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25. August 2007, 12:33 Uhr

17-Jähriger entriegelt iPhone

Der US-Computerfreak George Hotz hat die Anbieterkopplung des iPhones geknackt. Das begehrte Apple-Handy könnte nun auch mit anderen Netzen als das von AT&T verwendet werden. Aber ganz einfach ist die Entriegelung nicht.

George Hotz hat das iPhone geknackt© AP

Ein 17-jähriger Computerfreak aus den USA hat die Anbieterkopplung zwischen dem iPhone und dem US-Mobilfunkanbieter AT&T geknackt. Er führte seinen Umbau erfolgreich einem AP-Reporter vor: Er setzte die SIM-Karte von dessen Handy in sein iPhone ein und das verband sich problemlos mit dessen Anbieter T-Mobile. T-Mobile ist der einzige Anbieter in den USA neben AT&T, der ein für das iPhone benötigtes GSM-Netz betreibt. In Europa und Asien ist GSM der dominierende Standard.

Der von George Hotz aus Glen Rock in New Jersey in einem Internet-Blog (http://iphonejtag.blogspot.com/) dokumentierte Entriegelung des iPhones hat großes Interesse ausgelöst: Für das von dem 17-jährigen inzwischen bei eBay angebotene modifizierte Handy wurden bis Samstag bereits mehr als 12.000 Dollar (9.200 Euro) geboten. Im Laden kostet das Gerät 499 Dollar, dazu kommen die Gebühren von AT&T.

Entriegelung ist nicht illegal

Hotz hat die Entriegelung des iPhones von der Anbieterbindung zusammen mit anderen Computer-Enthusiasten erarbeitet, von denen zwei aus Russland und zwei vermutlich aus den USA stammen. Die Prozedur ist kompliziert und erfordert auch Veränderungen an der Hardware - sprich den Griff zum Lötkolben. Illegal ist sie nicht - der US-Kongress hat bei der Neufassung des Urheberrechts bei Digitalmedien Manipulationen an Handys nicht verboten, diese sogar ausdrücklich ausgenommen. Zum Vergleich: Wer seine Spielkonsole so verändert, dass sie auch andere Formate abspielt, verstößt gegen das US-Gesetz.

Hotz befürchtet, das nun etwas eintritt, was er eigentlich nicht wollte: Dass Geschäftemacher iPhones aufkaufen, modifizieren lassen und dann an Interessenten in den USA, die nicht AT&T benutzen wollen, und dem Ausland verkaufen, wo sie bislang noch nicht auf dem Markt sind. "Ich will nicht, dass Leute damit Geld machen", erklärte der 17-Jährige. Die Schritte zur Entschlüsselung, die Hotz in seinem Blog veröffentlicht hatte, sind von Laien kaum zu meistern - sie verlangen mindestens zwei Stunden aufwendiges Programmieren und eben auch Veränderungen an der Hardware. "Aber einfacher habe ich es nicht hinbekommen", sagte Hotz.

Das iPhone verbindet das Mobiltelefon mit einem Musikplayer, einer Kamera und einem Internet-Zugang. Bedient wird es vor allem über ein berührungssensitives Breitbild-Display. Praktisch alle Funktionen des Telefons blieben nach der Entschlüsselung erhalten, erklärte Hotz. In Deutschland soll das Handy gegen Ende des Jahres verkauft werden. Dabei ist offenbar noch nicht entschieden, welcher Mobilfunkanbieter als Partner auftreten wird, zuletzt war T-Mobile im Gespräch.

AP
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Dewerth (25.08.2007, 21:01 Uhr)
Ob das Eifohn...
...nun entriegelt ist oder nicht, juckt mich nicht. Ich bin zwar seit Jahren Mäckjuser, aber den Eifohnkäse kaufe ich mir sowieso nicht.
ambee (25.08.2007, 17:32 Uhr)
ist doch nichts neues
wer mal auf www.iphoneblog.de klickt, sieht dass es auch schon hierzulande leute gibt die mit dem neuen wunderding über deutsche handynetze telefonieren ;-)
Ding-Dong (25.08.2007, 13:39 Uhr)
ach kleinerRolf
es geht doch dabei gar nicht um ein iPhone als solches, sondern um eine Trophäe! Und dafür zahlt man eben etwas mehr, sofern man Geld hat...
derkleineRolf (25.08.2007, 12:59 Uhr)
Denn ist ja alles gut.
Solange es noch Leute gibt, die bereit sind 12000 Ocken für ein Telefon zu bezahlen, kann es ja so schlimm nicht sein auf dieser Welt. Kopfschüttel!
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