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10. Juni 2008, 10:16 Uhr

Warum van Nistelrooys Treffer regulär war

Es war der Aufreger des Spiels: Der holländische Angreifer Ruud van Nistelrooy bekam völlig freistehend vor dem italienischen Keeper Buffon den Ball und schoss zur Führung ein. Abseits - dachten alle. Doch der Treffer zählte - völlig zu Recht.

Ruud van Nistelrooy trifft zum 1:0 - weil Christian Panucci das Abseits aufhebt© DPA

Der Führungstreffer der Niederlande im EM- Gruppenspiel gegen Fußball-Weltmeister Italien durch Ruud van Nistelroy war kein Abseits - auch wenn es auf den ersten Blick so aussah. Christian Panucci hob die Abseitsstellung des niederländischen Torjägers auf: der Italiener lag nach einem Zusammenprall mit Keeper Gianluigi Buffon hinter der Torlinie. Schiedsrichter Peter Fröjdfeldt aus Schweden erkannte den Treffer an.

"Der verteidigende Spieler zählt in diesem Fall mit, als wäre er auf dem Spielfeld", erklärte der Schiedsrichter-Lehrwart des Deutschen Fußball-Bundes DFB, Eugen Strigel. Ein Stürmer könne sich dem Abseits entziehen, nicht aber ein Verteidiger. "Begibt sich ein verteidigender Spieler absichtlich hinter die Torlinie, muss er sogar verwarnt werden", sagte Strigel.

Im offiziellen Regelwerk heißt es: "Begibt sich ein verteidigender Spieler hinter die eigenen Torlinie, um einen Gegner abseits zu stellen, lässt der Schiedsrichter das Spiel weiterlaufen und verwarnt den verteidigenden Spieler bei der nächsten Spielunterbrechung, weil er das Spielfeld ohne Erlaubnis des Schiedsrichters verlassen hat."

DPA

 
 
KOMMENTARE (10 von 30)
 
albundy69 (11.06.2008, 08:51 Uhr)
Unterlassen Sie bitte solche Artikel .....
....sonst fängt Lehmann auch noch an, an solchen Blödsinn zu denken
minihami86 (10.06.2008, 18:03 Uhr)
...
Wo liegt eigentlich das Problem? Ich finde die Regel ziemlich eindeutig (über Sinn und Unsinn wurde lange genug diskutiert, ich halte sie definitiv für sinnvoll). "Begibt sich ein verteidigender Spieler..." - ist eingetreten, sich begeben impliziert nicht, auf welche Art und Weise es geschieht. "um einen Gegner abseits zu stellen" - wurde schon diskutiert, ich glaube allerdings, dass diese Absicht des Spielers, die in diesem Teil der Regel steckt, sich viel mehr auf die Verwarnung bezieht, die der Spieler zu bekommen hat. Das heißt, wenn er es mit Absicht macht, gibt es ne Verwarnung, wenn es unabsichtlich passiert, gibt es keine. Das ändert aber nichts an der Spielsituation, es ist also trotzdem Abseits. Es steht auch ganz klar dort, dass man das Spielfeld ohne Erlaubnis des Schiedsrichters nicht verlassen darf. Wenn also jemand verletzt vom Feld humpelt, so ist es wohl eher der Humanität des Schiris zuzuschreiben, dass er dies duldet. Fakt ist, dass die Regel eindeutig ist und vollkommen korrekt angewendet wurde. Zu guter letzt bin ich außerdem absolut nicht der Meinung, dass sich auf Grund von 2006 eine Anti-Italien-Haltung einstellt. Ich habe allerdings z.B. noch das Bild im Kopf, wie Ballack hinten an der eigenen Torauslinie nach nem kleinen Rempler Gattuso abklatschen will und der macht einfach nen Bogen um ihn und läuft weg. Solche Verhaltensweisen findet man bei anderen Italienern auch wieder, das hat absolut NICHTS mit Proletenhaftigkeit zu tun... und ich bin auch keineswegs der Meinung, dass dies ausnahmslos auf alle italienischen Spieler zutrifft, aber ein arrogantes und teilweise unsportliches Verhalten kann man ihnen (genau wie vielen anderen Spielern) nicht abschreiben.
Luciano (10.06.2008, 16:51 Uhr)
@Malt
Mich macht garnichts sicher, dass es keine Absicht war. Genausowenig ist es aber sicher, DASS es Absicht war.
Ich denke, die Regel ist eigentlich für solche Fälle gedacht, in denen ein Spieler schnurstraks hinter die eigenen Linien läuft, weniger für den Fall, dass jemand verletzt "herausrollt".
Dass Sie den Italienern grundsätzlich eine unsaubere Spielweise unterstellen finde ich doch sehr proletenhaft und dumm.
Dass Sie nicht der einzige hier in D sind der so denkt, kann ich mir aber denken, schließlich war es den Italienern zu verdanken, dass die Deutschen bei der WM nach Hause fahren konnten.
Dazu mal ein paar Anmerkungen:
Als fairer Sportsmann und erst recht als guter Gastgeber als das Deutschland sich zur WM ja gerne sah, sollte man sich Neid, Missgunst und Schadenfreude verkneifen. Ich weiss auch nicht was Sie da von Gerechtigkeit faseln. In vergangenen WMs und EMs sind die Italiener mehr als einmal durch unkorrekte Schiri-Entscheidungen aus dem Turnier geflogen. Ich bin sicher, DA haben Sie sich nicht so über Ungerechtigkeiten aufgeregt. Das letzte mal lief es eben für die Italiener ganz gut und dafür für die Deutschen schlecht. DAS war ausgleichende Gerechtigkeit.
Malt (10.06.2008, 16:18 Uhr)
@Luciano
Und was macht Sie sicher, dass das keine Absicht war? So verletzt wie er vor dem Tor getan hat, so schnell war er nach dem Tor wieder auf den Beinen und hat sich beschwert! Ich unterstelle den Italienern schlichtweg grundsätzlich eine unsaubere Spielweise, und mit der Ansicht steh ich auch nicht alleine da. Zudem: Wenn Van Nistelrooy nicht so ein fairer Sportsmann wäre, dann hätte er vorher einen "richtigen" Elfmeter (also nach einem tatsächlichen Faul!) bekommen... er hätte sich nur fallen lassen müssen, als ihn Buffon mit der Hüfte fast umgeräumt hätte... manchmal gibt es eben doch Gerechtigkeit!
Luciano (10.06.2008, 14:21 Uhr)
@hjohjo
Lernen Sie erstmal selber lesen, bevor Sie andere der Leseunfähigkeit bezichtigen.
Die Passage "um einen Gegner abseits zu stellen" bezieht sich ganz klar auf "Begibt sich ein verteidigender Spieler hinter die eigenen Torlinie" und hat erstmal NICHTS aber auch rein gar nichts mit der Passage über die Verwarnung zu tun.
Im Übrigen hat Steven vollkommen recht:
Der Anfang der Regel lautet:
"Begibt sich ein verteidigender Spieler hinter die eigenen Torlinie, um einen Gegner abseits zu stellen...", und nennt somit auch schon alle Voraussetzungen dafür, dass der Rest der Regel zum Greifen kommt:
1. Es muss sich um einen verteidigenden Spieler handeln
2. Er muss sich hinter die eigene Torlinie begeben
und
3. Er muss dies in der Absicht tun einen Gegener abseits zu stellen
Es handelte sich zwar um einen Abwehrspieler, doch hat er sich nicht hinter die Torlinie begeben, sondern wurde dahin befördert. Das erste impliziert Absicht, das zweite passiert ohne Absicht und eigenes zutun.
Zudem erfolgte das Ganze auch offensichtlich ohne die Intension den Gegner abseits stellen zu wollen. Damit wäre, lässt man mal die schwammige Formulierung von "sich begeben" außer acht, noch immer 1 Kriterium von dreien nicht erfüllt, um ein Anwenden der Regel zu rechtfertigen.

Sukram71 (10.06.2008, 13:59 Uhr)
Ich danke dem Schiedsrichter,
dass er die Situation so gut erkannt hat.
--
Ansonsten ist es wie 'stealhammer' schreibt: Eine andere Auslegung der Regel würde der Trickserei Tür und Tor öffnen. - Mal eben an den Spielfeldrand laufen und aus dem Spielfeld "stolpern" und schon ist der Gegner im Abseits...
--
Außerdem kann man in manchen Situationen auch versehentlich aus Unachtsamkeit aus dem Spielfeld laufen. Dafür kann dann aber die angreifende Mannschaft nichts.
--
Außerdem haben es die Spaghetti-essenden Italiener nach der WM auch gar nicht anders verdient. Ich hab ne Kerze aufgestellt, auf dass die Italiener in der Vorrunde rausfliegen. Und zwar mit ner Tordifferenz von mindestens 0:10! :)
ikaron (10.06.2008, 13:56 Uhr)
Tja...
...wenn man Trainings-Schwerpunkte in Elfer schinden, versteckten Fouls und auf dem Boden wälzen setzt muss man sich nicht wundern wenn man nicht alle Regeln kennt ;)
SchattenLord (10.06.2008, 13:52 Uhr)
Wieso
bedankt sich hier mal keiner beim Schiedsrichter, dass er die Situation so gut erkannt hat?
stealhammer (10.06.2008, 13:37 Uhr)
Keine überflüssige Regel
Jeder von uns hätte wohl gewettet, dass es Abseits war. Die Regel macht aus folgenden Hintergrund Sinn. Stellt euch vor, dass ein Verteidiger keine Chance hat, vor dem Abspiel des Abgriffes der gegnerischen Mannschaft, den Angreifer ins Abseits zu stellen. Wenn er die Chance hätte, würde er sich zügig über die Linie begeben und unterbindet einen vorher regulären Angriff mit einer sehr unfairen Methode. Die Regel macht somit schon Sinn. Er kann ja durchaus noch ins Spiel eingreifen. Ob die Regel zu hart angewendet wurde, kann man schwer beurteilen. Der Schiedsrichter hätte in wenigen Sekunden entscheiden müssen, dass er italienische Spieler nicht mehr aktiv am Spielgeschehen eintreten darf und diesen Spieler bis zur Mittellinie verweisen müssen und ihn dort ins Spielgeschehen zurückholen müssen. Es ist halt die Italiener dumm gelaufen :-))). Ein gewisse Schadenfreude besteht schon:-). Danke Holland!!!!
schnauze_voll (10.06.2008, 13:25 Uhr)
Abseits ist....
wenn der Schiri pfeift......:-)
war alles Regelkonform, punkt.
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