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21. Juni 2008, 20:15 Uhr

Hiddink schockt Holland

Oranje trägt Trauer: Die Niederlande haben das dritte Viertelfinalspiel der EM gegen Russland mit 1:3 nach Verlängerung verloren. Es war ein Triumph des holländischen Trainers der Russen, Guus Hiddink, der seine Mannschaft hervorragend auf den Favoriten eingestellt hatte.

Jubel auf der russischen Bank: Der niederländische Trainer Guus Hiddink hat seine Landsleute mit 3:1 nach Verlängerung aus dem Turnier geworfen© Lars Baron/Getty Images

Die Party in Orange ist zu Ende: Ausgerechnet der niederländische Trainer-Fuchs Guus Hiddink hat mit Russland seinen Landsleuten einen Schock versetzt und den großen EM-Favoriten aus dem Turnier befördert. Im Beisein von Bundestrainer Joachim Löw musste sich das bisher überragende Oranje-Team in Basel im Europameisterschafts-Viertelfinale der unter Hiddink erstarkten "Sbornaja" überraschend 1:3 (1:1, 0:0) nach Verlängerung geschlagen geben. Die Russen zogen damit hochverdient zum sechsten Mal in eine EM-Vorschlussrunde ein, "Oranje" dagegen war am Ende stehend K.o.

Vor 38.374 Zuschauern im ausverkauften St. Jakob-Park trafen Roman Pawljutschenko (56. Minute), Dmitri Torbinski (112.) und Andrej Arschawin (116.) für Russland, das nach diesem Coup im Kampf um die Endspiel-Teilnahme am Donnerstag in Wien nun den Sieger des Sonntag- Duells zwischen Spanien und Weltmeister Italien herausfordert. Hiddink führte damit nach der Niederlande (WM 1998) und Südkorea (WM 2002) schon das dritte Team in das Semifinale eines großen Turniers. Ruud van Nistelrooys Treffer (86.) war für Holland viel zu wenig.

"Müssen es genießen"

"Ich bin wirklich stolz auf mein Team", jubelte Hiddink über den von seinen Akteuren toll herausgespielten Sieg. Bundesliga-Profi Iwan Saenko gab das Kompliment gern zurück. "Wir haben einen Super-Trainer Guus Hiddink, der uns jedes Mal sagt, dass wir gegen jeden gewinnen können", sagte der Nürnberger: "Bisher kann man noch nicht verstehen, was wir heute geschafft haben, aber wir müssen es einfach genießen."

Anders als beim 2:0 zum Vorrunden-Abschluss gegen Rumänien bot Bondscoach Marco van Basten diesmal wieder seine 1A-Formation auf. In der Startelf stand somit auch Ex-HSV-Profi Khalid Boulahrouz, dessen Einsatz nach dem Tod seiner kleinen Tochter lange offen war. "Oranje" spielte daher mit Trauerflor gegen die Russen, bei denen Saenko den Vorzug vor Dinijar Biljaletdinow erhielt. Und der für seinen Hochgeschwindigkeits-Fußball bekannte Außenseiter legte forsch los, erwies sich zunächst aber als nicht konsequent genug. Insgesamt war aber beiden Teams der Respekt voreinander anzumerken.

Trauriger Abgang der Niederländer: Dirk Kuyt (r.) tröstet Mitspieler Nigel de Jong© Dusan Vranic/AP

Russen stets brandgefährlich

Die im bisherigen Turnier-Verlauf so überzeugenden Niederländer konnten ihr Kombinationsspiel nicht wie gewohnt aufziehen und kamen erst nach 20 Minuten allmählich in Fahrt. Weslej Sneijder deutete erstmals Gefahr an, sein Schussversuch wurde aber abgeblockt (19.). Dann bot sich van Nistelrooy (29.) die Chance zur Führung, doch der Torjäger verpasste Rafael van der Vaarts Freistoßflanke. Der HSV-Mittelfeldstar (37.) und erneut van Nistelrooy (44.) fanden ebenfalls nicht das Ziel. Aber die Russen blieben stets brandgefährlich: Kurz nacheinander prüften Arschawin und Denis Kolodin (31.) den glänzend parierenden Torwart Edwin van der Sar, der sein 16. EM-Match bestritt und dadurch mit Rekordspieler Lilian Thuram aus Frankreich gleichzog.

Nach Wiederanpfiff brachte van Basten für den schwachen Dirk Kuyt Robin van Persie aufs Feld. Und der Profi des FC Arsenal gab mit einem gefährlichen Schuss sogleich das Signal zur Attacke (46.). Doch die "Sbornaja" hielt weiter voll dagegen und vertraute auf schnelle Gegenstöße. Einer davon "saß", als Pawljutschenko eine Flanke von Sergej Semak zu seinem bereits dritten Turniertor nutzte.

Referee Lubos Michel nimmt Ampelkarte zurück

Van Basten zog wie im erfolgreichen Frankreich-Spiel (4:1) seinen Regisseur van der Vaart ins defensive Mittelfeld zurück, um das Spiel neu zu ordnen. Am Spielverlauf änderte sich aber wenig. Die Führung spielte den konterstarken Osteuropäern in die Karten, die durch Alexander Anjukow (70.) und auch später mehrmals das 2:0 auf dem Fuß hatten. Per Kopf rettete van Nistelrooy sein Team mit seinem zweiten Turnier-Tor in die Verlängerung, in der die besseren Russen weitere Großchancen ausließen, ehe der eingewechselte Torbinski und Arschawin doch noch trafen. Das Hiddink-Team durfte zu elft zu Ende spielen, da Referee Lubos Michel eine Ampelkarte gegen Kolodin zurücknahm (90.). Im Halbfinale ist der Russe dafür aber gelb-gesperrt.

 
 
KOMMENTARE (10 von 43)
 
piet82 (23.06.2008, 20:59 Uhr)
fakten?
gibts auch fakten zur russenwettmafia in wimbledon? steht da jemand vor gericht?
petermeyer (23.06.2008, 20:18 Uhr)
@piet82
bei eurosport gabs heute ne wiederholung des spiels mit einem sehr russen-wohlwohlenden kommentator -aber selbst der sprach bei der sitation von einem geschmäckle der bleibt und die uefa habe sich aus der sitaution rausgemogelt.
die russenmafia ist nur ne theorie , bleibt immer noch die inkompetenz der schiedsrichter -aber da sie ja abstreiten einen fehler gemacht zu haben , bleibt zwangsläufig nur variante eins.
übrigens die russenmafia ,ist auch in wimbledon. dorf fürchten sie wettbetrug in großem stil. und wimbledon ist sportereignismäßig auf einer liga mit EM -das ist nicht irgendwie regionalliga und dfb-pokal.
evitaevita (23.06.2008, 20:16 Uhr)
Tuplenzwiebeln-Phobie
Holland konnte gar nicht die EM gewinnen, zu sehr tragen die Orangen den Tupenzwiebel-Crash in sich, s.a. www.comedycontainer.de
piet82 (23.06.2008, 19:10 Uhr)
haha
zu glauben nen schiri könne ein spiel "subtil" verpfeiffen mit der russischen wettmafia im nacken, der hat extremst tomaten auf den augen..
es bieten sich in einem fussballspiel nicht 20 möglichkeiten zwischen denen der schiri wählen kann, er wird die erst beste 2deutige situation zum strafstoss für russland machen...in welcher welt lebst du bitte? jemand der sich mit der russenmafia eingelassen hat, bekommt auch dementsprechende anrufe vor dem spiel, so dass er gar nicht anders kann.. sieh dir doch mal die verpfiffenen dfb-pokalspiele von dem deutschen schiri ( name fällt mir jetz nich ein) an, den se erwischt haben.. oder denkste die sagen ihm versuch bitte was du kannst, wenn wir unsere millionen dann verlieren ist es nicht so schlimm, weil du hast es ja immerhin versucht auf die richtige situation zu warten....
petermeyer (23.06.2008, 16:14 Uhr)
und noch ein zitat
"DFB-Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel sprach sogar von einer der größten Fehlentscheidungen bei der Fußball-Europameisterschaft. «Regeltechnisch war das falsch», erklärte Strigel in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa "
petermeyer (23.06.2008, 16:06 Uhr)
@withoutface
"Ich habe mich nie des Betrugs schuldig gemacht."
da beziehe ich mich auch mehr auf das schiedsrichtergespann - bes. den absurden linienrichter der 60meter wegstand und 100%kein foul gesehen haben will - zumindest behaupten sie das jetzt im nachinein laut uefa - wäre der ball aus gewesen und die gelbe karte deshalb nicht gegeben wurden , gäbe es jetzt ein widerholungsspiel . siehe die meinung diverser namhafter schiedsrichter, die sich dahingehend geäußert haben -im übrigen sagen die auch , das es ein foulspiel war . natürlich trifft der russe den niederländer nicht , aber er wirft sich in den weg -klare karte.
"Es ist kein Foul gewesen, und zwar nicht plötzlich, sondern von Anfang an."
siehe anmerkung oben.
"russland hätte nen elfmeter in der verlängerung bekommen müssen.
Stimmt doch.
Das hätte der Schiri pfeifen müssen, und wenn er von den Russen bestochen wäre, hätte er das auf jeden Fall getan. Dass dies nicht geschehen ist, zeigt deutlich, wie absurd die Bestechungsvorwürfe sind."
kein klarer aber ein möglicher elfer ohne frage , aber erst in der 4 zeitlupe zu sehen.den zu geben hat er sich nicht getraut, das wäre nach der zurückgenommenen karte auch der hammer gewesen und die manipulation offensichtlich.
außerdem hat russland das spiel in der verlängerung dominerit , war nur eine frage der zeit bis sie treffen - aber regulär hatten sie zu diesem zeitpunkt einen mann weniger auf dem feld haben müssen!
"Stimmt. Das es kein Foul war, war es falsch, die Gelb-Rote Karte zu ziehen. "
siehe anmerkung oben und die analysen diverser schiedsrichter dazu.
selbst wenn es kein foul gewesen wäre, der schiedsrichter hat es gesehen , der linienrichter kann es aus der entfernung überhaupt nicht beurteilen! . ergo wenn der linienrichter es nicht beurteilen kann womit hat er den schiedsrichter überzeugt -geld, drohung oder was auch immer??
"Es sind die Holland-Fans, welche die unterirdische Leistung ihrer Mannschaft rechtfertigen wollen. "
neimand stellt in abrede , das die russen besser waren -aber trotzdem stand es nur 1:1 zum strittigen zeitpunkt und russland lief gefahr das spiel zu verlieren -das könnte jemand nicht zulassen.
"Die Rücknahme einer falschen Entscheidung bedarf es keiner Rechtfertigung. Normalerweise rechtfertigen sich Menschen ja, wenn sie falsche Entscheidungen treffen.
"fakt ist, schiedsrichter der daneben stand hat auf foul entschieden und gelb-rot gezogen .."
Fakt ist auch, er lag mit dieser Entscheidung daneben. So eine Entscheidung zurückzunehmen, erfordert Mut und ich bin froh, dass der Schiri diesen Mit auch hatte. Respekt, Herr Michel! "
tja und ich stelle mir die frage , wie er dazu kam seine getroffene entscheidung zurückzunehmen , der linienrichter kann es nicht gesehen haben , ob es foul oder kein foul war - 60meter entfernung -in worten sechzig!! der hat keine adleraugen .
schiedsrichter hingegen stand wenige meter entfernt und sieht ein foul !
"Übrigens, ein bestochener Schiri hätte die Szene doch gar nicht gepfiffen. Er hätte das Spiel einfach weiter laufen lassen und kein Mensch hätte gefragt, warum. Aber über sowas denkt man nicht nach, wenn man verblendet ist."
die anweisung gab es ja auch erst über den linienrichter, vermute ich mal - alles schon dagewesen dfb-pokal etc.(wenn auch nicht bewiesen bei einem fußballspiel dieses levels) , informieren sie sich mal über betrug,wettmafia .
"aber in diesem Spiel waren keine Anzeichen einer Bestechung zu erkennen. "
die situation spricht eine andere sprache. denken sie ,die schiedsrichter sind blöd und pfeifen elfmeter bei einem foul ander mittellinie-dann wäre es ja für jeden offensichtlich! betrug läuft natürlich subtiler ab.
"Fakt ist, die Niederländer sind ausgeschieden, weil sie wie eine Gurkentruppe aufgetreten sind und eine Klasse schlechter waren als der Gegner. " - trotz der gurkenleistung der niederländer stand es 1:1 und der fußball lehrt uns , das in so einem fall in der regel die gurkentruppe gewinnt. das mußte verhindert werden.
WithoutFace (23.06.2008, 13:56 Uhr)
@peremeier
"da zeigt sich das schlechte gewissen aller ertappten betrüger."
Ich habe mich nie des Betrugs schuldig gemacht.
"jetzt ist es plötzlich kein foul gewesen"
Es ist kein Foul gewesen, und zwar nicht plötzlich, sondern von Anfang an.

"vorher war nur der ball im aus "
Das habe ich nie behauptet. Bei einem nicht groben Foul wäre das aber ein zusätzlicher Grund, eine ohnehin fehlerhafte Entscheidung zurückzunehmen.
"russland hätte nen elfmeter in der verlängerung bekommen müssen".
Stimmt doch.
Das hätte der Schiri pfeifen müssen, und wenn er von den Russen bestochen wäre, hätte er das auf jeden Fall getan. Dass dies nicht geschehen ist, zeigt deutlich, wie absurd die Bestechungsvorwürfe sind.
"letzlich weiß jeder , das die aktion des schiedrichters falsch war".
Stimmt. Das es kein Foul war, war es falsch, die Gelb-Rote Karte zu ziehen.
"war und nun sucht man nach rechtfertigungen.
Es sind die Holland-Fans, welche die unterirdische Leistung ihrer Mannschaft rechtfertigen wollen. Die Rücknahme einer falschen Entscheidung bedarf es keiner Rechtfertigung. Normalerweise rechtfertigen sich Menschen ja, wenn sie falsche Entscheidungen treffen.
"fakt ist, schiedsrichter der daneben stand hat auf foul entschieden und gelb-rot gezogen .."
Fakt ist auch, er lag mit dieser Entscheidung daneben. So eine Entscheidung zurückzunehmen, erfordert Mut und ich bin froh, dass der Schiri diesen Mit auch hatte. Respekt, Herr Michel! Übrigens, ein bestochener Schiri hätte die Szene doch gar nicht gepfiffen. Er hätte das Spiel einfach weiter laufen lassen und kein Mensch hätte gefragt, warum. Aber über sowas denkt man nicht nach, wenn man verblendet ist.
"sie glauben sicher auch das abramowitsch sein geld auf ehrliche weise verdient hat udn bestechlichkeit im fußball nur eine erfindung ist".
Hat nichts mit dem Spiel zu tun.
"udn bestechlichkeit im fußball nur eine erfindung ist".
Nein, ist sie nicht, aber in diesem Spiel waren keine Anzeichen einer Bestechung zu erkennen.
Fakt ist, die Niederländer sind ausgeschieden, weil sie wie eine Gurkentruppe aufgetreten sind und eine Klasse schlechter waren als der Gegner. Fakt ist, die Summe der Fehler des Schiris haben keiner Mannschaft einen Vorteil verschafft (und wenn, dann dem Oranje-Team). Fakt ist, dass die bessere Mannschaft weitergekommen ist, und das ist das wichtigste für alle echten Fußballfans.
petermeyer (23.06.2008, 10:43 Uhr)
@withoutface
da zeigt sich das schlechte gewissen aller ertappten betrüger.
jetzt ist es plötzlich kein foul gewesen , vorher war nur der ball im aus, russland hätte nen elfmeter in der verlängerung bekommen müssen usw.
letzlich weiß jeder , das die aktion des schiedrichters falsch war und nun sucht man nach rechtfertigungen.
fakt ist, schiedsrichter der daneben stand hat auf foul entschieden und gelb-rot gezogen ...linienrichter der 60meter !!! entfernt war ,hat den ball im aus gesehen und das signalisiert , jetzt behauptet man, er hätte gesehen das es kein foul
war.
@uweellinghausen - sie glauben sicher auch das abramowitsch sein geld auf ehrliche weise verdient hat udn bestechlichkeit im fußball nur eine erfindung ist...da bin ich lieber der träumer ;)
WithoutFace (23.06.2008, 09:54 Uhr)
Der Fehler des Schiedsrichters ...
bestand nicht darin, dass er die gelb-rote Karte zurückgenommen hat, sondern darin, dass er sie überhaupt gezogen hat. Es gab da keinen Foul, da kann Sneider seine schauspielirische Leisting bis zum Limit ausreizen aber nichts an dieser Feststellung ändern. Ausserdem hätte es einen Elfer für Russland geben müssen. Die Holländer haben den Shiri mit Käse und Tulpen bestochen. Kein Wunder, dass die Holländer so offensichtlich bevorteilt wurden.
UweEllinghausen (22.06.2008, 22:47 Uhr)
petermeyer
Russland weiter und Holland raus weil alle Schiri's bestechliche Kriminelle sind. Traeumer Ihrer Natur sollten endlich schlafen gehen und damit aufhoeren ihre endlos langweiligen Kommentare zu verbreiten. Das grenzt ja an Peinlichkeit.
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