HOME
Test

Hybrid-Uhr im Test: Wenig smart, viel Watch

Die meisten Menschen ziehen immer noch eine klassische Uhr einer Smartwatch vor. Die Hybriduhr Fossil Q will beides sein. Wir haben sie getestet.

Fossil Q Grant am Handgelenk

Die Fossil Q in der Damen- ("Accomplice") und der Herrenvariante ("Grant")

Spätestens seit der Apple Watch wissen auch Normalnutzer, dass manche mehr können, als die Zeit anzuzeigen. Schaut man auf der Straße auf die Handgelenke, ziehen die meisten trotzdem eine klassische Uhr vor. Was aber, wenn man beides haben kann? Die Fossil Q verbindet eine mechanische Uhr mit smarten Elementen. Funktioniert das?

In einem Punkt sieht man der Q ihre smarten Funktionen gar nicht an. Sowohl die Herren- ("Grant") als auch die Damenversion ("Accomplice") sehen mit ihrem schön gestalteten und nach aktuellem Trend sehr wuchtige Gehäusen (44mm beim Herren-, 38mm beim Damenmodell) klassisch schick aus. Dank der echten Uhrenmechanik und dem Edelstahlgehäuse spürt man sie zwar deutlich am Handgelenk, unangenehm ist das aber nicht. Die Verarbeitung ist hochwertig.

Die Fossil Q Grant

Optisch ist die Fossil Q Grant nicht von einer herkömmlichen Uhr zu unterscheiden

Smart-Uhr

So weit, so bekannt von einer Armbanduhr. Spannend sind für uns natürlich in erster Linie die smarten Funktionen. Lebendig wird die Fossil Q nämlich erst, wenn man sie mit der passenden App verbindet. Ohne Fossil-Account geht aber nichts. Immerhin ist der schnell eingerichtet.

Sind Smartphone und Uhr gekoppelt, merkt man das erste Mal, dass es sich eben doch nicht um eine normale Uhr handelt: Wie wild drehen sich auf einmal die Zeiger im Kreis - und bleiben bei der aktuellen Uhrzeit stehen. Anders als analoge Uhren zieht sich die Hybridwatch die Zeit nämlich über das Smartphone aus dem Internet. Damit stellt sie sich auch bei einer Zeitumstellung und dem Zeitzonenwechsel automatisch um.

Benachrichtigung per Zifferblatt

Natürlich ist das nicht das einzige smarte Feature. Wie fast alle Smartwatches zählt die Fossil Q Schritte und die dabei verbrannten Kalorien. Im Ziffernblatt zeigt sie in einem kleinen Ring an, wie weit man seinem Tagesziel schon näher gekommen ist. Für genauere Angaben muss man aber die App öffnen. Gut: Wer möchte, kann die Ergebnisse mit den Gesundheitsapps von und Google synchronisieren. Pflicht ist das aber nicht.

Für Sport ist die Q Grant wegen ihres Gewichtes aber nur bedingt geeignet. Da ist ein leichterer Fitnesstracker angenehmer. Im Schwimmbad kann man sie aber anlassen: Weil sie bis ATM 5 wasserdicht ist, kann man mit ihr Duschen und Schwimmen. Dafür sollte man aber vielleicht das Lederarmband gegen ein sportlicheres tauschen. Dank der Schnellverschlüsse geht das ruckzuck.

Fossil Q Accomplice an einem Damen-Handgelenk

Die Damenvariante Fossil Q Accomplice fällt immer noch recht groß aus

Die Anzeige von Benachrichtigungen gestaltet sich durch das fehlende Display schwieriger. Fossil hat sich etwas Cleveres einfallen lassen. Die Zeiger drehen sich bei eingehenden Benachrichtigungen auf bestimmte Positionen, die man individuell festlegen kann. Wenn der Partner anruft oder eine SMS schreibt, drehen sich die Zeiger dann auf die 1. Bei anderen Anrufen treffen sie sich auf der 6 und so weiter. Auch Whatsapp-Nachrichten oder eingehende E-Mails lassen sich so anzeigen, zwölf Kombinationen sind mit den vollen Stunden möglich.

Ist man eine gewöhnt, ist das ziemlich wenig. Für Fans normaler Uhren kann es aber eine echte Erleichterung sein. Meine Kollegin Katharina Grimm, die für uns die Damenvariante getestet hat, bekam durch ihre Uhr endlich mit, wenn das Handy in den Tiefen der Handtasche schrillt. Auch, wenn man seines in der Hosentasche trägt, ist es nett, in Meetings oder im Gehen sehen zu können, warum es gerade vibriert. Selbst, wenn man es dann doch aus der Tasche ziehen muss, um mehr zu erfahren.

Dauerläufer

Dafür kann die Fossil Q aber beim größten Schwachpunkt von Smartwatches enorm punkten: der Laufzeit. Während Smartwatches im Idealfall alle drei Tage, schlimmstenfalls aber jede Nacht ans Kabel müssen, läuft die Fossil Q bis zu sechs Monate - wie eine klassische Uhr eben. Einziger Nachteil: Ist der Saft aus, muss man sich aber eine neue Batterie zulegen, einfach Aufladen ist nicht drin.

Der Preis kann sich sehen lassen: Ab 145 Euro bekommt man die Fossil Q Grant im Netz, die Fossil Q Accomplice beginnt bei 155 Euro. Die Kosten gehen je nach gewähltem Ziffernblatt, Armband sowie Gehäusefarbe um bis zu 50 Euro nach oben. Trotzdem: Der Preis ginge auch für eine nicht-smarte Uhr in Ordnung, für eine Smartwatch ist er ohnehin günstig.

Fazit: Klassisch smart

Auch wenn Smartwatches technisch deutlich mehr zu bieten haben, überzeugt die Fossil Q im Alltag als clevere Alternative. Sie macht optisch deutlich mehr her und deckt mit Schrittzähler und - zugegebenermaßen nur sehr rudimentären - Benachrichtigungen die beiden wichtigsten Features ihrer smarteren Konkurrenten ab.

Zuviel sollte man sich aber nicht erwarten, die smarten Funktionen sind mehr als nette Dreingabe zu sehen statt als echte Alternative zu einer vollwertigen Smartwatch. Da haben Apple Watch, Samsung Gear S3 und Co. einfach deutlich mehr zu bieten, taugen dafür aber weniger als Schmuckstück. Und kosten auch mindestens das Doppelte.

ProKontra
Sehr schickes Uhren-DesignNicht besonders gut für Sport geeignet
Smarte Zusatzfunktionen...... die aber nicht an echte Smartwatches herankommen
Super Akkulauftzeit
Günstiger Preis

Weitere Tests

Weitere Themen

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.

Partner-Tools