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16. Juni 2008, 17:44 Uhr

Zitterpartie mit Happy End

Es waren 90 Minuten voller Nervenkitzel und Anspannung. Nach dem Freistoß-Traumtor von Michael Ballack machten die Österreicher richtig Druck, die Deutschen hätten sich über den Ausgleich nicht beschweren dürfen. Jetzt wartet im Viertelfinale Portugal - dann wird sich die Löw-Truppe steigern müssen.

Der Berfreiungsschlag: Ballacks Gewaltfreistoß schlägt im österreichischen Tor ein. Keeper Macho ist chancenlos© Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Deutschland steht nach einem 1:0-Erfolg gegen Österreich im EM-Viertelfinale. Kapitän Michael Ballack erzielte im entscheidenden Spiel der Gruppe B mit einem fulminanten Freistoß kurz nach der Halbzeit den Siegtreffer.

Nächster Gegner der Deutschen ist am Donnerstag Portugal. Österreich schied wie der zweite EM-Gastgeber Schweiz bereits in der Vorrunde aus. Die deutsche Mannschaft hatte vor gut 50.000 Zuschauern im Wiener Ernst-Happel-Stadion, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel, insgesamt mehr vom Spiel, musste aber bis zum Schluss um den Sieg zittern.

Gomez vergibt 1000-Prozentige

Schon in der 5. Minute vergab der später ausgewechselte Mario Gomez eine Riesenchance, als er freistehend einen Meter vor dem Tor ein Zuspiel von Miroslav Klose nur mit dem Schienenbein traf. Lukas Podolski scheiterte Mitte der ersten Halbzeit mit einem Distanzschuss am österreichischen Torhüter Jürgen Macho. Die EM-Gastgeber, die einen Sieg zum Weiterkommen benötigt hätten, hatten nach 20 Minuten eine Chance durch einen Weitschuss von René Aufhauser.

Kurz vor der Halbzeit schickte der spanische Schiedsrichter Manuel Mejuto Gonzales die beiden Nationaltrainer Joachim Löw und Josef Hickersberger nach einem Disput auf die Tribüne. In der 49. Minute erzielte Ballack mit seinem ersten EM-Tor dann die Führung. Nach einem Foul an Philipp Lahm hämmerte der Kapitän den Freistoß aus gut 25 Metern unerreichbar für Macho ins rechte obere Toreck. Anschließend vergaben Lahm und Podolski weitere Möglichkeiten, die Führung auszubauen.

Viele Konter vergeben

Die Österreicher erarbeiteten sich gegen eine nicht sichere Abwehr weitere Möglichkeiten: In der 81. Minute rettete Lahm im Strafraum gegen Andreas Ivanschitz, drei Minuten verzog Erwin Hoffer einen Drehschuss nur knapp. Kurz vor dem Schlusspfiff vergaben Klose, Torsten Frings und der eingewechselte Oliver Neuville gute Konterchancen.

Löw gab in Wien fast allen den Spielern eine weitere Chance, die gegen Kroatien 1:2 verloren hatten. Lediglich Arne Friedrich rückte für den verletzten Marcell Jansen in der Vierer-Abwehrkette.

 
 
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