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Ratgeber Ernährung

24. März 2009, 18:45 Uhr

Gefahr auf dem Teller

Wer oft Würstchen, Steaks oder Schinken isst, erhöht möglicherweise sein Risiko, an Krebs oder einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu sterben, wie eine Studie mit mehr als einer halben Million US-Amerikanern ergab. Bei Geflügel und Fisch sah es anders aus.

Ernährung, Krebsrisiko, Fleisch, rotes fleisch, weißes fleisch

Beeinflusst der Fleischkonsum die Sterblichkeit? Laut einer neuen Studie schon© Colourbox

Die Studie der Nationalen Gesundheitsforschungsinstitute (NIH) der USA verglich die Ernährung von 545.000 Amerikanern zwischen 50 und 71 Jahren über einen Zeitraum von zehn Jahren. Am Ende der Untersuchung waren rund 71.000 Studien-Teilnehmer gestorben. Dabei hatten diejenigen, die am meisten rotes Fleisch aßen, das höchste Sterberisiko - auch wenn andere Gesundheitsrisiken wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel herausgerechnet wurden. Das Sterberisiko stieg ebenfalls mit einem erhöhten Konsum von Würstchen und Aufschnitt. Die Teilnehmer, die dagegen mehr "weißes" Fleisch verzehrten, hatten ein etwas geringeres Sterberisiko.

Die Forscher verstehen unter "rotem" Fleisch alles vom Rind und Schwein, also das Steak ebenso wie die Salami auf der Pizza oder die Bolognese-Sauce für die Pasta. Als "weißes" Fleisch verbuchen sie nicht nur Geflügel, sondern auch Fisch. Zudem untersuchten sie den Verzehr von Fleischprodukten - also Aufschnitt und Würstchen.

Sie teilten die Probanden, die zehn Jahre lang regelmäßig Fragebögen zu ihrem Essverhalten ausfüllten, in fünf Gruppen ein - je nach dem Konsum von rotem Fleisch. Die Männer mit dem höchsten Konsum aßen knapp 150 Gramm rotes Fleisch, bei den Frauen waren es gut 100 Gramm. Die Studienteilnehmer im unteren Fünftel aßen pro Tag nur knapp 20 Gramm rotes Fleisch.

Insgesamt hätten 11 Prozent der Todesfälle bei Männern und 16 Prozent bei Frauen vermieden werden können, wenn alle Teilnehmer so wenig rotes Fleisch gegessen hätten wie die unteren 20 Prozent der Probanden mit dem geringsten Konsum, schreiben die Autoren in den "Archives of Internal Medicine".

Es gibt mehrere Mechanismen, über die der Fleischkonsum die Sterblichkeit beeinflussen könnte, berichten die Forscher. So finden sich im Fleisch zum Teil krebserregende Stoffe, die bei der Verarbeitung, beim Braten oder Grillen entstehen können. Fleisch ist eine der Hauptquellen für gesättigte Fette, deren Aufnahme anderen Studien zufolge das Risiko von Darm- und Brustkrebs erhöht. Zudem geht mit hohem Fleischkonsum oft ein erhöhter Blutdruck einher - woran dies liegt, weiß man allerdings noch nicht.

Der Welt-Krebsforschungsfonds empfiehlt, nicht mehr als 300 Gramm rotes Fleisch pro Woche zu essen.

bub
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
kimcool (25.03.2009, 17:37 Uhr)
wusste ich schon lange
Diese Reihenfolge: Fisch - Geflügel - Rind - Schwein. Fisch ist am besten, dann Geflügel, Schwein ist am schlimmsten für den Körper.
Ich esse sowieso kaum noch fleisch, seit ich im Internet gesehen habe wie sie die Tiere behandeln, vergeht mir der Appetit darauf. Kühe kommen in eine Maschine, dort wird der Hals lebend aufgeschnitten, dann schmeisst die Maschine sie wieder raus und die Kuh taumelt und kann sich nicht mehr auf den Beinen hgalten und ist in Panik und verblutet, und der Hammer ist wie dabei ihre halbe Luftröhre raushängt......PERVERSLINGE!
Wer das Video von dem armen Waschbär sieht, der erst brutal geschlagen, dann die Pfoten abgehauen und dann lebendig gehäutet wird, und der dann noch mal aufsteht und einem in die Augen schaut, kurz bevor er entgültig erlöst ist, der wird Schwierigkeiten haben, ein Stück Wurst "einfach so" zu essen, ohne nachzudenken wo es herkommt. Wenn an der Wurst noch die Augen dranwären, und wirständig daran erinnert würden woher das eigentlich kommt, und wie es zustande kam (brutale Gewalt), würde es kein Mensch essen. Wir können Fleisch und Wurst nur deswegen essen, weil wir uns innerlich davon distanziueren woher es eigentlich kommt, und es ausblenden dass es lebewesen waren, die auch schmerzen und angst usw. empfinden wie wir.
Ich esse zwar ganz selten noch fleisch, aber nur wenn ich das Gefühl habe dass ich das jetzt unbeding brauche. Ist aber selten. Und selbst dann hab ich ein ungutes Gefühl. Eines tages werd ich es ganz sein lassen. Der Mensch braucht kein Fleisch zum überleben - ist totaler luxus.
weglerm (25.03.2009, 12:31 Uhr)
Frage:
Muß denn jeder Mist abgedruckt werden nur weil er aus den Staaten stammt?
Ach ja, noch ein Forschungsergebnis aus meinen persönlichen Studien:
Nichts ist gerfährlicher als das Leben!
Florencio (25.03.2009, 11:41 Uhr)
Alles seit Langem bekannt.
siehe:
Gifte in Lebensmitteln? Mythen und Fakten.
http://www.stritzinger.de/php/verlag_buecher.php
OttoB (25.03.2009, 11:41 Uhr)
Mich hat dieser Bericht überzeugt!
Wer rotes Fleisch isst der stirbt irgendwann einmal, wetten.
JossHH (25.03.2009, 11:11 Uhr)
Was uns alles umbringt
Es ist doch immer wieder erstaunlich was alles Krebs verursacht oder uns sonst wie umbringt. Eigentlich dürfen wir weder lekker Essen noch Trinken und Rauchen schon gar nicht. Sex kann zum Herzinfarkt führen, Fahrradfahren uns unter den LKW bringen und Spazieren gehen an der frischen Luft ist je nach Region auch nicht immer gesund.
Also ich finde wir sind eh zu viele Menschen auf diesem Planeten, zu alt auch noch, ....laßt uns weitermachen, La dolce Vita
CheSmittyVara (25.03.2009, 08:53 Uhr)
Sorgen töten eher
Wenn mich etwas umbringt, dann ist es sicher nicht das Steak zu viel, sondern die tägliche Sorge um die Existenz, weil ich nicht mehr weiß, woher ich das Geld nehmen soll, um meine Familie zu ernähren.
Denn wenn ich als Selbständiger 100-Euro einnehme, verlangt der Staat 200 EUR für Steuern, Sozialabgaben und Gebühren, die er dann korrupten Managern und Politikern in den Hals stopft. Wie wäre es als Hauptgang mit Managerstopfleber?
Kritiker-Kritiker (25.03.2009, 07:45 Uhr)
300 gr pro Woche?
Is ja n Witz. Wenn ich 1 Steak ess, sollte ich den Rest der Woche kein Schwein/Rind mehr essen? Oder 1x Grillen, und 3 Wochen auf rotes Fleisch verzichten...
haha, aber "auch wenn andere Gesundheitsrisiken wie Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel herausgerechnet wurden." Naja, fällt mir bisschen schwer zu glauben, in einem Land mit über 70 % z.T. stark übergewichtigen Personen. Würd eher mal sagen die sterben früher vom vielen Fett/hohen Cholesterinwert und nicht vom roten Fleisch an sich...
Mir egal, werd weiterhin kräftig Fleisch essen, jeglicher Art!
ambio (25.03.2009, 06:57 Uhr)
Ist ja logisch....
bei dem ganzen Chemiedreck der bei uns in Fleisch und Wurst gemischt wird.
Tonnenweise Nitritsalz in Fleisch und wurst kann auf dauer nicht gesund sein.
krane (25.03.2009, 06:51 Uhr)
Rotes Fleisch
Das hätte ich euch auch sagen können, dass tägl. Essen von rotem Fleisch "McDonalds Burger" und gepanschter Wurst irgendwann auf den Magen schlägt.
Aber da mir nun bekannt ist, dass mich Fleisch umbringt konsumiere ich jetzt lieber nur noch pure Kohlenhydrate und Fett wie Chips, Cola, Eis und was das Naschregal eben noch so hergibt.
God bless America
drelanger (25.03.2009, 01:06 Uhr)
Fleischverzehr
Nomadisierende Völker wie beispielsweise Somojeden oder Beskiden ernähren sich überwiegend fleischlich. Den Salat mit nichts drin, können sie glücklicherweise nicht kennen, denn dieser Mist wächst nur in europäischen Gewächshäusern. Ihre Lebenserwartung wird weitgehend, wie bei uns auch, vom Alkoholkonsum bestimmt. Es macht sich immer gut, eine Quelle anzugeben, die von vornherein sich selbst als durchschlagend wirkungslos kennzeichnet. Wie können Eskimos und andere Völker in feindlichsten Regionen überleben, ohne die hierzulande angepriesenen und völlig unverzichtbaren Nahrungsbestandteile jemals kennengelernt zu haben? Seefahrer hat es hinweggerafft weil die Ernährung an Bord nicht hinreichend war. Zum guten Schluss soll das Sauerkraut geholfen haben, welches durch seinen Gehalt an Vitamin C wenigstens dem Skorbut Einhalt geboten haben soll. Dieser intellektuelle Mist, der hier wohlfeil gehandelt wird, bedarf nur der hohen Hausnummer, damit niemand mehr darüber nachdenkt.
E. Langer
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