkt seinen Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgeben müssen“, sagte Ulrich. Das Bistum Augsburg werde umgehend eine Gegendarstellung der Zeitung verlangen. Mit freundlichen Grüßen BISCHÖFLICHE PRESSESTELLE Kathi Marie Ulrich Pressesprecherin Hier nun setzt die Kunst des richtigen Lesens ein. Dort steht: "Bischof Mixa hat zu keinem Zeitpunkt seinen Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgeben müssen." Das lässt reichlich Spielraum für Interpretationen. Drei Möglichkeiten bleiben: Der Bischof hat wirklich nie seinen Führerschein abgeben müssen. Warum aber dann diese Einschränkung? Der Bischof hat seinen Führerschein wegen anderer Delikte abgeben müssen. War er zu schnell? Hat er gedrängelt? Waren es Drogen? Der Bischof ist zwar mit Alkohol erwischt worden, hat aber deswegen nicht den Führerschein abgeben müssen. Eine Antwort darauf bleibt die Bistumssprecherin schuldig. Auf die Nachfrage, ob sie denn den gekürzten Satz "Mixa hat nie seinen Führerschein abgeben müssen" auch unterschreiben würde, ist das Telefongespräch freundlich, aber schnell zuende. Man beteilige sich nicht an weiteren Spekulationen. Das gehe keinen etwas an. Würde ich im Falle von Kässmann ja auch unterschreiben, aber dort ist es eben viele etwas angangen, beim Innenminister angefangen. Wobei ja das Zustandekommen dieser Erklärung der Pressestelle ja schon stundenlanges Kopfzerbrechen bereitet haben muss. Vor dieser Presseerklärung und nach dem Bericht der Süddeutschen hatte ich fast im Stundentakt in der Pressestelle des Bistums angerufen. Alleine scheiterte es jedes Mal an der Bistumssekretärin, Frau Löhr, die versprach, Frau Ulrich werde bestimmt zurückrufen, was aber auch nach mehrmaligen Versuchen und Stunden später nicht erfolgte ("Sie telefoniert", "ich kann jetzt nicht stören", "sie meldet sich"). Als ich schließlich doch noch durchgestellt wurde und Frau Löhr hörbar genervt war, verwies mich Frau Ulrich auf eine gleich folgende Presseerklärung (die obige) und verweigerte ansonsten jede Auskunft. Als ich nach Lesen dieser Erklärung noch eben die Nachfrage hatte, ob denn der Bischof wegen anderer Delikte den Führerschein abgeben musste, war Frau Ulrich leider ganz plötzlich in einem Termin. Ob sie denn ein Handy habe? "Kein dienstliches", stöhnt Frau Löhr. Das alles legt den Schluss nahe, dass wohl nicht alle so konsequent wie Frau Käßmann handeln. Darf man eigentlich schreiben, dass das vielleicht auch geschlechter- und/oder idiomspezifisch sein könnte? Also, nur mal so. Wenn Frau Käßmann Herr Beckstein wäre, und Schauplatz nicht Niedersachsen, sondern Bayern gewesen wäre, wäre eine Alkoholfahrt dann anders im Ansehen? Immerhin sagte Beckstein ja im Zuge des Okoberfests 2008 mal, dass man mit zwei Maß Bier schon noch fahren könnte . Also zitiert hat ihn der Stern mit den Worten: "Wenn man die zwei Maß in sechs, sieben Stunden auf dem Oktoberfest trinkt, ist es noch möglich". Das soll er so im BR gesagt haben. Aber nochmal von der EKD zur CSU. Sagt Ihnen der Name Otto Wiesheu noch was? Oder FJS ? Wie der mit der Polizei umgegangen ist... Naja, Harald Schmidt hat seinen Hämekübel über Frau Käßmann ausgegossen und das so zusammengefasst: "1,54 Promille? Willkommen in der CSU" Ihnen allzeit gute Fahrt und achten Sie nicht auf die roten Ampeln. Sondern darauf, ob Polizei in der Nähe ist. . .
Auf der Südseeinsel Nuku Hiva ist der Mord am deutschen Weltumsegler Stefan Ramin immer noch das Thema Nummer Eins. Die Staatsanwaltschaft schließt Eifersucht als Motiv mittlerweile aus.
Im Rechtsstreit um Zeitungsberichte über einen urinierenden slowakischen Abgeordneten hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte dem Medienunternehmen Ringier Axel Springer Media AG Recht gegeben.
Bayern München und der DFB wollen Bastian Schweinsteiger vor den "tz"-Spekulationen schützen. Laut dessen Anwalt hat sich die Münchener Tageszeitung inzwischen zum Widerruf ihrer Behauptungen verpflichtet.
Eine lustige Posse kam durch ein Billboard am Ende des Lincoln Tunnels in New York zustande, welches auch ein klassisches Beispiel für die Streitkultur ist. Ich kann bei so etwas nur leise Schmunzeln, wie man entweder vehement FÜR oder GEGEN etwas ist. Egal ob Fix oder Foxy, Raider oder  Twix, Obama oder Nobama, Rep oder Dem, Black or White, Vanille oder Schoko, Rechts oder Links, Rot oder Blau, Mit oder Ohne, Texans oder Cowboys und und und... Ein entschiedenes 'vielleicht' bzw. eine Abwägung, ob man ein bisschen schwanger sein kann, findet nicht statt. In diesem Fall  ist man entweder gläubiger Christ, oder Atheist - dazwischen gibt es nicht. Du bist nicht für meinen Gott, also bist du dagegen. Ach ja, gibt es eigentlich nur den einen gegen/für den man sein kann? Ich denke dann immer an meine Hemden die mir der 'dress code' vorschreibt und stelle fest, zwischen sauber und dreckig gibt es doch doch viele Zwischenstufen. Beim Thema Religion schlagen die Wogen sehr schnell sehr hoch. Das Plakat (siehe Bild) auf welchem zu lesen ist: "You know it's a Myth. This Season Celebrate Reason.", welches vom Verein der Atheisten bezahlt ($20.000) und aufgestellt wurde, trifft die christliche Gemeinde wie ein Dolchstoß. Daraufhin wurde eine Gegendarstellung in Plakatform in der Nähe aufgestellt. Hier ist zu lesen: "You Know it's Real. This Season Celebrate Jesus", oder wie wir in der DDR lernten 'Jahresendfigur'. Dieses Gehabe, wer nicht für mich ist, ist unweigerlich gegen mich, scheint dieses Land in vielen Belangen zu spalten und zu lähmen. Bipartisanship wird dadurch fast unmöglich. Viele Reiche sagen, sie würden gerne mehr Steuern bezahlen und brauchen den 'Bush Tax Cut' nicht, aber es geht um das Prinzip. Aufgrund dieser Kontroverse wird wohl die gesamte Steuererleichterung am 31.12. auslaufen, obwohl grade die gebeutelte 'middle class' diese dringend braucht. Mit der Idee Jesus UND Reason UND Sanity UND ... zu zelebrieren, wünsche ich allen die hier reinschauen eine schöne Advendszeit.
Er ist Innenminister, CDU-Mann und Establishment durch und durch. Und dennoch hat Thomas de Maizière mit seiner Rede zur Rolle des Staates im Internet einen Meilenstein beim Umgang mit der schönen, neuen Welt gesetzt.
Das Internet vergisst nichts. Damit einzelne Nutzer mehr Kontrolle über ihre eigenen Daten haben, fordert Bundesinnenminister Thomas de Maizière eine Art "digitalen Radiergummi", mit dem Daten im Netz gelöscht werden können.
Eine "ganz normale Sache" oder doch eher eine Strafversetzung? CDU-Bundestagspräsident Norbert Lammert hat einen der besten Kontrolleure der Parteienfinanzierung, Johannes Becher, in den wissenschaftlichen Dienst versetzt. Zuletzt hatte dieser Spenden-Schwindeleien der FDP im Visier.
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