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Begleitet von Gewalt in mehreren Provinzen haben die regimetreuen Syrer am Montag ein neues Parlament gewählt. Die Anhänger der Opposition boykottierten die Wahl, die sie als «Farce» bezeichneten.
In der syrischen Protesthochburg Homs ist am Mittwoch ein westlicher Journalist getötet worden.
Auf ihrem Vormarsch nach Bagdad haben sich amerikanische und irakische Einheiten am Montag heftige Straßenkämpfe um die Stadt Hindijah bei Karbala geliefert. In der Nacht lag auch Bagdad wieder unter Dauerbeschuss.
Die Betreiber des Internet-Netzwerks Facebook haben eine Seite gesperrt, auf der zur "dritten Intifada" gegen Israel aufgerufen wurde.
Tag sechs der Massenproteste in Ägypten und kein Ende in Sicht: Die Stimmung in dem arabischen Land bleibt hochexplosiv. Verfolgen Sie die Lage im Live-Ticker.
Das israelische Urlaubsziel Eilat und die unmittelbar benachbarte Stadt Akaba in Jordanien sind am Montag mit Raketen beschossen worden. In Akaba wurde ein Mensch getötet, vier weitere erlitten Verletzungen, wie das jordanische Informationsministerium mitteilte.
Ein im Namen der Schariah verurteilter Talkshow-Gast wehrt sich gegen die saudische Justiz - und gegen eine doppelte Moral. Einer der beliebtesten Unterhaltungssender in der arabischen Welt ist der libanesische Sender LBC (Lebanese Broadcasting Company). LBC verwandelt Musiksternchen in große Popstars und unterhält das Publikum mit Comedy, Talk und großen Galashows weit über die libanesischen Landesgrenzen hinaus. Nicht nur das LBC-Publikum ist international, das Kapital hinter dem Sender ist es auch. Der größte Anteilseigner heißt Al-Walid bin Talal, genauer: Prinz al-Walid bin Talal, der Neffe des saudischen Königs Abdullah. Talal, im Nahen Osten vor allem bekannt für sein großzügiges Wohltätigkeitsengagement, gehören 85 Prozent von LBC. Das aber schützte die Gäste und Mitarbeiter des Senders nicht vor dem Zorn des saudischen Klerus, als in dessen Augen eine rote Linie überschritten wurde. “Let´s talk about sex” mag weltweit zu den sicheren Quotenbringern zählen - wer Gäste aus Saudi-Arabien einlädt und Büros in Saudi-Arabien betreibt, sollte seine Zunge jedoch hüten. Für die beteiligten Journalisten und Gäste einer Ausgabe der Talkshow “A bold red line” (wörtlich: eine dicke rote Linie, aber auch: eine gewagte rote Linie) jedenfalls hatte das lockere Geplauder über die Sexabenteuer ihres Gastes - ein Mann aus Saudi-Arabien hatte freizügig von seinen Liebschaften erzählt - drastische Folgen. Die junge saudische Journalistin, die die Sendung für LBC vorzubereiten half, wurde von einem Sondergericht für Medienangelegenheiten beim Informationsministerium zu 60 Peitschenhieben verurteilt. Den saudischen Casanova - ein Angestellter der staatlichen saudischen Fluggesellschaft - verurteilte das Strafgericht Dschidda am 7. Oktober wegen “unmoralischen Verhaltens” zu 1000 Peitschenhieben und fünf Jahren Gefängnis. Seinen Job verlor er ebenfalls. Andere Beteiligte wie Kameramänner und Nebengäste erhielten ebenfalls Gefängnis- und Züchtigungsstrafen. Das LBC-Büro in Dschidda wurde geschlossen. Die Ausstrahlung des Sendes in Saudi-Arabien aber, einem seiner wichtigsten Märkte, wurde keineswegs verboten. Auch gegen die Besitzer und Manager von LBC wurde keine Klage erhoben - wogegen sich nun der so drastisch verurteilte Plauderer wehrt und Berufung einlegt. Mehr als 32 Verfahrensfehler seien der Justiz beim Umgang mit seinem Mandanten unterlaufen, meinte der Jawads Anwalt in einer öffentlichen Erkärung. Die Anfechtung des Verfahrens selbst ist, angesichts einer aufgeheizten öffentlichen Diskussion und eines machtvollen konservativen Klerus, vermutlich der einzig gangbare Weg, gegen das scharfe Urteil vorzugehen. Im Februar vergangenen Jahres haben sich die Informationsminister der arabischen Staaten zusammengeschlossen und die “Arab Satellite Broadcasting Charter” verabschiedet. Ein Dokument, das durch und durch restriktiven Geist atmet und das Ziel verfolgt, die Uhr zurückzudrehen und die Informationsfreiheit, die durch grenzüberschreitende Medien wie Satelliten- und Internet-Fernsehen erobert wurde, zu beschneiden. Saudi-Arabien hat die Charter unterzeichnet. Libanon nicht. Doch was gelten nationale Grenzen im internationalen Fernsehgeschäft? Wer setzt sich durch, wer bestimmt das Programm? Natürlich kann man sagen, die Menschheit kann auch ohne Talkshowgeplaudere über Sex leben. Wo aber verläuft die Grenze? Stellen wir uns einen Fall vor, indem eine junge saudische Frau berichtet, wie sie gegen ihren Willen zwangsverheiratet wurde oder ein philippinisches Hausmädchen vom wiederholten Mißbrauch durch ihren Arbeitgeber spricht. Die Ironie der Geschichte: So richtig aufmerksam auf die Talkshow und den saudischen Gast sind die Konservativen erst geworden, als der Auftritt über YouTube verbreitet wurde. Im Fernsehen hatten sie ihn glatt übersehen.
Gnade vor Recht: Der saudische König Abdullah hat der Journalisten Rosanna al Jami eine Strafe von 60 Peitschenhieben erlassen. Die drakonische Züchtigung war verhängt worden, weil die Frau an der Produktion einer Sex-Show im TV beteiligt war.
Weil die saudi-arabische Journalistin Rosanna al Jami im libanesischen Fernsehen mit einem Gast über Sex geplaudert hat, soll sie in ihrem Heimatland drakonisch bestraft werden. 60 Peitschenhiebe drohen der 22-Jährigen, ihr Gesprächspartner wurde sogar zu 1000 Hieben verurteilt.
Nach 26 Jahren scheint der Bürgerkrieg auf Sri Lanka endgültig beendet: Nach Armeeangaben ist der Anführer der tamilischen Rebellen, Velupillai Prabhakaran, auf der Flucht getötet worden. Die Befreiungstiger der LTTE hatten bereits am Sonntag ihren Kampf für einen eigenen Staat aufgegeben.
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