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Ratgeber Ernährung

7. Oktober 2008, 12:02 Uhr

Olivenöl hält länger satt

Olivenöl enthält viel Ölsäure. Sie senkt nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern setzt im Verdauungstrakt eine Substanz frei, die satt macht. Das fanden amerikanische Forscher durch Versuche an Ratten heraus. Allerdings gilt das nicht unbegrenzt: Wer übermäßig viel Pflanzenfett isst, könnte diesen Effekt wieder ausschalten.

Gesundes Pflanzenfett: Olivenöl in Maßen zügelt den Appetit - zumindest bei Ratten© colourbox.com

Olivenöl in einer Mahlzeit könnte helfen, den Abstand zum nächsten Essen zu vergrößern. Das Pflanzenfett enthält viel Ölsäure. Diese ungesättigte Fettsäure kann offenbar dafür sorgen, dass der Körper länger zufrieden bleibt und sich ein Hungergefühl erst später einstellt. Denn im Verdauungstrakt sorgt die Ölsäure dafür, dass eine Substanz namens Oleylethanolamid (OEA) freigesetzt wird. OEA zögert die nächste Hungerattacke hinaus, wie amerikanische Forscher bei Ratten beobachten konnten. Ihre Untersuchungen schildern sie im Fachblatt "Cell Metabolism" und warnen gleichzeitig, dass der Mechanismus durch übermäßiges Essen auch wieder ausgeschaltet werden könnte.

"Essen ist eines der wichtigsten Dinge, die Tiere tun", erklärt Daniele Piomelli von der University of California in Irvine, USA. "Und dieser Mechanismus ist nur einer von vielen, die das Essen kontrollieren." Den Zusammenhang zwischen Ölsäure und Hungergefühl hatten die Forscher bei Ratten ausgemacht: Brachten sie die Fette in den Verdauungstrakt der Nager ein, stimulierte das die Produktion von OEA. Bei Kohlenhydraten und Proteinen war das nicht der Fall. Die Wissenschaftler konnten darüber hinaus zeigen, dass zur Produktion von OEA Ölsäure verwendet wurde.

Wirkstoffe, die den Appetit regeln

"Unsere Studien identifizierten OEA als ein physiologisches Schlüsselsignal, das die Fettaufnahme mit der Nahrung mit einem Sättigungsgefühl zwischen den Mahlzeiten verbindet", sagen Piomelli und seine Kollegen. Diesen Signalweg eingehender zu erforschen, könnte helfen, neue Wirkstoffe zu entwickeln, welche den Appetit zügeln oder umgekehrt anregen können, hoffen die Forscher.

Cornelia Dick-Pfaff, WSA

 
 
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