Jede vierte Butter aus deutschen Supermärkten ist bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest mit der Note "mangelhaft" bewertet worden. Auch einige Bio-Buttersorten sind von den Testern negativ eingestuft worden. Gründe für die schlechten Ergebnisse sind vor allem ein hoher Keimbefall und mangelhafte Rezepturen.

Fast jede vierte Butter in deutschen Supermärkten erhielt von der Stiftung Warentest die Note "mangelhaft"
Fast jede vierte Butter hat bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest schlecht abgeschnitten. Von 35 getesteten Sorten gaben die Qualitätskontrolleure acht Butterpäckchen die Note "mangelhaft". Darunter waren auch vier Bio-Produkte. Der Grund für die schlechten Noten waren unter anderem Keime, die auf zu wenig Hygiene bei der Herstellung schließen ließen. Drei Sauerrahmmarken seien aufgefallen, weil sie zu wenig Milchsäurebakterien enthielten, teilte die Stiftung am Donnerstag mit. Die Verbraucherorganisation Foodwatch forderte verbesserte Qualitätssiegel.
Nur 20 Buttersorten, darunter elf Bio-Produkte bekamen die Note "gut". Eine Preisfrage war das nicht: Gute Butter gab es bereits ab 87 Cent das Stück. In mildgesäuerten Buttern mehrerer Handelsanbieter und in einer Süßrahmbutter fanden die Tester zu viele Darmbakterien (koliforme Keime), die aber nicht in jedem Fall gesundheitsschädlich seien. Die Untersuchung ist im Oktoberheft veröffentlicht.
"Preis und Qualität haben nichts miteinander gemein", sagte Foodwatch-Sprecher Andreas Eickelkamp in Berlin. Die Aussagekraft des Qualitätssiegels "Deutsche Markenbutter" sei zu gering. Foodwatch schlug vor, auch Hygiene bei der Qualitätsbewertung zu berücksichtigen. Mit dem Test würden auch Grenzen des Bio-Siegels deutlich, sagte Eickelkamp. "Das Bio-Siegel regelt nur die umweltfreundliche Herstellung der Rohstoffe, macht aber keine Aussage über die Qualität der Produkte."