Beratung in Mobilfunkshops "miserabel"

14. Februar 2013, 13:58 Uhr

Hartes Urteil: Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ist nach einer Stichprobe zu dem Ergebnis gekommen, dass die Beratung in Mobilfunkshops gravierende Mängel aufweist.

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Die Verbraucherzentrale fällt ein hartes Urteil über Mobilfunkshops©

In Mobilfunkshops können Kunden laut einer Stichprobe der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nicht mit einer seriösen Beratung zu Tarifen und Preisen rechnen. "Wer einen Handyvertrag abschließen will, sollte besser nur gut informiert einen Mobilfunkshop betreten", empfahl die VZ NRW in Düsseldorf. Sie hatte Tester in 30 Läden der vier Mobilfunkanbieter Telekom, E-Plus, Mobilcom-Debitel und O2 in Köln, Düsseldorf und Neuss geschickt. Kein Kundengespräch sei "ohne gravierende Mängel" verlaufen, kritisierten die Verbraucherschützer.

Als Beispiel nannte die VZ NRW den Anschlusspreis, der in keinem Tarifgespräch vom Verkäufer angesprochen worden sei. Das einmalige Entgelt verlangen viele Anbieter bei Vertragsabschluss; erst auf Nachfrage nannten die Verkäufer in der Stichprobe die Zusatzkosten, die zwischen 24 und 35 Euro lagen. Die Hälfte der Verkäufer bot dann aber an, diese Kosten nicht zu berechnen.

Weiteres Manko nach Ansicht der Verbraucherschützer: Auf günstigere Tarife bei einer Buchung über das Internet wiesen die Verkäufer in der Stichprobe von sich aus nicht hin, und auf Nachfrage der Testkunden machten manche sogar falsche Angaben. "Merkwürdig" fanden die Verbraucherschützer zudem, dass es mitunter Unterschiede bei den Tarifen selbst in den Filialen eines Anbieters gab.

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