Die Doping-Posse um die griechischen Sprinter Kenteris und Thanou hat ein plötzliches Ende gefunden - die beiden verzichten kurzerhand auf ihren Olympia-Start.

Kostas Kenteris - hier beim Verlassen des Krankenhauses - verzichtet auf einen Start bei Olympia© Nikos Makris/AP
Der Dopingskandal um die beiden griechischen Sprintstars Kostas Kenteris Ekaterini Thanou hat am Mittwoch in Athen ein überraschend schnelles Ende gefunden. Die beiden Leichtathleten erklärten nach einer Anhörung durch die Disziplinarkommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ihren Teilnahme-Verzicht an den Olympischen Spielen. Damit zogen sie die Konsequenzen aus dem Versäumen eines Dopingtests.
Mit dem Verzicht entzogen sie sich der Gerichtsbarkeit des IOC, dessen Exekutivkomitee am Mittwoch nach einer Empfehlung seiner Disziplinarkommission eine Entscheidung über einen Ausschluss treffen wollte. Welche Folgen das Versäumen des Dopingtests noch haben wird, ist vorläufig offen. Auf jeden Fall wird sich der Leichtathletik- Weltverband (IAAF) mit der Angelegenheit weiter befassen.
Nach seiner Anhörung durch die IOC-Disziplinarkommission erklärte Kenteris: "Ich ziehe mich in voller Verantwortung und im Interesse des Landes zurück." Gleichzeitig gab der Olympiasieger über 200 Meter von Sydney 2000 die Trennung von seinem umstrittenen Trainer Christos Tzakos bekannt.
Die Dopingaffäre hatte seit dem vergangenen Donnerstag die Spiele überschattet und beeinträchtigt. Ministerpräsident Kostas Karamanlis hatte gesagt: "So ein Thema, dass ein schlechtes Bild auf unser Land wirft, hätte rascher abgeschlossen werden müssen."