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21. April 2009, 23:13 Uhr

Software-Fehler legt T-Mobile-Netz lahm

"Kein Netzzugriff" - Millionen T-Mobile-Kunden konnten für Stunden nicht mit ihren Handys telefonieren oder SMS versenden. Das Netz des größten Providers in Deutschland war zusammengebrochen. Die Ursache für den Crash - ein Software-Fehler - fanden die Techniker erst nach langer Suche.

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Das T-Mobile-Netz ist wegen eines Software-Fehlers stundenlang ausgefallen© Michael Kappeler/DDP

Ein Software-Fehler hat das Netz des größten deutschen Mobilfunkanbieters T-Mobile am Dienstag über Stunden weitgehend lahm gelegt. Die Ausfälle begannen kurz nach 16 Uhr, bis der Fehler lokalisiert war, dauerte es mehrere Stunden. Gegen 19 Uhr habe man das System zurückgesetzt und neu gestartet, sagte ein T-Mobile-Sprecher am Abend. Bis 20.30 Uhr seien etwa 80 Prozent des D1-Netzes wieder verfügbar gewesen, später sollte das Netz wieder flächendeckend funktionieren, sagte er.

Betroffen waren weite Teile sowohl des Sprach- als auch des SMS-Dienstes. Das Problem sei bei den Servern mit den sogenannten Home Location Registern (HLR) lokalisiert worden, wo die Telefonnummern den einzelnen SIM-Karten zugeordnet werden, erklärte T-Mobile.

Rechnerausfall wird untersucht

Noch ist unklar, warum zwei der drei Zentralcomputer ausgefallen sind. Dies solle nun untersucht werden, sagte der Sprecher. Er bat die Kunden um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten. Es sei ihm nicht bekannt, ob es in der Vergangenheit schon einmal einen so großen Ausfall gab. Wie viele der knapp 40 Millionen Kunden von T-Mobile von der Störung betroffen waren, war zunächst unklar, es dürften aber Millionen gewesen sein. Betroffen waren auch Kunden von Discount-Anbietern wie Congstar, Simply oder Klarmobil, die ebenfalls das T-Mobile-Netz nutzen.

Betroffen von den Störungen waren ausschließlich Sprach- und SMS-Dienste, sagte ein Telekom-Sprecher. Das Webportal teltarif.de berichtete hingegen, dass laut eigenen Tests auch die Datenübertragung betroffen war. teltarif.de schreibt außerdem, dass auch einige T-Mobile-Kunden im Ausland über Ausfälle klagten.

Stichproben in den stern.de-Büros ergaben, dass vereinzelte T-Mobile-Kunden sehr wohl telefonieren konnten, andere hingegen nicht - obwohl sie sich in derselben Funkzelle aufhielten.

Das Telekommunkation-Magazin connect online berichtet, dass bei einigen Kunden das Problem wie folgt aussehe: "Nutzer von T-Mobile berichteten, dass ihr Handy zwar den Schriftzug des Providers anzeige, das Netz demnach gefunden worden sei. Eine Verbindung kommt jedoch nicht mehr zustande. Und wer rausgeflogen ist, kommt nicht mehr rein."

Der Telekom-Konkurrent Vodafone war von dem Ausfall im Mobilfunk-Netz der Deutschen Telekom nicht direkt betroffen. "Bei uns läuft alles rund", sagte ein Sprecher in Düsseldorf. Allerdings konnten auch Vodafone-Kunden stundenlang nicht mehr mit T-Mobile-Kunden telefonieren. Der Anbieter Vodafone hat 36 Millionen Mobilfunk-Kunden in Deutschland. Auch der Festnetzanbieter Arcor in Frankfurt, der etwa drei Millionen Kunden zählt und mit Vodafone verschmolzen wird, hat nach eigenen Angaben keine Probleme im eigenen Netz.

Ähnliche Fälle in der Vergangenheit

Schon vor dem aktuellen Ausfall des T-Mobile-Netzes gab es ähnliche Fälle. Bereits im März gab es eine mehrstündige und nahezu bundesweite Störung des Datennetzes bei T-Mobile, als Grund gab das Unternehmen einen Hardwarefehler an. Aber auch bei anderen Mobilfunkprovidern kommt es immer wieder zu Störungen oder gar Ausfällen. So fiel im April 2008 das Vodafone-Netz für mehrere Stunden aus, weil bei Wartungsarbeiten ein Mitarbeiter eine falsche Eingabe am Computer gemacht hatte. Dadurch stürzte ein zentraler Computer ab, was zu einer Kettenreaktion führte und das Netz für rund drei Stunden lahmlegte.

T-Mobile Rund 40 Millionen Menschen in Deutschland telefonieren mit ihrem Handy über T-Mobile. Die Mobilfunk-Sparte der Deutschen Telekom AG ist hierzulande Marktführer und ging 1993 unter dem Namen DeTeMobil an den Markt. Das Unternehmen mit Sitz in Bonn hat knapp 5400 Mitarbeiter und ist als hundertprozentige Tochter der T-Mobile International AG organisiert. Der Gesamtumsatz betrug 2006 nach Unternehmensangaben 8,2 Milliarden Euro. Im Oktober 2008 musste die Telekom einräumen, dass T-Mobile gut zwei Jahre zuvor mehr als 17 Millionen Datensätze gestohlen wurden.

san/bla/AP/DPA/Reuters
 
 
KOMMENTARE (10 von 21)
 
ganzbaf (22.04.2009, 10:36 Uhr)
Volle Zustimmung @confused

Man sollte gefährlichen und verdummenden Strahlen-Handys endlich verbiete. So kann es jedenfalls nicht weitergehen! (-:
confused (22.04.2009, 07:58 Uhr)
@STR_EDDS
Tja manch einer sollte hier am besten einen automatischen Befehlsablauf bekommen wenn er seinen PC hochfährt: shutdown -h now, dann würde einem viel Kopfschmerzen erspart bleiben. Wenn da eine Clariion oder Symmetrix ausgefallen ist dann ist sie ausgefallen. Ich finde es Klasse das Leute die gerade mal froh sind das ihr Windows sich von alleine Installiert meinen sich eine Meinung bilden zu dürfen über Unix Maschinen. Kommt ungefähr wie wenn jemand der Fiat 500 oder Trabi fährt über das Fahrverhalten eines Ferrari philosophiert Lach. Schönen Tag noch.
Sollten mal alle Netze gleichzeitig ausfallen, dann würden wenigsten für kurze Zeit die Millionen unnützen SMS der DAU´S das Datennetz nicht belasten so wie hier teilweise.
wurzelkitt (22.04.2009, 07:24 Uhr)
Ohne Handy
@Lanzarine
Nicht zu vergessen die ganzen Beziehungen, die nun nicht per SMS beednet wurden und die Kinder, die nun nach der Versöhnung am abend gezeugt wurden....
Irgendwo hat das ganze, was man so in den Nachrichten gesehen hatte, etwas vom Kindergarten: man nehme den Kindern ein Spielzeug weg und schon wird rumgeflennt. Einer meinte dann im Interview, er hätte zwei Stunden efolglos probiert, eine SMS loszuwerden. Wie bescheuert kann man eigentlich noch sein? Das ist ja schon fast so gut wie der Kohlwitz, wo Kohl 2 Stunden wegen Stromausfall auf der Rolltreppe stecken bleibt.
Lanzarine (22.04.2009, 02:40 Uhr)
Aktion Tag Ohne Medien
Köstlich, so ein paar Stunden ohne Handynetz. Man könnte ein Drehbuch darüber schreiben, was heute Abend alles passiert ist, weil T-Mobile nicht funktioniert hat. Beziehungen die jetzt beendet sind, Kinder, die nicht geboren werden, weil ihre potenziellen Erzeuger sich nicht verabreden konnten, und und und... Ich betrachte diesen Abend als eine Art Probelauf für die "Aktion Tag Ohne Medien" (einfach googeln) am 21.6. - der Aufruf zum völligen Medienverzicht. Geht das überhaupt? Angesichts der panischen Kommentare in anderen Foren von heute Abend werde ich etwas skeptisch.
flyingfree (22.04.2009, 00:20 Uhr)
congstar
und ich hab´s nicht mal bemerkt...
STR_EDDS (21.04.2009, 23:37 Uhr)
!!
@confused: So ist es. :-) Unsere Telematikserver bekommen ab der nächsten Revision auch ein Buschtrommel-Device (/dev/tomtom).
.
@cabiol: Mein Herr, Ihre Shift-Taste hat auch sporadische Ausfälle. :-D Und die Lesegeräte sind entweder über diskrete Anschaltung per Dial-Up mit dem Clearing-Center verbunden oder sie laufen im VPN-Verbund und gehen dann über ein zentrales Gateway nach draussen (ich rate: Wermelskirchen?). T-Mobile hat mit beidem nichts zu tun. Nein. Ich arbeite nicht bei T-Mobile.
DasBertl (21.04.2009, 23:31 Uhr)
Conficker-Botnetzattacke?
Ist das womöglich eine der lange erwarteten Conficker-Botnetz-Attacken? (Wesentlich mehr als)Genug Rechner zum Fernsteuern hätten sie ja um so einen Angriff durchzuführen. Und sicher gibt es den ein oder anderen der gut dafür zahlt, das er/sie/es damit einen unliebsamen Konkurrenten für einige Zeit ausschalten kann.
Wahrscheinlicher ist aber, das irgend ein Hein-Blöd in der T-Zentrale einen falschen Befehl benutzt und damit das Chaos ausgelöst hat. Das es aber nur 3 Zentralrechner geben soll die das ganze machen, ist schon ein starkes Stück, wenn man bedenkt wie viel Kohle das T mit dem Mobile so macht...
confused (21.04.2009, 23:16 Uhr)
ist das doch voll geil
was anderes fällt mir nicht ein wenn ich die Kommentare hier lese zu min. 90% . Da haben wir die notorischen Gegner von alles, die so Sprüche bringen wie _ HANDY ENDLICH VERBIETEN - wohl im Internet surfen.
Oder: "warum gibt es da nicht mindestens mehrere ersatzrechner für einen so zentralen bereich des systems", wenn da von Rechnern gesprochen wird ist nicht ein PC gemeint wie der DAU (Dümmster Anzunehmender User) zu Hause hat, dort handelt es sich um Grossrechner, Storagesysteme, in einer Grössenordnung wo man mehr als viele viele PCś benötigt um an deren Grössenordnung zu kommen. Beispiel?: http://www.1und1.de/index.php?&page=rz_tour&frame=blank Oder Sprüche wie Anbieter wechseln, das kann überall vorkommen, denn bedient wird alles noch immer von dem was sich Mensch nennt und Mensch ist nicht perfekt. Oder seit Ihr alle Perfekt? mhmm warum seit ihr nicht reich und berühmt dann? Komisch. Oder Internetleitung von T-Mobile.... wahnsinnig, zwar bietet T-Mobile Internet für Mobilfunkgeräte an, jedoch wohl eher nicht im PinPad Bereich für Buisenesskunden. Naja Hauptsache seinen Senf dazugeben und wiedermal draufhacken können, macht ja Spass. Viel Spass weiterhin dabei.
Kauft euch eine Buschtrommel, da hört euch jeder meckern.
Cabiol (21.04.2009, 22:16 Uhr)
Nicht nur Handy Probleme
HI
Arbeite bei einen Baumarkt in Bremen
Nei uns Vielen die PinPads aus(ECKarten Lesegeräte)
weil der Anbieter TMobile nciht erreichbar war.
Die gesicherte Inet LEitung ist von Tmobile
Es war aber Deutschland weit bei den Pinpads in vielen Märkten nciht verfügbar.
Heist das TMobile nicht die ganze Warheit erzählt
Es waren nciht nur die Handy Netzte Auch die gesicherten INEt Leitung fürdie ECKarten ging nciht
langsam-reicht-es (21.04.2009, 21:54 Uhr)
und........
lasst uns zuerst eine Kommission bilden.....und dann einen Plan machen
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