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Eigentlich sollten wir erwachsen werden

Ein bisschen stolz dürfen wir Ihnen diese Woche die Geburt eines neuen Magazins bekannt geben: Es heißt NEON, ein Heft aus der stern-Familie für junge Leserinnen und Leser

Liebe stern-Leser!

Ein bisschen stolz dürfen wir Ihnen diese Woche die Geburt eines neuen Magazins bekannt geben: Es heißt NEON, ein Heft aus der stern-Familie für junge Leserinnen und Leser, die schon lange volljährig sind, aber ihre jugendliche Unbeschwertheit bewahren möchten.

Ein Dilemma, in dem jede junge Generation steckt: Sie möchte voran kommen, aber dabei nicht unglücklich werden. Sie ist schon den Zwängen des Alltags ausgeliefert, will aber trotzdem mal das Falsche tun, einfach weil es Spaß macht.

NEON ist das Heft für eine Generation voller Widersprüche: romantisch, aber abgeklärt. Schneller Sex? Ganz nett, aber es bleibt die Sehnsucht nach einer festen Beziehung. Und Fragen über Fragen: Wie mache ich mich in meiner Firma unentbehrlich? Muss Politik so umständlich sein? Rede ich schon wie mein Vater? Ein Leben lang denselben Partner? Soll ich wirklich eine Steuererklärung machen?

Manchen beschäftigen diese Dinge Anfang 20, andere mit Anfang 30. Egal, die Wirren zwischen Pflichtbewusstsein und Sorglosigkeit bündelt der Slogan des neuen stern-Ablegers: "Eigentlich sollten wir erwachsen werden." Wer diesen Satz versteht, der versteht auch NEON.

Dieses Heft ist ein Angebot an eine junge Generation, die sich jedem Versuch widersetzt, sie mit einem Etikett zu versehen. Die "Generation X", die "No-Future-Generation", die "Generation Golf" - alles hilflose Versuche, angebliche Zeitströme zu vermarkten.

Mein Eindruck: Die meisten sind vor allem damit beschäftigt, den richtigen Weg für sich selbst zu finden. Das hat nichts mit Egoismus zu tun, denn dazu gehört Rücksichtslosigkeit, und die kann ich bei den 20- bis 30-Jährigen nicht entdecken.

Das neue Konzept haben sich die ehemaligen Macher des Magazins "jetzt" ausgedacht, das bis zum vergangenen Sommer als Beilage der "Süddeutschen Zeitung" erschien - die stern-Chefredaktion stand Pate.

Das Team um die NEON-Redaktionsleiter Timm Klotzek, 30, und Michael Ebert, 28, hat nun in einem Souterrain in der Münchner Weihenstephaner Straße einen ganz eigenen Journalismus für junge Leserinnen und Leser entwickelt: sehr frisch, sehr eigenwillig, sehr ideenreich.

Das erste NEON ist eine Pilotausgabe. Das heißt: Wir testen mit diesem Heft, wie viele Käufer sich für dieses ambitionierte Magazin finden. Neugierig? Es kostet 2,50 Euro, erhältlich an gut sortierten Kiosken. Jetzt!

Noch einmal Friedman:

Die öffentliche Diskussion um den schweigenden TV-Moralisten hat zahlreiche stern-Leser animiert, uns ihre Meinung zu schreiben.

Bei vielen steht nicht die juristische Bewertung im Vordergrund, sondern auch das möglicherweise zweifelhafte Verhalten eines Mannes, der als Vizepräsident des Zentralrats der Juden eines der wichtigsten Ämter dieser Republik geschultert hat, der die Sache der Juden in Deutschland zu seiner ganz persönlichen gemacht hat - wider das Vergessen, für Versöhnung und Normalität zwischen Juden und Nichtjuden. Daran arbeitete er immer mit großem Ernst und Glaubwürdigkeit. Hat diese Glaubwürdigkeit gelitten? Auch darum geht es!

Herzlichst Ihr Andreas Petzold

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