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28. Dezember 2006, 14:05 Uhr

Ein Handy weist die Richtung

HSDPA-Standard, 5-Megapixel-Kamera, UKW-Radio, MP3-Spieler: Normalerweise benötigt man drei Handys, um über alle Features zu verfügen, die Nokias N95 bietet. Und die GPS-Funktion könnte das Handy sogar zum Trendsetter 2007 machen. Von Udo Lewalter

Komfortabel: Die GPS-Hardware steckt bereits im Gerät© Nokia

Portable Navigationssysteme waren einer der großen Technik-Trends des Jahres und laut Einzelhandelverband ein Renner im Weihnachtsgeschäft. Wie eine Umfrage der Fachzeitschrift "Connect" zeigt, wünschen sich Handy-Nutzer Routenplanung künftig auch per Mobiltelefon. Das ist technisch zwar jetzt schon möglich, doch die aktuelle Lösung erweist sich in der Praxis als umständlich und teuer: Per Bluetooth kommuniziert das Handy mit einem externen GPS-Empfänger, der inklusive Kartenmaterial bis zu 250 Euro kosten kann.

Nokia macht die mobile Routenplanung mit dem neuen N95-Handy deutlich günstiger - und komfortabler: Die GPS-Hardware steckt bereits im Gerät. Damit das Handy weiß, wo's langgeht, kann jederzeit über UMTS oder Wlan Kartenmaterial von über 100 Ländern abgerufen werden. Diesen Service bietet Nokia kostenlos an. Zahlen muss der Nutzer dagegen für die Echtzeit-Routenplanung. Je nach Anbieter werden verschiedene Kostenmodelle zur Wahl stehen.

Alles im Kasten

In punkto Ausstattung lässt das Gerät praktisch keine Wünsche offen: UKW-Radio, Sprachbefehle, schneller HSDPA-Übertragungsstandard, Bluetooth, Infrarot, eine installierte Software zur Darstellung von Office-Dateien und eine Foto-LED zum Ausleuchten der Umgebung beim Fotografieren.

Praktisch: Öffnet man einen Schieber oben am Handy, wechselt die Darstellung der Menüs ins Querformat© Nokia

Die 5-Megapixel-Knipse ermöglicht Bilder mit einer Auflösung von bis zu 2592 x 1944 Pixeln, Videos werden mit konstant 30 Bildern pro Sekunde in einer Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten aufgenommen. Unterwegs lassen sich die Bilder auf einem Display betrachten, welches 240 x 320 Pixel darstellt. Mit dem PC kommuniziert der kleine Alleskönner via Infrarot, Bluetooth oder über eine USB-Buchse. All dies steckt in einem vergleichsweise kleinen Gehäuse: Das Gerät ist 21 Millimeter hoch und wiegt 120 Gramm.

Das Nokia N95 erscheint im ersten Quartal 2007 zu einem Preis von zirka 640 Euro.

Von Udo Lewalter
 
 
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