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26. Mai 2008, 14:35 Uhr

Zauber, Verletzte, wenig Konstanz

Die 2:3-Niederlage im Testspiel gegen Uruguay hat der Türkei klar gemacht: Es gibt noch viel zu tun. Allerdings fehlen viele Stars verletzungsbedingt und auch das Torwart-Problem scheint noch ungelöst. Trainer Fatih Terim ist dennoch mehr als zuversichtlich.

Auf den Trainer der Türkei, Fatih Terim, warten noch stressige Tage bis zum EM-Start© John MacDougall / AFP PHOTO

Verletzungssorgen und grobe Abwehrfehler plagen den türkischen Fußball-Nationaltrainer Fatih Terim vor dem Start in die EM-Endrunde am 7. Juni. Die 2:3-Niederlage im vorletzten Testspiel gegen Uruguay am Sonntagabend in Bochum offenbarte die Schwächen des als Außenseiter geltenden Teams in der Gruppe A neben Gastgeber Schweiz, Portugal und Tschechien.

"Wir müssen hart daran arbeiten, eine gute Leistung über die gesamte Spielzeit zu bringen. Die Gegentore haben uns schon ein wenig demoralisiert", bekannte der türkische Coach nach der Partie vor über 13 000 Zuschauern.

Hoffen auf Altintop

Dabei zeigte die spielerisch starke Elf in der Anfangsphase ihre Stärken in der Offensive, leistete sich aber gleichermaßen grobe Schnitzer in der Defensive. Die zwei Führungstreffer von Arda Turan (13. Minute) und Nihat Kahveci (51.) waren sehenswert, die Gegentreffer von Luis Suarez (31./78.) und Cristian Rodriguez (85.) - darunter zwei Foulelfmeter - vermeidbar.

"Ich habe zwei Stammspieler in der Abwehr nicht dabei, zudem konnte Hamit Altintop erst mal nur 45 Minuten spielen", sagte Terim. Schwächen offenbarte auch Torhüter Volkan Demirel, der keinen sicheren Eindruck hinterließ und einen Elfmeter verursachte.

Bastürk scheint gesetzt

Zählen kann der Coach, der im Vergleich zum ersten Testspiel gegen die Slowakei (1:0) eine auf sieben Positionen veränderte Formation präsentierte, aber auf seine Bundesligaprofis. Sowohl der Stuttgarter Yildiray Bastürk als auch der zuletzt zwei Monate pausierende Hamit Altintop standen in der Startformation.

"Ich habe mich gut erholt und keine Schmerzen mehr", sagte der Profi des FC Bayern München, der bei seinem Comeback eine Halbzeit lang gegen die Südamerikaner durchhielt.

Stammelf im Kopf

Dafür stehen Terim die fest eingeplanten Defensivspezialisten Gökhan Gönül und wohl auch Servet Cetin nicht zur Verfügung. Gönül wurde wegen einer anhaltenden Fußverletzung bereits aus dem 27 Spieler umfassenden Kader aussortiert, drei weitere Spieler werden folgen. Zudem laboriert Mittelfeldspieler Mehmet Aurelio derzeit an einer Mittelohrentzündung.

"Natürlich habe ich meine Stamm-Elf schon im Kopf, aber ich muss sehen, wer überhaupt fit ist", sagte Terim, der nach seiner Kadernominierung auch im letzten Testspiel gegen Finnland am Donnerstag noch einigen Spielern Einsatzzeiten geben möchte. "Man weiß nie, auf wen man bei der EM am Ende noch angewiesen ist", sagte der türkische Trainer.

DPA

 
 
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