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Ratgeber Ernährung

29. Juni 2010, 16:17 Uhr

EU führt Logo für Öko-Lebensmittel ein

Ab dem 1. Juli ist auf Öko-Lebensmitteln das neue Bio-Siegel der EU zu sehen. Verbraucher sollen so europaweit schnell erkennen, ob Produkte die Vorgaben für eine ökologische Herstellung erfüllen. Die Vielzahl der Kennzeichnungen ist allerdings verwirrend.

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Ein neues Zeichen für Europas Verbraucher: Ab Donnerstag ist auf Öko-Lebensmitteln dieses Siegel zu sehen© EU/DPA

Ab Donnerstag gilt für Bioprodukte eine neue Kennzeichnung. Das EU-weit gültige Biosiegel ist ein Blatt mit zwölf weißen Sternen auf hellgrünem Hintergrund. Verbraucher sollen damit künftig auf einen Blick erkennen, ob Lebensmittel die Vorgaben für ökologische Herstellung erfüllen. Die Kriterien für die Vergabe des Siegels sind grundsätzlich die gleichen wie beim deutschen Biosiegel, dem grünen Sechseck mit der Aufschrift "Bio nach EG-Öko-Verordnung".

Lebensmittel mit dem Bioblatt der EU müssen zu mindestens 95 Prozent aus biologischem Anbau stammen. Sie dürfen keine gentechnisch veränderten Zutaten enthalten. Chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sind verboten. Dünger ist nur erlaubt, wenn er mit den Grundsätzen der Bioproduktion vereinbar ist. Tiere müssen artgerecht gehalten werden. Biobetriebe werden mindestens einmal im Jahr von einer unabhängigen Stelle oder einer Behörde überprüft. Bei Verstoß gegen die Vorschriften können Betriebe das Biosiegel auf ihren Produkten auch wieder verlieren.

Deutsches Biosiegel bleibt bestehen

In unmittelbarer Nähe des Bioblatts ist die Ökokontrollstellen-Nummer angegeben, ein weiteres Erkennungszeichen für ein Bioprodukt. Sie besteht aus einem Länderkürzel (etwa DE für Deutschland), drei Buchstaben (in Deutschland: ÖKO) und drei Ziffern, hinter denen sich die Kontrollstelle verbirgt. Unter der Nummer muss ein Hinweis stehen, wo die Rohstoffe herkommen - ob aus einem EU-Land oder einem Drittstaat.

Das neue Siegel soll Verbrauchern bei der Orientierung helfen. Allerdings könnte noch eine Kennzeichnung mehr auch für Verwirrung sorgen. Denn das deutsche Biosiegel wird es auch weiterhin geben, ebenso wie Siegel von Öko-Anbauverbänden, die noch höhere Anforderungen an Tierhaltung und Verarbeitung haben.

lea/DPA/AFP
 
 
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