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Die neuen Blu-rays: Warum besseres Bild nicht gleich besseres Bild ist

UHD und 4K sind die neuesten Trends beim Heimkino-Genuss. Und wieder kommen etliche Filme in neuen Versionen heraus. Das Problem dabei: Die Auflösung ist oft gar nicht wirklich höher.

UHD Blu ray 4K

UHD-Blu-ray sorgt für ein großartiges Bild. Die ultrahohe 4K-Auflösung ist aber meistens nicht an Bord.

Als Blu-rays neu auf den Markt kamen, waren viele Menschen von der besseren Bildqualität völlig fasziniert. Die Bilder sind so viel schärfer als alte DVDs, dass man sich schon nach kurzer Zeit fragt, wie man früher so Filme schauen konnte. UHD verspricht eine ähnliche Revolution. Nun kommen die ersten Player für UHD-Blu-rays auf den Markt, und mit ihnen auch jede Menge neuer Filme. Doch die sehen gar nicht so toll aus, wie sie eigentlich könnten.

Denn statt der vollen 4K-Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten, hat das Filmmaterial nur die Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln - und wird dann hochskaliert. Das sieht immer noch fantastisch aus, aber längst nicht so gut wie natives 4K-Material.

Kein Platz für echtes 4K

Dass die Filme nicht in der vollen Auflösung kommen, liegt aber nicht am bösen Willen der Studios. Viele Filme und Serien wurden schlicht nicht in einer höheren Auflösung gefilmt, auch die in der Post-Produktion hinzugefügten Special-Effects werden in der Regel für niedrigere Auflösungen entwickelt. Hinzu kommen technische Probleme. Aktuelle Blu-ray-Scheiben fassen zwar gigantische 66 Gigabyte pro Disk. Das reicht für die volle Auflösung aber längst nicht aus. Die fällt immerhin viermal so hoch aus wie bei Full-HD. Um sie auf die Scheiben zu packen, müssten sie schon 100 GB fassen, erklärte der Warner-Brothers-Chef Jim Wuthrich gerade in einer Fragerunde. Das Problem: Solche Blu-rays gibt es aktuell noch nicht, sie werden noch entwickelt.

Beim Wechsel von DVD zur Blu-ray hatte es ähnliche Probleme gegeben. Auch die ersten Blu-rays schafften nicht das damals geplante Fassungsvermögen von 50 GB, sie wurden in einer 25-GB-Version ausgeliefert - mit hochskaliertem Bild-Material.

Auch ohne 4K ist das Bild besser

Wer die volle Auflösung haben will, muss also wohl vorerst auf Streaming-Dienste wie Netflix ausweichen. Doch auch dort ist die Auswahl an 4K-Videos noch nicht überwältigend. Lediglich einige wie "Breaking Bad" (Netflix) und "Mozart in the Jungle" (Amazon Prime) und vereinzelte Filme werden aktuell in 4K angeboten. Bis das Angebot wächst, dürfte es noch dauern.

Doch auch ohne 4K sehen die Filme von den neuen Blu-rays um Längen besser aus als ihre Full-HD-Versionen. Denn UHD ist nicht nur eine Bezeichnung für die höhere Auflösung. Auch die Farbpalette wurde stark erweitert. Die Technik namens "High Dynamic Range" (HDR) sorgt für beinahe plastische Bilder, die Filme wirken dadurch deutlich lebensechter. Der Ton soll dank des neuen Standards ebenfalls revolutioniert werden. "Immersive Audio" funktioniert wie Dolby Surround, diesmal kann der Sound aber auch von oben und unten kommen. Entsprechende Boxen-Systeme vorausgesetzt.

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