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Galaxy A5 und A3 im Test: So gut ist Samsungs neue Mittelklasse

Mit dem Galaxy A5 und dem Galaxy A3 hat Samsung zwei neue Mittelklasse-Smartphones nach Deutschland gebracht. Und die sind eine echte Alternative zu den Premium-Modellen, wie unser Test zeigt.

Das Galaxy A5 (weiß) und Galaxy A3 (schwarz)

Das Galaxy A5 (weiß) und Galaxy A3 (schwarz)

Mit dem Galaxy S6 brachte Samsung eines der besten Smartphones des vergangenen Jahres auf den Markt. Der Nachfolger, das Galaxy S7, steht bereits in den Startlöchern. Was beide Geräte gemeinsam haben, ist der hohe Preis. Zum Start kostete das S6 je nach Ausstattung 600 Euro und mehr, das S7 spielt vermutlich in einer ähnlichen Liga. Für viele Nutzer liegt das weit über dem Budget. Mit dem Galaxy A5 und dem A3 haben die Südkoreaner nun zwei neue Geräte der Mittelklasse im Portfolio. Wir haben beide Geräte ausprobiert und sagen, ob sich ein Kauf lohnt.

Optik: Wie ein Galaxy S6 Mini

Die Zeit der Plastikbomber ist definitiv vorbei: Beide Telefone sind echte Hingucker und orientieren sich stark am großen Bruder, dem S6. Der Metallrand fühlt sich gut an, das Displayglas ist zum Rand hin leicht gewölbt (sogenannter 2,5D-Effekt). Ansonsten wagt Samsung keine Experimente: Bei der Navigation kommt die gewohnte Kombination aus Home-Button (der Fingerscanner beim A5 funktioniert übrigens prima) und zwei Sensortasten zum Einsatz. Ob einem die glatte (und ziemlich rutschige) Glasrückseite gefällt, ist Geschmackssache - leider ist sie ein echter Fingerabdruckmagnet.

Bonbon-Display in zwei Größen

Das Galaxy A3 hat ein 4,7 Zoll großes Display, das ist so groß wie ein iPhone 6s. Mit 1280 x 720 Pixeln ist die Auflösung aber knapp unter dem Apple-Gerät. Der Bildschirm des Galaxy A5 misst 5,2 Zoll und bietet echte Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel). Damit ist der Screen auf dem Papier zwar nicht so scharf wie beim Galaxy S6 (2560 x 1440 Pixel), im Alltag macht sich der Unterschied aber nicht bemerkbar. Die beiden Super-AMOLED-Bildschirme überzeugen im Test mit knackscharfen Kontrasten, kräftigen Farben und einer hohen Helligkeit. Wer den Bonbon-Look der Vorgänger nicht mochte, wird aber auch diesmal keinen Gefallen daran finden.

Das Galaxy A5 ähnelt dem S6 optisch frappierend

Das Galaxy A5 ähnelt dem S6 optisch frappierend

Technische Ausstattung

Bei der Optik spielt Samsung noch in der Oberliga. Schaut man sich aber die technische Ausstattung genauer an, erkennt man, wo der Rotstift angesetzt wurde: Als Prozessor dient beim A3 der hauseigene Exynos 7578-Vierkernchip, im A5 steckt der schnellere Exynos 7580 mit acht Rechenkernen. Mit dem extrem flinken Galaxy S6 können sie so zwar nicht mithalten, alltägliche Anwendungen (Youtube, Messenger, 3D-Games) packen sie aber mühelos. Knapp bemessen ist beim A3 der 1,5 Gigabyte große Arbeitsspeicher (A5: 2 GB Ram). Wer häufig ein Dutzend Programme gleichzeitig offen hat, kann das Gerät an seine Leistungsgrenze bringen - in den meisten Fällen dürfte der Speicher aber ausreichen.

Kamera nur Mittelmaß

Für viele Smartphone-Nutzer ist die Kamera der vielleicht wichtigste Kauffaktor. Und auch hier machen die Geräte eine gute Figur: Bei Tageslicht gelingen der 13-Megapixel-Knipse gute Bilder auf dem Niveau einer Digicam. Zu kämpfen hat die Rückkamera in Gegenlichtsituationen, ohne jedoch ein wirklich befriedigendes Ergebnis zu erreichen.

Bei schwierigen Lichtbedingungen stört leider das starke Bildrauschen (siehe Bild). Immerhin: Dank der f/1.9-Blende sind die Bilder ziemlich lichtstark. Für gelegentliche Schnappschüsse geht das in Ordnung, Hobbyfotografen sollten aber lieber zum S6, Nexus 6p oder iPhone 6s greifen. 4K-Videos beherrschen übrigens beide Galaxys nicht. Beim A3 wurde zusätzlich der optische Bildstabilisator eingespart.

Nachtaufnahme des Galaxy A5: sehr hell, aber viel Bildrauschen

Nachtaufnahme des Galaxy A5: sehr hell, aber viel Bildrauschen

Mit microSD-Slot, ohne Marshmallow

Beide Geräte haben von Haus aus 16 Gigabyte Speicherplatz, wovon dem Nutzer für Filme, Fotos und Co. knapp 11 Gigabyte zur Verfügung stehen. Der Speicher lässt sich praktischerweise via microSD-Karte erweitern. Spätestens jetzt dürften Besitzer des Galaxy S6 neidisch herüberblicken.

Bei der Software ist Samsung nicht up to date: Als Betriebssystem kommt Android 5.1.1 mit der hauseigenen Touchwiz-Oberfläche zum Einsatz. Ein Update auf Android 6 Marshmallow ist geplant. Wann die Aktualisierung verfügbar ist, weiß derzeit nur Samsung.

Bei voller Aufladung kommt man mit dem fest verbauten Akku (2900 mAh) locker über den Tag. Bei Wenignutzern dürfte auch noch ein zweiter Tag drin sein, bis man an die Steckdose muss. Das Galaxy A3 (2300 mAh) ist im Gegensatz zum A5 nicht schnellladefähig.

Fazit: A3 schlägt A5

Lohnt sich die neue Samsung-Mittelklasse? Optisch sind die Geräte beinahe identisch mit dem Galaxy S6, auch an der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Erwähnenswert sind der erweiterbare Speicher und der kräftige Akku - beides spricht für das A5 und A3. Abgespeckt wurde jedoch beim Prozessor und der Kamera. Wem die Kamera wichtig ist, der sollte lieber zum Galaxy S6 greifen. Das gibt es in der 32-GB-Version bereits für 430 Euro, das sind nur knapp 50 Euro mehr als das A5. Und dafür erhält man auch noch mehr Rechenpower, eine drahtlose Ladetechnik und vermutlich länger Updates.

Preislich attraktiver ist das Galaxy A3, das gibt es bereits für 280 Euro. Für diese Preisklasse ist die Verarbeitung des Handys wirklich herausragend. Wer auf Mini-Smartphones steht, bekommt in dieser Preisregion kaum ein schickeres Gerät. Mit 4,7 Zoll ist der Bildschirm kleiner, durch die kleineren Abmessungen ist das A3 deutlich handlicher - leider gibt es keinen Fingerabdruckscanner. Alles in allem dürfte das A3 für die meisten Nutzer das mit Abstand attraktivere Gerät sein.

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